Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 3 (März 1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 53 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- 53 — teilnehmen, um dafür zu sorgen, daß er wesentlich unter Berufung auf unsere religiösen Ideale geführt wird. In Breslau ist augenblicklich die Frage der jüdischen Schule sehr akut. Eine religiöse Begründung gibt es bei uns dafür nicht, sondern nur vom nationalen und vom orthodoxen Standpunkte aus. Soweit es ausgesprochen orthodoxe Schulen sind, geht uns die Sache an und für sich weniger an, aber bei aller Toleranz gegen die Orthodoxie dürfen wir nicht vergessen, daß unter der schädlichen Wirkung jüdischer Schulen, auch wenn sie orthodox sind, wilr mit zu leiden haben. Die jüdisch-liberale Jugend wehrt sich gegen die Gründung und erwartet von allen liberalen Mitgliedern der Repräsentantenversammlung dasselbe. Wir wollen, daß gerade unsere Jugend schon in der Schule mit Christen zusammen komlmt, wenn sie dort unter Antisemitismus zu leiden hat, so wird sie fürs spätere Leben vorbereitet. Wir Berliner schließen uns der vorgelegten Resolution an. IIIM^ Anlaßlich des PURIM-FESTES richten wir an alle unsere Freunde die herzliche Bitte: Denkt an die finanziellen Sorgen der VERBANDSKASSE Jede einzelne Spende stärkt unsere Arbeit. Alle Einzahlungen erbeten auf das Postscheck-Konto Breslau Nr. 17443 AlfredBerger. ■1^^ Offener Brief an Sr. Ehrwürden Herrn Rab, Dr. Wolf, Dresden, Sehr geehrter Herr Doktor! „Man soll die Jugend durch besondere Hervorhebung des Gottesgedankens nicht vor den Kopf stoßen . . .", so ungefähr lautete einer Ihrer Aussprüche bei Ihrem Vortrage in unserem Breslauer Verein. Dieser Gedanke ist an und für sich sehr gut, da Sie der Meinung sind, daß hierdurch eine große Anzahl von jungen Menschen, die durch die wissenschaftlichen Fortschritte unserer Zeit nicht miehr skrupellos