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Nahalat tsevi · 1931-02-01 · Heft 4-5 (Februar 1931) · p. Seite 153

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Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 4-5 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 153 (sequence 43)
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153 einer Versorgung, daß Du mich nicht auf Gaben aus Menschenhänden, sondern aus Deiner Hand anweisest, der vollen und freigebigen, einer Versorgung, die mich instand setzt, mich mit Deiner Thora zu beschäftigen, der heiligen und reinen und allumfassenden, und ihre Gebote ohne Störung zu erfüllen, daß ich in Frieden an meinem Tische sitze, in Ehren mit meinen Hauskindern, daß keinerlei Menschenjoch mir aufliege, nur das Joch Deines Königtums, Dir mit ganzem Herzen zu dienen, und daß ich begnadet werde, Fremde gastlich einzuführen, Liebe allen Menschen zu erweisen und Wohltun an Würdigen zu üben, ohne an Unrechten Menschen zu straucheln. Amen.“ Rabbiner Hirsch und unsere Jugend von Dr. Elieser Posen-Frankfurt a. M. Im Heft I dieser Zeitschrift unterzieht Herr Rabbiner Dr. Munk, Ansbach, die Strömungen der heutigen orthodoxen Jugend Deutschlands einer eingehenden Betrachtung. Der verehrte Herr Verfasser stellt u. a. die Tatsache fest, daß in der Jugend sich eine!entschiedene Abkehr vom תורה עם דרך ארץ Prinzip vorbereite. Herr Dr. Munk sucht die Gründe für diese Abkehr kurz aufzuweisen, doch rührt diese Frage zweifellos derart an die Wurzeln unseres deutschen Judentums, daß m. E. man sich eingehend mit ihr zu befassen verpflichtet ist, insbesondere in diesen Blättern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das große Erbe Rabbiner Hirschs זציל weiterzubauen. Ich möchte mit den folgenden Zeilen eine Diskussion über die Fragen einleiten, die Herr Rabb. Dr. Munk im Rahmen seines Artikels nur kurz!streifen konnte. Zunächst der Tatbestand als solcher. Hier kann ich nur wiederholen, was Herr Rabb. Dr. Munk in seinem Aufsatz feststellt: Der heutigen Jugend ist Rabb. Hirsch זצ״ל nicht mehr das. was er noch uns Aelteren ist, geschweige denn das, was er unseren Vätern und Großvätern war. Die Feststellung dieser Tatsache mag für uns alle, die wir in Rabbiner Hirsch einen wesentlichen Faktor unserer jüdischen Erziehung sehen, die wir uns das deutsche Judentum ohne Rabb. Hirsch schlechterdings nicht denken können, äußerst schmerzlich sein, aus der Welt schaffen läßt sich diese Tatsache nicht. Jeder, der auch

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