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Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands · 1920-08-01 · Heft 8 (August 1920) · p. Seite 153

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Journal
Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
Volume
1920
Issue
Heft 8 (August 1920)
Date
1920-08-01
Page
Seite 153 (sequence 13)
Language
German
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— 153 — Also nur, weil diese Stelle im Königsbuch als Beweis vorhanden ist, bedeutet diese Stelle Beschädigung durch den Zahn. Worauf sollte es sich denn sonst beziehen? Für die Beschädigung durch Horn und Fuß sind ja Stellen in der Thora vorhanden, nun könnte man glauben, auch das „Abweiden" beziehe sich durch die Beschädigung durch den Fuß. Das „hinschickt4' bedeutet, wenn es der Eigentümer hintreibt, das „abweidet", wenn es von selbst hinläuft. So wird durch die Anwendung des Verses aus dem .Königsbuch gelehrt, das „abweidet" Schädigung durch den Zahn bedeutet. Da es also hier auf die Beschädigung durch den Zahn bezogen wird, so wäre noch festzustellen, wie es auch auf die Beschädigung durch den Fuß bezogen werden kann. Es ist bei der Beschädigung durch den Zahn gleichgültig, ob das Tier von selbst gegangen ist, oder hinaufgetrieben ist, ebenso bei der Beschädigung durch den Fuß. Demnach wäre in dem Verse Ex. 22,4 ein Ausdruck überflüssig, entweder „hinschickt" oder „abweidet", denn* in dem hinschicken liegt zugleich das abweiden, was aus den beiden folgenden Schriftversen hervorgeht. (Jes. 32, 20) die den Fuß der Rinder und der Esel schicken, und Dt. 32, 24 den Zahn der Tiere werde ich auf sie schicken. Wenn nicht dieser überflüssige Schriftvers wäre, so würde man geglaubt haben, der eine Ausdruck beziehe sich auf die Beschädigung durch den Fuß als eine naturgemäße Schädigung durch das Tier, oder auf eine Schädigung durch den Zahn, durch die das Tier einen Genuß hat, darum sind beide Ausdrücke nötig. Bücherschau von L. Ries- Frankfurt a. M. J u d e 111 u m u nd Z i o n i s m u s v. Dr. Eduard Strauß. (Verlag J. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1919. 42 Seiten.) Preis 2 Mk. Diese Schrift birgt Tiefstes und Letztes. Weit weg von der Polemik der Tagespresse, dem oberflächlichen Für und Wider von Demagogie zieht sie ihre Bahn. Die da mit Phrasen aufzutreten belieben, hier wie da, sie werden nichts für sich finden. Die Darlegung geht geradeaus in die Tiefe. So trifft sie den Kern. Und darum ist sie für Oberflächliche nicht geeignet, und darum lege sie der wieder weg, der nach Schlagwörtern sucht. Wem es aber um den Ewigkeitsglauben an sein Judentum ernst ist, und wer die tiefstinnere Krise des Zionismus erkennen will, der nehme sie sich vor in geruhiger Stunde. Er wird die Wärme pulsierenden Lebens verspüren und in diesem

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