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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands · 1921-04-01 · Heft 4 (April 1921) · p. Seite 81

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Journal
Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
Volume
1921
Issue
Heft 4 (April 1921)
Date
1921-04-01
Page
Seite 81 (sequence 17)
Language
German
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- 81 - denen wir entgegengehen, in Frieden, erfreut durch den Aufbau deiner Stadt, und frohlockend über deinen Gottesdienst> daß wir dort genießen von den Opfern und Pessachlämrnern4' etc. bis: „Gelobt bist du, Ewiger, Erlöser Israels". Man schenkt den dritten Becher ein, spricht den Segen nach der Mahlzeit, vollendet das Hallel (Ps. 115—118) und rezitiert dann den . Liedersegen. Zwischen den vorgeschriebenen Bechern darf man nach Belieben Wein trinken, nur zwischen dem dritten und vierten nicht. Nach dem Genüsse des Pessachlammes darf kein Nachtisch herumgereicht werden Briefkasten. I 1. Frage. Welche Rolle spielt der Teufel in der jüdischen Religion? Bei der Antwort bitten wir besonders Hiob zu berücksichtigen. 2. Frage. Wann tritt zuerst die Taube als Religionssymbol auf? Wie kam wohl das Christentum darauf, gerade die Taube als Versinnbildlichung des Heiligen Geistes zu wählen? Ili-Liegnitz. Vom Büchertisch. Hermann L. Strack. Am 6. Mai vorigen Jahres hat der Geheime Konsistorialrat Dr. Hermann L. S t r a c k, Professor der evangelischen Theologie an der Universität Berlin, einer der im Glücksjahr 1848 Geborenen, das 72. Lebensjahr überschritten. Man sollte meinen, daß er nunmehr, ein überaus arbeitsreiches und gesegnetes Leben zu krönen, wohlverdienter Ruhe pflegen würde. Ist es doch nicht vielen gegeben, ein solches Alter in völliger geistiger und körperlicher Frische zu erreichen. Aber für H e. r'm ann L. Strack bedeutet Arbeit Leben und Ruhe Tod. So überrascht er, der schon oft durch ein zeitgemäßes Buch zu überraschen pflegte, uns gerade jetzt mit zwei Werken, die, so zeitgemäß sie auch sind, doch abseits von jenem Markte liegen, darauf Schwätzer, Dinters und Dintergenossen um vergängliches Lob der Menge tänzeln und buhlen. Wie sagt dqch Friedrich Nietzsche einmal?;^Wo die. Einsamkeit aufhört, da beginnt der Markt und wo der 'Markt beginnt, da beginnt auch der Lärm der großen Schauspieler Vind das Geschwirr der giftigen Fliegen." Diese giftigen" Fliegen zu vertreiben, hat Strack, von einer fast abgöttischen Liebe zur Wahrheit be&eelt und vom großen Ekel vor den Mächlern unserer Tage gewürgt, die Feder zu seinem

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