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Nahalat tsevi · 1931-02-01 · Heft 4-5 (Februar 1931) · p. Seite 129

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 4-5 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 129 (sequence 19)
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129 Die Thoraschrift im Allerheiligsten. Von Rabbiner J. Horovicz-Jerusalem. ,ויצו משה את הלוים נושאי ארון ברית ד׳ לאמור. לקח את ספר התורה הזה ושמתם אותו מצד ארון ברית ד׳ אלקיכם, והי׳ שם בך לעד. ״Mosche befahl den Leviten, den Trägern der Lade des Gottesbundes: Nehmet dieses Buch der Lehre und leget es der Bundeslade Gottes zur Seite“, ״ .והי׳ שם בך לעדDort soll es wider dich zum Zeugen bleiben.“ (V. 31, 26) Von welchem Thorabuch und von welcher Zeugenschaft mag hier die Rede sein? Daß eine von Mosche Rabbenu selbst geschriebene Thora im Allerheiligsten, in oder neben der Bundeslade, aufbewahrt war, unterliegt keinem Zweifel. Nach der Tradition hat es allerdings zwei Bundesladen gegeben, in deren einer die ersten, zerbrochenen Tafeln lagen und die in der Wüste drei Tagesreisen vor dem Lager he»,.og, während im Allerheiligsten die Bundeslade mit den zweiten Gesetzestafeln sich befand. Die Lage der Thoraschrift im Allerheiligsten ist in diesem Zusammenhänge nicht einheitlich festgestellt. Bekanntlieh schrieb Mosche Rabbenu im vierzigsten Jahre, nahe vor seinem Ende, dreizehn vollständige Thoraschriften, für jeden Stamm eine, während ein von seiner Hand geschriebenes Exemplar für das Allerheiligste bestimmt war. Es lag entweder neben den Bundestafeln innerhalb der Lade oder außerhalb derselben auf einer an der Seite vorspringenden Unterläge. In agadischer Ausschmückung lehrt ein Midraschwort: Erzengel Gabriel selbst habe diese Mosessch, i.t übernommen, um deren Göttlichkeit auch beim himmlischen בית דין הגדול zu beglaubigen. In dieser Thora leienen die Zaddikim in den Himmelshöhen den zweiten und fünften Tag der Woche, an Sabbathen, Neumonden und Festtagen. Von einer authentischen Thoraschrift, die auch den Namen ספר העזרה führte, ,ist an mehreren Stellen im Talmud verschiedentlich die Rede. Diese wurde vornehmlich für die Thora- Vorlesung des Hohepriesters am Versöhnungstage, sowie für die siebenjährige Vorlesung des Königs am Hüttenfest bebenutzt. Die authentische Thoraschrift in der nationalen Gottes- Stätte sollte — wie die Weisen sich ausdrücken — auch dazu dienen, daß, wenn jemand eine Fälschung des Thoragesetzes

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