Palästina-Nachrichten
- Journal
- Palästina-Nachrichten
- Volume
- 1 (1934)
- Issue
- Heft 15 (18.11.1934)
- Date
- 1934-11-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
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Banken - Geldverkehr Die U*decueUt4*üu^cH u*ddeu: Palestine Electric Corp.' Die Ges., der als Konzessionarin das Monopol der Stromversorgung ganz Palestinas mit Ausnahme Jerusalems zusteht, hat 1933 einen Rohgew. von £P 149 300 (83 500) erziel», woraus erstmalig seit der vor elf Jahren erfolgten Gründung eine Dividende von 5°/o auf die StA. ausgeschüttet werden kann. Der Stromabsatz hat sich infolge des in allen Wirtschaftszweigen Palästinas verzeichneten Aufschwungs gegen das Vorjahr um 74% gehoben. Die Zahl der Abnehmer stieg um 45°/o. Für den Betrieb von Bewässerungsanlagen erlangt die elektrische Kraft wachsende Bedeutung. So wurde für diesen Zweck wieder die Hälfte des gelieferten Stromes verwandt, während ein Drittel von Industrieunternehmen verbraucht wurde. Die Gesellschaft beabsichtigt zwecks Finanzierung einer Reihe größerer Erweiterungsbauten ihr Kapital durch Emission neuer Aktien um £P 300 000 zu erhöhen. Frkf. Ztg. „Egged", die Transportkooperative . . . Tel-Avlv (Palnews) Die Zahl der jüdischen und arabischen Chauffeure in Palästina ist auf ungefähr 5 000 zu schätzen, dazu kommen noch rund 5000 Mechaniker, Angestellte Brennstoffverkäufer usw. Die Zahl der vom Transportwesen lebenden Familien beträgt also ungefähr 10 000. Viele deutsche Juden haben als Chauffeure und in den anderen Positionen des Transportwesens Unterkunft gefunden. Die Angestellten und Arbeiter des Transportwesens beziehen jährlich £P 900 000 an Gehältern, die Hälfte davon entfällt auf die Chauffeure. Die Fahrkosten in Palästina sind sehr billig, Palästina und Syrien haben die niedrigsten Fahrpreise der Welt. Jeder Autobus kostet £P 1 000, seine Lebensdauer beträgt 3 Jahre. 20% der Bruttoeinnahmen geht für die Brennstoffzölie an die Regierung ab. Die Regierung erhebt außerdem einen Zoll auf Automobile und Automobilteile in Höhe von 25% ad valorem. Die Regierungseinnahmen aus dem Automobilverkehr im Jahre 1933 belaufen sich auf £P 460 000: Benzinzoll £P 305 467 ^der Wert des eingeführten Benzins beträgt £P 177 408!), Autoobilzoll £P 90 767, Autoreifenzoll £P 18 914, Fette und Autoteile £P 25 000, Lizenzgebühren £P 20 000. Im Jahre 193 4 werden sich die Regierungseinnahmen aus dem Automobilverkehr auf mindestens £P V2 Million erhöhen. Die „Egged" z. B. zahlte 1933 an Chauffeurgehältern £P 17 506, an Chauffeure und Arbeiter zusammen £P 20 000, während die Regierung allein für Benzinzölle von der „Egged" £P 21 000 erzielte. Aus einer Einnahme von schätzungsweise £P 500 000 im Jahre 1934 setzj die Regierung für Strafjen- und Brückenbau £P 90 000 (gegenüber £P 91 356 zur Deckung des Eisenbahndefizits) und für Sfrafjenerhaltung und -reparierung £P 105 000 aus. Sie behält daher aus dem Automobilverkehr einen Ueberschurj von £P 300 000 in der Kasse. Gesetze — Regierungsfinanzen Rechtshilfe zwischen Palästina und den spanischen Kolonien Der Staatsvertrag zwischen Großbritannien und Spanien über gegenseitige Rechtshilfe in Zivil- und Handelsrechtssachen, der sich seit dem 10. April 1932 auch auf Palästina erstreckt, ist jetzt auch auf die Rechtsbeziehungen zwischen Palästina und den spanischen Kolonien ausgedehnt worden. Gerichtskostenvorschüsse In einer Verordnung der obersten Justizbehörde sind Vorschriften über die Zahlung von Cerichtskostenvorschüssen veröffentlicht worden. Das Urheberrecht an „Schlagern" Die Librettisten und Komponisten von „Schlagern1', die heute auch in Palästina und in hebräischer Sprache sehr zahlreich das Licht der Welt erblicken, haben sich zwecks Schutzes ihrer Urheberrechte zu einer „Agudath-Kompositorim Ummechabrim" (Aku) vereinigt. Insbesondere will man erreichen, dafj sich die einheimische Schallplattenindustrie zur Zahlung von Tantiemen entschließt. Barclay'S Bank in Palästina Die Palästina-Filialen (Jerusalem, Tel-Aviv usw.) der Barelay's Bank (D. C. & O.), die bisher der ägyptischen Niederlassung in Alexandrien unterstellt waren, sind von jetzt an direkt der Londoner Hauptverwaltung untergeordnet, ein Beweis der außerordentlich gestiegenen Bedeutung des Palästina-Geschäfts. Neue Versicherungsgesellschaft Die Versicherungs-Aktiengesellschaft BNali'cQi__The National i J^ncLJnsuwnc^Xo^td/, die vor kurzem mit 100 000 £P Aktien- J Kapital errichtet wurde, hat ihren Betrieb mit Niederlassungen in f Tel-Aviv und Jerusalem am 2. Oktober aufgenommen. Verkehrswesen Ein zweiter Dampfer auf der Linie Konstanxa-Haifa — Der von Konsfanza nach Haifa regelmäßig verkehrende Palästina-Dienst der Polnisch-Transatlantischen Schiffahrtsgesellschaft soll demnächst durch Einstellung eines zweiten Dampfers neben der die Linie jetzt befahrenden „Polonia" erweitert werden. Geplant ist die Einstellung^des Dampfers „Kosciusko" derselben Gesellschaft, der bisher in der Amerikafahrt tätig war. Neue Lagerhäuser im Jaffaer Hafen Die „Levant Bonded Warehouses Company, Lfd." hat im Jaffaer Hafengelände neue Lagerhäuser in der Boutmeh-Strarje und in der König-Feisal-Strafje in Betrieb genommen. Neue Straßenverbindung nach Tel-Mond Die rasch aufstrebende jüdische Kolonie Tel-Mond wird durch eine Aufo-Strafje von 15 Metern Breite einerseits an die Bahnstation Kalkilia (Strecke Haifa-Ludd), andererseits an die Autostraße Tel-Aviv-Chedera angeschlossen werden. Industrie und städtische Kolonisation Eine bedeutende Kabelfabrik Unter der Firma „The Palestine Electric WireJTo. Lfd." wurde in Haifa eine Fabrik zur Herstellung isolierter Leitungen für elektrische Installationen und verwandter Artikel gegründet. Das Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf £P 25 000, die Leitung des Unternehmens liegt in den Händen der beiden aus Deutschland stammenden Ingenieure Dr. Ing. A. Broido und Dipl.-Ing. A. Rosenberg. Das erste Automaten-Restaurant Palästina Demnächst wird in Tel-Aviv, am Schnittpunkt der Allenby-, der Bialik- und der Bezalel-Strafje das erste Automaten-Restaurant Palästinas eröffnet werden. Es fehlt an Arbeitern Bei einer Enquete der Jewish Agency» die sich auf die 1 077 wichtigsten Betriebe der jüdischen Industrie Palästinas Erstreckten, wurde festgestellt, dafj bei einem gegenwärtigen Arbeitnehmerbestande von 13 598 Personen noch 5 331 Arbeitsplätze vakant sind, die infolge der Einwanderungs-Restriktionen nicht besetzt werden können. Sogar privater Straßenbau Als Tochtergesellschaft der „Industrial and Financial Corporation, Ltd.", Jerusalem, ist soeben in Jerusalem die »Palestine Road Consfruction Company. Ltd." mit 30 000 £P Grundkapital errichleT* woreferw die "sich gemeinsam mit dem Shell-Konzern dem Bau von Asphaltstrafjen in Palästina widmen wird. Neue pharmazeutische Fabrik In Rechowoth ist unter der Firma „Tamar" eine neue pharmazeutische Fabrik eröffnet worden, die insbesondere Lösungen, Salben, Tabletten herstellt. Die neue Eisengießerei in Haifa -Die „Palestine Foundries and Mefal Works, Ltd." in Haifa, die am 5. "Klovember ihr A.-K. von 30 000 auf 45 000 £P erhöht hat, wird noch im Laufe des November den Betrieb der Eisengießerei und des Emallierwerkes aufnehmen, während die Maschinenfabrik und das Blechwalzwerk im Laufe von 1935 eröffnet werden sollen. Zunächst werden 100 Arbeiter beschäftigt werden. Die Regierung hat dem Unternehmen einen Schutzzoll von 12°/u für seine Produkte zugesagt. 5