Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 1 (November 1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Belongs to
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&קח לך גליק נדול •וכתב «גליד במחט אנו: — mit der ״großen- RdÖe“ eines umfassenden,!mannigfaltigen, bändereichen Schrifttums* geschrieben ״in der Schreibart gewöhnlicher Menschen“, eine ganze verirrte Zeitgenossenschaft zu Gottes Schöpferwort zurückzurufen. Dieses בחרט אנוש in Jesaias 8, 1 wird von Raschi, gestützt auf Targum Jonathan, mit Chabakuk 2, 2 in Verbindung ge• bracht, wo ,eine prophetische Vision zu wahrhaft lebendiger Fruchtbarkeit erst dadurch erweckt werden soll, daß erfüllt wird die Weisung Gottes: ״Schreibe nieder das Gesicht und schreibe es auf die Tafeln, damit geläufig lese, der es liest“, und wir haben es darum mit ״Schreibart gewöhnlicher Mensehen“!übersetzt,!ohne hierbei auch nur im entferntesten an das weit verbreitete Gesetz menschlicher Gewohnheit zu denken, das löbliche Streben nach gemeinverständlicher Volkstümlichkeit [mit jener höchst unlöblichen Sucht nach' Popularität zu verwechseln, die חרט dem אנוש unterwirft, indem sie vergängliehe Tagesmeinungen und Volksstimmungen des Augenblicks über die ewigen Forderungen des Wortes, des Gott entstammenden, zu Gott hinführenden Wortes, triumphieren läßt. Das pberste Gesetz der Presse und die heiligste Pflicht einer Zeitschrift, gleich Koheleth ״ למצא דברי חפץgefällige Worte zu finden“, die den Beifall und das Wohlgefallen der Leserschar als Lohn und Bestätigung ersehnen, hat Rabbiner Hirsch immer nur im Zusammenhang mit dem Nachsatz dieses Koheleth-Verses verstanden: ״ ובתו; ישר דבר״ אמתund so ward geschrieben das Gerade: Worte der Wahrheit“, und er hat darum die Monatsschrift, die er einst herausgab, wohl nur im Hinblick auf dieses ובתיב ישר mit dem Namen Jeschurun versehen. Die Geradheit des Schreibens, die in den Worten dieWahrheitsucht und der Wahrheit zum Worte v erhilft, sie ist das ״Erbe Hirschs“, dem unsere Zeitschrift dienen möchte. Was gedenkt unsere Zeitschrift inhaltlich zu bieten? ״Da sah ich und siehe, eine Hand war zu mir gestreckt, und siehe, sie hielt eine Buchrolle. Er breitete sie vor mir aus, und sie war auf der Vorder- und Rückseite beschrieben,!und ihre Inschrift lautete: ״Klagen“ — ״Gedanken“ — und ״werdendes Sein“ — (Jecheskel 2, 9 f.) Klagen wollen wir über die äußere und innere Not, die uns bedrückt. Klagen wollen wir über die wahrhaft katastro-