Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Jüdisch-Liberaler Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 5 (November 1919)
- Date
- 1919-11-01
- Page
- Seite 32 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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32 auf den Herren harren, gewinnen stets neue Kraft, erheben die Schwingen, wie Adler, sie laufen und ermüden nicht, sie gehen und ermatten nicht. Nachtrag aus Thora und Haphtara früherer Monate. Deut eronomium 4,5—8. Siehe, ich lehrte euch Gesetze und Rechte, so wie mir der Ewige, mein Gott, geboten, daß ihr sie ausüben sollt in dem Lande, in welches ihr kommen werdet, um es einzunehmen. So haltet sie nur und tuet sie; denn das wird eure Weisheit und eure Einsicht sein vor den Augen der Völker, wenn sie vernehmen alle diese Gesetze; siewerden sprechen: „Wahrlich, das ist ein weises und verständiges Volk, eine große Nation!" Deuteronomium 4,29. Von dort werdet ihr aber dann suchen den Ewigen, euren Gott, und — du wirst ihn finden, so du ihn suchest mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele. Deuteronomium 4,31. Denn der Ewige, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird von dir nicht lassen und wird dich nicht verderbender wird des Bundes mit deinen Vätern nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat. Deuteronomium 4,35. Dir ist es gezeigt worden, auf daß du erkennest, daß der Ewige Gott ist, und keiner mehr außer ihm. Deuteronomium 4,39. So erkenne heute und nimm es dir zu Herzen, daß der Ewige Gott ist, im Himmel oben und auf Erden unten, und keiner mehr. Deuteronomium 7,9. So erkenne denn, daß der Ewige, dein Gott, (allein) Gott.ist, der treue Gott, der da bewahret den Bund und die Gnade denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, bis ins tausendste Geschlecht; der aber seinen Feinden ins Angesicht vergilt, sie zu vertilgen; nicht zögert er mit seinem Feinde, ins Angesicht vergilt er ihm. Deuteronomium 8,7—10. Denn der Ewige, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land mit Wasserbächen, Quellen und Seen, die aus dem Tale und dem Gebirge hervorkommen; ein Land des Weizens und der Gerste, des Weinstocks und des Feigenbaums und der Granate, ein Land der Oliven und des Honigs; ein Land, in dem du nicht kümmerlich Brot essen wirst, in dem dir nichts mangeln wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind, aus dessen Bergen du Kupfer haust. Wenn du aber issest und satt wirst, so preise den Ewigen, deinen Gott, für das gute Land, das er dir gegeben hat. Deuteronomiumn, 10—12. Denn das Land, in welches du kommst, um es einzunehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, von dem ihr ausgezogen seid, wo du säetest und mit deinen Füßen (hingehen und) deine Saat bewässern mußtest, wie einen Krautgarten. Das Land, in das ihr kommet, um es einzunehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern; vom Regen des Himmels trinkt es Wasser; es ist ein Land, das der Ewige, dein Gott, versorget; beständig sind die Augen des Ewigen auf dasselbe gerichtet, vom Anfange bis zum Ende des Jahres. \ Deuteronomium 13,1. Alles, was ich euch gebiete, sollt ihr beobachten und befolgen; du sollst nichts dazu tun, und nichts davon nehmen. Deuteronomium 14,1. Kinder seid ihr des Ewigen, eures Gottes. Ihr sollt euch keine Einschnitte mächen und keine Glatze scheren zwischen euren Augen wegen eines Toten. Denn ein heiliges Volk bist du dem Ewigen, deinem Gotte, und dich hat der Ewige erwählt, daß du das Volk seines Eigentums seiest aus allen Völkern, welche auf der Oberfläche des Erdbodens sind. Deuteronomium 14,22. Verzehnten sollst du allen Ertrag deiner Saat, die auf deinen Feldern wächst, Jahr für Jahr. Deuteronomium 14,28. 29. Dann komme der Levite (denn er hat keinen Anteil und Besitz bei dir) und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind und sie sollen essen und satt werden; auf daß der Ewige, dein Gott, dich segne in allem Werke deiner Hände, das du unternehmen wirst. Deuteronomium 15,1—11. Am Ende von sieben Jahren sollst du Erlaß halten. Mit dem Erlasse ist es aber also: Es erlasse jeglicher Schuldherr das Darlehn, das er seinem (Nächsten geliehen; er soll seinen Nächsten und Bruder nicht (zur Bezahlung) antreiben; denn es ist Erlaß verkündet, dem. Ewigen zu Ehren. Den Ausländer magst du (zur Bezahlung) antreiben; was du aber an jdeinem Bruder zu fordern hast, soll deine Hand erlassen. Es wird jedoch kein Dürftiger unter dir sein, denn der Ewige, dein Gott, wird dich segnen in dem Lande, welches er dir zum Eigentum gibt, daß du es besitzest; aber nur wenn du der Stimme des Ewigen, deines Gottes, gehorchest, indem du beobachtest und ausübest dieses ganze Gebot, welches ich dir heute gebiete. Wenn unter dir ein Dürftiger ist, irgend einer deiner Brüder in einem deiner Tore, in dem Lande, welches der Ewige, dein Gott, dir gibt: so verhärte nicht dein Herz £ind verschließe nicht deine Hand vor deinem dürftigen Bruder; sondern