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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands · 1921-10-01 · Heft 10 (Oktober 1921) · p. Seite 201

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Journal
Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
Volume
1921
Issue
Heft 10 (Oktober 1921)
Date
1921-10-01
Page
Seite 201 (sequence 13)
Language
German
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— 201 — gesetz geforderte Gemeinschaftschule zu veröffentlichen, obwohl der Artikel noch gar nicht den Schriftleitern vorgelegen hatte. Er wurde vermutlich deshalb abgelehnt, weil der Schreiber als Gegner konfessioneller Schulen bekannt war. Eine weitverbreitete n i c h t j ü d i s c h e Lehrerzeitung brachte in lobenswerter Toleranz die Arbeit als Leitartikel, obwohl sie hauptsächlich die Stellung der jüdischen Lehrer zu diesef Frage erörterte. . Der Artikel wurde nach Abdruck einer jüdisch-liberalen Zeitung zugesandt mit der Bitte, in ihren Spalten davon Notiz zu nehmen, doch er ruht wahrscheinlich sicher im Papierkorb der Redaktion und der Einsender wurde nicht einmal einer Antwort gewürdigt! — III. Haben wir die schweren Gefahren, die besonders den deutschen Juden von den Zionisten drohen, aufgezeigt, haben wir nachgewiesen, daß nicht nur das Judentum, sondern die jüdische Religion durch die Propagierung des Zionismus in allen Landen von ihrer Weltmission abgelenkt wird und abgelenkt werden soll, daß nach dem Willen der Zionisten das israelitische Volk, das selbst von christlichen Theologen, Geschichts- und Kulturforschern ein „Religionsvolk" genannt wird, von dieser Höhe hinabgestürzt und in die Niederungen einer kleinen orientalischen Nation geführt werden 'soll —- ein Ziel, das auch unsere Feinde anstreben —, dann gilt es für uns, die Nichtzionisten, so schnell als möglich diese schweren Gefahren zu bekämpfen. Was ist zu tun? i. Wir brauchen eine Arbeitsgemeinschaft aller Nichtzionisten ohne Unterschied' der religiösen Richtungen, von der Orthodoxie bis zu den Reformern, einen Zweckverband, mit dem einzigen Ziele, unsere schwer erkämpfte Gleichberechtigung als Bürger unseres Vaterlandes mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln aufrecht zu erhalten. 2. Wir brauchen ein Zentral-Presse-Büro, das in den politischen Tageszeitungen und in den besseren und verbreiteten Unterhaltungs- und Fachzeitschriften den zionistischen Parteinachrichten, die gleichfalls in die Tageszeitungen lanziert werden, entgegentritt; insbesondere müssen die zionistischen- Mitteilungen,- daß die Mehrzahl der deutschen Juden und der Juden in außerdeutschen Ländern zur zionistischen Parteifahne schwört, an der Handder Statistik und dem steten Hinweise auf das, was die Juden aller Länder für die Kultur und den Wohlstand ihres Geburtslandes getan haben und noch tun, ständig widerlegt werden.

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