Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 3 (März 1920)
- Date
- 1920-03-01
- Page
- Seite 52 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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— 52 — stellen aller Art. Der Verein hat mit einer großen Anzahl von technisch-industriellen Unternehmungen Abkommen1 geschlossen, daß diese alljährlich mehrere jüdische Lehrlinge in ihren Betrieben aufnehmen, um so die jungen schulentlassenen Menschen vor dem Eintritt in die überfüllten kaufmännischen Berufe zu bewahren, dem Handel zu entziehen, und dem nutzbringenden Berufe des gelernten, technischen Arbeiters zuzuführen. Eine große Unterstützung für den Verein wäre es ferner, wenn die Abteilung Schreibstube, in der von vorübergehend Stellunglosen Schreib- und Maschinenarbeiten aller Art angefertigt, Reklamen usw. versandt werden, mit einschlägigen Aufträgen versehen würde. In den Räumen des Arbeitsnachweises befindet sich auch die von der Hauptstelle für Berufsberatung der Juden eingerichtete Berufsberatungsstelle für Groß-Ber- 1 i n. Sie erteilt kostenlos Auskunft in allen die Berufswahl betreffenden Fragen, insbesondere für Kriegsteilnehmer: Knaben und Mädchen, die vor der Schulentlassung stehen, erhalten hier Rat, welchem Beruf sie sich widmen sollen, nachdem sie eingehend auf ihre Fähigkeiten und Veranlagung geprüft sind, und werden dann gleichzeitig in diesem Berufe untergebracht. Sprechstunde des Berufsberaters undv Generalsekretärs des Vereins: Montag und Donnerstag von 2 bis 3 Uhr. B r u n o H. W o 1 f f. Schrifttum und Literatur* An den Sabbathen im März werden aus der Thora Abschnitte vorgelesen, die sich zum größten Teil mit der Beschreibung, der Anfertigung und der Aufstellung des „Zeltes der Zusammenkunft" (Stiftszeltes) sowie mit Opfergesetzen beschäftigen. Nur im ersten Wochenabschnitt in der Erzählung vom goldenen Kalb sind Stellen enthalten, die unser religiöses Interesse noch heute erregen. Außer diesen Wochenabschnitten, die enthalten sind in 2. Mose 30, 11—Ende und 3. Mose Kapitel 1—8, werden noch besondere Abschnitte vorgelesen, die aber für uns kein besonderes Interesse haben. Wir führen einige von den Opfer* gesetzen an, um unseren Lesern zu zeigen, was unsere Vorfahren beim Gottesdienst für unerläßlich hielten, womit sie glaubten, Gott in Wahrheit zu dienen und um dessen Wiedereinführung noch heute in allen nicht fortschrittlich gesinnten Gemeinden gebetet" wird, wir sind überzeugt, daß die klare