Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 3 (Januar 1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 8)
- Belongs to
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unsere noch ungeborenen Kinder zählen, die sich in einmütiger Hingebung zum Dienste Gottes zusammenfinden, wenn die Abtrünnigen und Leichtsinnigen längst aus unserer Mitte gegeschwunden sein werden. Denn der Bund derjenigen, die sich mit der Vergänglichkeit verbinden und sich bei der Lüge geborgen glauben, verfällt der Vergänglichkeit und mit ihr die zur Schau getragene Zuversichtlichkeit ihres Blendwerkes. Es braucht nur der flutende Strom der Zeit über sie hinzugehen, und sie werden die Täuschung ihrer Hoffnungen und Erwartungen zu ihrer eigenen Schande erfahren. Aber diejenigen, die sich mit Gott und seiner Thora verbinden, die sind einen Friedensbund eingegangen, der nicht wanken, den Gott selber mit frischer Lebenskraft in wenigen Jahren ausstatten wird. Denn Seine Gnade und Seine Treue ist auf ihrer Seite, sie sichert den Geringsten und Unbedeutendsten eine mächtige, tausendfältige Entwicklung, sie sind der Sproß einer Gottes- Pflanzung, eine zu herrlicher Entwicklung reifende Gottessaat. Haben wir uns so alle, jeder mit seiner Persönlichkeit und seiner Häuslichkeit in Selbstheiligung zusammengefunden, so wollen wir unseren prüfenden Blick den Anliegen unserer Gesamtheit zuwenden, der Thora, der Aboda, dem Gemilus Chassodim, um derentwillen uns ja lediglich das Bruderband eines einheitlichen Volksbundes umschließt. Die Thora zuerst. Wo hat sie ein Lehrhaus? Lehrgelegenheit zur Aneignung von Thora, allgemeinem Wissen und Gottesfurcht für die Kleinen, Lehrgelegenheit und Aneignung von Thora, allgemeinem Wissen und Gottesfurcht für die Erwachsenen, Lehranstalten zur Heranbildung von Thoralehrern für unsere Kleinen und Großen, wo gibt es die? Die Jeschiwoth haben aufgehört, wer Thora lernen möchte, muß in dem Winkel suchen, in den man sie gewiesen. Es fehlt der Führer, der Wegweiser zu den heiligen Quellen, um durch einen Lebenstrunk den Wissensdurst zu stillen, es fehlt die Leitung zu dem Born, welcher der Seele Ruhe und Rettung vor den fremden Brunnen sichert. Der Brunnen, den die Fürsten der Thora gegraben, ist nicht mehr da, und jeder trinkt aus dem Strome von seinem Lebenswege den verderblichen Trunk, der die Trinkenden keck das Haupt erheben läßt und den Namen Gottes der Entweihung preis-