Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 3 (Januar 1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 9)
- Belongs to
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gibt — beshalb wollen wir wieder Anstalten errichten, in welchen Thora, allgemeines Wissen und Gottesfurcht ihre einheitliche Pflege finden, damit wieder eine Elite in Israel erstehe, die Thora in reiner Absicht lernt, erfüllt und durchdrungen von dem Geist der Mizwos und ihrer Ausübung, mit weisem Verständnis der Zeit und dessen, was sie fordert. Wollet nichts von der Aneignung allgemeinen Wissens 1für den Bestand der Thora fürchten, wenn Ihr Leute, die sich für Gelehrte halten, der Thora entfremdet seht! Die wahre Wissenschaft liebt die Thora und kommt ihr zur Hilfe. Die nächste Folge jeder wahren Wissenschaft ist Demut und Gottesfurcht, Gottesfurcht aber ist der Schlüssel und die Hüterin der Pforte, die zur Thora führt. Errichten wir Anstalten zur Heranbildung von Lehrern, welche die Söhne Israels Thora und Derech Erez lehren; die Vereinigung beider wird Heilung für all unser Weh bringen. Was können unsere Kinder tun, um nicht der Sünde zu verfallen, wenn wir nicht unseren Sinn darauf richten, sie in ihren Jugendjahren Lehrern zu übergeben, die selber gründliche, gottesfürchtige Kenner der Thora und wahrer Wissenschaft sind, da nur durch die Vereinigung beider die Schuld der Zeit zu beseitigen ist! Und woher sollen wir Lehrer nach unserem Sinne nehmen, wenn wir nicht Anstalten zu ihrer Erziehung und Ausbildung gründen und dieses hochwichtige Anliegen länger dem bloßen Zufall überlassen? Vor allem aber Unterrichtsanstalten zur Erziehung unserer Jugend zur Thora und für das bürgerliche Leben! Denn jede Stadt, jede Niederlassung, die keine Unterrichtsstätte besitzt, in welcher Thora und Derech Erez ihre harmonische Pflege finden, ist den Fangarmen der Zeit sicher verfallen. Laßt uns deshalb einmütig zum Bau von Stätten der Thora für Erwachsene und Kinder zusammentreten, das ist die Hoffnung unserer Zukunft und das, was den Zusammenbruch der Zeit überdauern läßt. Aber nicht das Lernen, die Tat entscheidet. Wir müssen zu gemeinsamer Beratung zusammentreten über das, was geschehen soll, damit unsere Kinder, wenn sie die Schule verlassen haben, nicht dem Netze verfallen, welches der Wahn der Zeit auswirft. Das ist’s doch, was wir blutenden Herzens erleben, wie unsere in Gottvertrauen und Heiligkeit erzo-