Nahalat tsevi
- Journal
- Nahalat tsevi
- Volume
- I (5691) 1930/31
- Issue
- Heft 1 (November 1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- Seite 4 (sequence 6)
- Belongs to
- journal issue
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Was wir wollen. Keinem zu Leide, jedem zu Liebe — das ist unser Streben. Die alte Aufgabe des Judentums, inmitten aller Brandungen ■des Kulturlebens sich für sich und für die Welt zu erhalten, erheischt in unseren Tagen neue Formen der Lösung. Was Samson Raphael Hirsch זצ״ל und seine Kampfgenossen zu ihrer Zeit waren, das möchten wir mit schwachen Kräften unserer Zeit anbahnen, damit sie erkenne, was jene Großen ihr heute noch bieten. Wie in all den Gestaltungen des Seelenlebens und des Gemeinschaftswillens der Nachkriegszeit der Weg der Juden zum Juden, zu seiner Gemeinde, zur Welt, zu sich selbst führt, das soll dargelegt werden, damit der wahre דרך ארץ , der jüdische Schritt über die Erde in klaren Umrissen sich zeigt. Wie das geschichtliche Heiligtum der Gemeinde unter der Flagge der Ewigkeitspriester der Thora sich zu formen hat und )wie sie der fragenden Jugend eine göttlich gesicherte Heimstätte bieten kann und muß, soll gezeichnet werden. Keinem zu Leide, jedem zu Liebe. P. K. Geleitwort. Ein unendliches Vertrauen zur Siegerkraft des Wortes kennzeichnet die Lebensarbeit des Mannes, mit dessen unsterblichem Namen diese Zeitschrift sich schmückt. Daß einmal des Wort, das im Anfang der Schöpfung war ja der Schöpfung vorausging und als Organ seines unaufhörlichen Wirkens und Gestaltens die Schriftzeichen des Gottesbuches erkor, wie es die Welt erschuf, so auch über alle Hindernisse hinweg den Zielplan der Schöpfung verwirklichen werde und daß der gewaltigste Hebel der Welten zeugenden, Leben gebärenden, Staat umformenden, Gesellschaft erneuenden Schöpferkraft des Wortes die restlose Vermählung ]Israels mit diesem Worte sei, davon war Rabbiner Samson Raphael Hirsch זצ״ל so tief durchdrungen, daß ein halbes Jahrhundert lang ihn immerfort eine innere Gottesstimme trieb —