Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 2 (Dezember 1930)
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 51 (sequence 21)
- Belongs to
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51 wort auf die Anfrage schuldig geblieben war, zu einer nichtssagenden Replik veranlaßte, die nichts anderes als ein schwächliches Ausweichen und das Signal zur Einbürgerung einer versteckten כפירה war, die sich selbst verleugnete, wenn die Rücksicht auf das — Volksbewußtsein die Entschleierung der letzten Ziele als unklug erscheinen ließ. Umso vielsagender ist das Wort Frankels, von dem Frankels Schüler auf der letzten• Tagung der liberalen Rabbiner berichtet haben und das wie ein Leitstern über den Verhandlungen dieser Tagung schwebte: ״Chalizah ist ein Unglück, aber was sollen wir mac h en?“ Hier habt ihr den ganzen Frankel, würde Rabbiner Hirsch heute sagen, derselbe Rabbiner Hirsch, dem es das deutsehe Judentum nie verzieh, wann immer er zugunsten des אמת einen faulen שלום zerbrach, derselbe Rabbiner Hirsch, der schon vor 70 Jahren, als die יראים in Deutschland noch ehrfülrchtig zu Frankel emporschauten, sah, was war und zu werden sich anschickte. Frankel sah sich noch ängstlich um, wenn er vom ״Unglück“ der Chalizah sprach: ״Aber was sollen wir machen?“ Jedoch Dienemann fährt fort und spricht: ״Damit kommen wir nicht weiter; hier müssen wir den Mut der Ueberzeugung haben.“ Was den heutigen Gaonim von Breslau an Frankelscher Gelehrsamkeit fehlt, idas wird reichlich durch Dienemannschen Ueberzeugungsmut ersetzt. Dienemann ist konsequenter als Frankel. Es war aber mal einer, der war noch konsequenter als Dienemann. Das war Heinrich Heine, der nicht nur die Chalizah, der das ganze Judentum als Unglück empfand. Und wie Dienemann weiß, was wir machen sollen, so hat auch Heine gewußt, was wir machen sollen. Und wie Heines Flucht aus dem Judentum nur ihn selbst, aber nicht das Judentum zerstörte, so wird auch Dienemanns Flucht vor der Chalizah nur ihn selbst, aber nicht die Chalizah zerstören. Und auch der Get wird den liberalen Sturmangriff überdauern. Denn Frankels Schüler haben von ihrem Rabbi nur die Schwäche der Haltlosigkeit geerbt, die Schwäche der Unwissenheit ist ihr eigener Besitz. So können sie z. B. nicht verstehen, warum im Get der Familienname nicht genannt wird. Wir empfehlen den Herren, das vom פ*ת סי׳ קכ״ט ם*ק מ״א zitierte ס׳ נט מקושר zu studieren. Auch der מהרם שיק אה״ע םיי קי״ב befaßt sich mit dieser Frage. Der Familienname ist ein שם עצם כלליי , den ein bestimmtes Individuum mit