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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands · 1921-01-01 · Heft 1 (Januar 1921) · p. Seite 6

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Journal
Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
Volume
1921
Issue
Heft 1 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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— 6 - zeugungstreue, ihrem Ideenreichtum und ihrer Werbekraft bleiben, auch wenn sie den Jahren nach ins Alter einrücken, dennoch die richtungweisenden Führer auf dem Wege in die Zukunft hinein. Ihnen folgen heißt ihnen danken für alles, was sie für die Sache, zu der wir stehen, geleistet haben. Cäsar Seligmann möge noch viele Jahre in Jugendfrische Sich dieses schönsten Dankes freuen dürfen! Cäsar Seligmann. Zum 60. Geburtstage von Herrn Rabbiner Dr. Cäsar Seligmann hat der Iii-Frankfurt a. M. ihn zu seinem Ehrenmitglied ernannt und ihm eine Urkunde des folgenden Wortlautes überreicht: „Hochverehrter Herr Rabbiner! Der Jüdisch-liberale Jugendverein Frankfurt a. M. naht sich Ihnen heute an Ihrem 60. Geburtstage mit innigen Glückwünschen. Als dem jüngsten Ihrer geistigen Gemeindekinder werden Sie es ihm nachsehen, wenn er den Tag, den Ihre Bescheidenheit in aller Stille begehen wollte, nach Kinder Art sich zu einem Festtag macht., Nicht ziemt es sich seiner Jugend, in Ihnen den unermüdlichen und unerschrockenen Verteidiger, den begeisterten und hinreißendeil Vorkämpfer des religiösen Liberalismus in Deutschland zu feiern. Nur ehrerbietigen Dank möchte er Ihnen darbringen, für das, was Sie ihm als Vater und Freund, durch Lehre und Beispiel gewesen sind und bleibend sein werden. Das einzige, wpmit er Ihnen alle Ihre Liebe zu lohnen vermag, ist heute noch ein bloßes Versprechen, das Versprechern, daß Ihr reinstes Streben in der jüdischen Jugend ewig sich verjüngend fortleben wird, so daß Sie selber niemals altern können. Als ein geringes Zeichen seiner Dankbarkeit bittet wSie der Jüdisch-liberale Jugendverein Frankfurt a. M., die Ehrenmitgliedschaft anzunehmen; er weiß sich selbst nicht mehr zu ehren an diesem Tage. Mögen Sie, hochverehrter Herr Rabbiner, Ihrer Familie, Ihrer Gemeinde und dem unabsehbaren Heere derer, die Ihnen als dem anerkannten geistigen Führer treueste Gefolgschaft leisten, noch unzählige Jahre in voller Geistesfrische und Schaffensfreude erhalten bleiben. Möge der Allgütige Sie, der gekommen ist, „niederzureißen und auszuroden, um zu bauen und zu pflanzen", uns bleiben lassen „eine eiserne Säule und eine eherne Mauer". In tiefster Verehrung und Dankbarkeit Der Jüdisch-liberale Jugendverein Frankfurt a. M.. den 14. Dezember 1920.

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