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Nahalat tsevi · 1931-01-01 · Heft 3 (Januar 1931) · p. Seite 80

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Nahalat tsevi
Volume
I (5691) 1930/31
Issue
Heft 3 (Januar 1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 80 (sequence 10)
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60 genen Kinder, sobald sie in ein Geschäft oder Profession eintreten, sich auf Schritt und Tritt von dem ,Einfluß der Zeit bedroht sehen, der sie vom geraden Wege abzubringen sucht, ihren priesterlichen Beruf ihnen entreißt und die Reinheit ihres Herzens durch ein unlauteres Erwerbs- und Genußstreben trübt I Darauf laßt uns in dem zu schließenden Bund unser Auge richten, dafür einer den anderen und uns alle gegenseitig bestärken, diesen Anstoß aus dem Weg unserer Jugend zu räumen, daß sie mit Eintritt in die Arbeit, ins Geschäft und mit ihrer Aneignung von Wissenschaft und Kenntnissen nicht den Weg der Thora verläßt. Wenn wir diesem Ziele alle Seelenkräfte zuwenden, wird uns Gott zum rechten Rat verhelfen und seine Thora durch uns erhalten bleiben. Zweitens Aboda. Obwohl das Gebet eine rabbinische Pflicht ist und unsere Weisen s. A. seine ganze Anordnung festgestellt haben, obwohl unser Gottesdienst in unserem Bethaus weder beginnt noch schließt, weil nicht es, sondern wir selber der eigentliche Tempel Gottes sind, unser Gebet daher verwerflich und die prächtige Ausstattung unseres Gottesdienstes eitel und nichtig ist, wenn nicht jeder Moment unseres Lebens Gott geheiligt wird, um die unseren Vätern gebotenen Mizwos, Chukim und Edos zu erfüllen, so ist es doch die eigentliche Säule, die unseren ganzen Lebensbau trägt. Die Stätte des Gebetes folgt doch im Range dem Lehrhaus der Thora, es ist doch unser verjüngtes Heiligtum, das Mittel unserer Reinigung, der Born unserer Heilung, die Macht- Stätte des Lichtes, das alle Höhen überragende Banner, den Unreinen die Reinheit, den Kranken die Genesung, den Blinden das Augenlicht und den Verstoßenen ihre Wiedervereinigung zu gewähren, wenn uns die Verirrungen der Zeit von unserem Lebensbaume reißen möchten. Welcher Gottesfürchtige, der das Glück der Gottesnähe kennt und sie anstrebt, wäre daher nicht von dem Verlangen beseelt, die Stätte des Gebetes würdig auszustatten und den dafür angeordneten Dienst in möglichst vollendeter Weise zu vollziehen, um mit diesem Herzensdienst in geschmackvoller Weise vor seinen Eigner zu treten? Wer möchte nicht auf den Schwingen der Lobgesänge, mit den Ergüssen des Gebetes, der Bitte und des Dankes, durch das

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