Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1920)
- Date
- 1920-12-01
- Page
- Seite 252 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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— 252 — Art einschränken, um unsere Mitglieder irgendwie für die gemeindepolitische Arbeit einzudrillen. Es gibt nur den einen Weg, uns auch für diese zu rüsten, den, das innere jüdische Interesse unserer Mitglieder zu heben. Und das heißt eben, daß wir bei dem System der Kurse und Vorträge bleiben müssen. Dias bedeutet aber natürlich nicht, daß nicht im einzelnen manches anders zu machen ist als im vorigen Winter. Zunächst ist davon auszugehen, daß der schönste Kursus und der schönste Vortrag nichts nützen, wenn niemand zu. ihm hinkommt. Daher muß vom Verein aus etwas geschehen, um mehr Mitglieder als bisher dazu zu veranlassen. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Mittel. Das eine besteht darin, das Vereinsleben im ganzen etwas intimer zu gestalten, das Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Mitglieder zu erhöhen, mehr persönliche Fühlungnahme der Mitglieder untereinander herbeizuführen. Dadurch würden alle Vereinsziele bedeutend gefördert werden. Zu diesem Zweck soll vor allem das Vereinslokal wieder jederr Dienstag den Vereinsmitgliedern und Gästen offen stehen. Es wäre schön, wenn sich bei recht vielen Iii-Mitgliedern die Vorstellung herausbildet, daß der Dienstag abend eben dem Iii gehört. Alle 14 Tage soll nach wie vor ein Vortrag sein. An den anderen Dienstagen, also ebenfalls alle 14 Tage, soll ein fortlaufender Kursus stattfinden und danach ein geselliges Zusammensein, bei dem etwas für gesellige Anregung und Abwechslung zu sorgen sein wird. Außerdem muß aber eine systematische Propaganda- Arbeit des Ausschusses einsetzen, um die Mitglieder dadurch, daß man persönlich mit ihnen in Berührung tritt, wieder mehr für den Verein und seine Ziele zu interessieren. Schließlich noch ein paar Worte über die Vorträge und Kurse. Welchen Zwecken sie dienen sollen, habe ich ja bereits ausgeführt. Wertvoller für ihn sind die Kurse. Für diejenigen, die dem Iii dauernd nur einen Abend opfern können, soll Dienstag wieder ein den ganzen Winter über dauernder I4tägiger Kursus sein. Für diejenigen, die in der Lage sind, einige Zeit auch einmal einen zweiten Abend jüdischen Dingen zu widmen, sollen im Laufe des Winters vier nur acht Wochen dauernde achttägige Kurse stattfinden. Daneben soll eine größere Anzahl von Vorträgen auch denjenigen, die an keinem Kursus teilnehmen, Gelegenheit geben, sich über alle möglichen jüdischen Fragen auszusprechen. Es ist deshalb besonders der für eine anschließende Debatte geeignete Vortrag zu pflegen und als