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Palästina-Nachrichten · 1934-11-18 · Heft 15 (18.11.1934) · p. Seite 6

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
1 (1934)
Issue
Heft 15 (18.11.1934)
Date
1934-11-18
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Industriell« Initiativ« der deutsch-jüdischan Einwanderer Wie ein offizieller Bericht besagt, wurden in den ersten sieben Monaten in Palästina 115 größere Industriebetriebe neu errichtet, darunter 62 von deutschen Juden. Unter den deutschjüdischen Industriegründungen stehen an der Spitze 9 Betriebe der chemischen Industrie, 9 der Metallindustrie, 6 der graphischen und Bürobedarfs-Industrie, 6 der Nahrungsmittelindustrie, 4 der Baubedarfsindustrie, 4 der Bekleidungsindustrie. Neu« Spritfabrik in Risdhon-Ie-Zion? Eine Gruppe französisch-jüdischer Fachleute und Kapitalisten verhandelt gegenwärtig mit den zuständigen Stellen über die Errichtung einer neuen Spritfabrik in Rischon-Ie-Zion. Außenhandel Japan erobert einen neutn Markt Japans Export nach Palästina zeigt weiter steigende Tendenz. Er entwickelt sich wie folgt: davon Import aus Japan £P 176 000 £P 350 000 £P 121866 In °/o 2,23 3,15 3,67 Gesamtimporf Palästinas 1932 £P 7 769 000 1933 £P 11 123 000 1934 1. Quart. £P 3 322 000 Im Mai 1 9 3 4 hat sich der palästinensische Import japanischer Waren auf iP 69 214 (gßWU ,Gm#m\mti^tfi Jgew' steigert. Polen ein wichtiger Geschäftspartner Polens Aufjenhandel mit Palästina betrug in Mill 72 t. Einfuhr aus: Ausfuhr nach: 1933 1934 1933 1934 0,5 0,9 4,1 6,8 Die verhältnismäfjig grofje Ausfuhr nach Palästina stellt, wie amtliche Stellen berichten, einen Sonderfall dar: sie ergibt sich aus den engen wirtschaftlichen Verbindungen so vieler polnischjüdischer Auswanderer nach Palästina mit ihrer polnischen Heimat. Aber sie ist auch ein Ergebnis kluger Handelspolitik. Denn die polnische Regierung soll sich, wie Palnews melden, in Verhandlungen mit dem z. Z. in Warschau anwesenden Vorsitzenden der palästinensisch-polnischen Handelskammer, Herrn M. Chelouche, bereit erklärt haben, unabhängig vom Verlauf der polnischen Handelsvertragsverhandlungen mit Spanien den Orangenzoll von 2,20 Zloty (ca. 85 Mils) auf 0,60 Zloty (ca. 23 Müs) zu ermäßigen. Auch die Kontingentmenge soll in befriedigender Höhe festgelegt werden. Üeber den Grapefruitzoll, den die polnische Regierung bekanntlich bereits im letzten Jahre reduzierte, ist noch nicht verhandelt worden. Erste Rohöl-Ladung verläßt Haifa Nachdem die Erdöl-Pipe-Line Kirkuk—Haditha-Haifa am 14. Oktober in Betrieb genommen worden ist, folgte am* 25. Oktober die erste Rohöl-Verschiffung im neuen Haifer Oelhafen, und zwar auf dem französischen Tankdampfer „Vendemiaire" mit dem Bestimmungshafen Le Havre. Immer wieder schwere''Stockungen im Hafenbetrieb Die Handelskammer Jaffa—Tel-Aviv hat der Regierung eine dringliche Beschwerde unterbreitet, worin sie auf die unerträglichen Stockungen hinweist, die für den Baubedarfsimport (Zement, Eisen, Holz) infolge der Umleitung des Massengüterverkehrs über Haifa entstanden sind. Die Raumverhältnisse im Haifer Hafen werden als völlig unzulänglich bezeichnet und ebenso wird an der unzureichenden Waggongestellung der Bahnverwaltung scharfe Kritik geübt. Wie die Beschwerdeschrift nachweist, verursacht der heutige Zustand Sonderkosten an Fracht und Lagergeld, die weder dem Einfuhrhandel noch seinen Abnehmern zuzumuten sind. Nachbarlander Syrien Japan auch hier im Vormarsch Japanische Waren haben in den letzten Jahren auf dem syrischen Markt in immer stärkerem Mafje Fufj gefafjt und einen bedeutenden Anteil am Import Syriens an sich gerissen. Dieser Anteil weist im Laufe der Jahre folgende Entwicklung auf: Anteil Einfuhr Syriens insgesamt davon aus Japan Japans in % 1928 Lsyr. 65 868 000 Lsyr. 746 000 1,1 1929 „ 72 998 000 „ 1 613 000 2,2 ^-1930 63 526 000 „ 2 622 000 4,0 1931 „ 57 96? 000 „ 3 248 000 5,6 1932 48 500 000 „ 3 240 000/ 6,6 1933 „ 45 176 000 „ 3 196 0Ö0 7,0 Trotz des Rückganges des syrischen Importes seit dem Jahre 1930 hat sich der japanische Export nach Syrien gegenüber 1929 verdoppelt und sich in den letzten drei Jahren auf der Höhe von rund Lsyr. 3,2 Millionen gehalten. Der prozentuelle Anteil des japanischen Exportes nach Syrien erhöht sich daher von Jahr zu Jahr. Die amerikanische „Standard-OiT-Gruppe will das lange erörterte Projekt einer Petroleumraffienerie in Tripoli, wo bekanntlich der syrische Zweig der Irak-Pipe-Line mündet, nunmehr aus eigenen Mitteln verwirklichen. Ägypten Die organisatorischen Vorarbeiten für die Gründung einer ägyptischen Superphösphat-Fabrik schreiten infolge der Initiative der Königlich-Aegyptischen Landwirtschaftsgesellschaft sichtbar vorwärts. Das erforderliche A.-K.. von 100 000 £E kann bereits für gesichert gelten. Der Standort der neuen Fabrik soll sich unweit von Suez befinden. Bisher hat Aegypten jährlich für etwa 50 000 £E Kunstdünger importiert. Cypern Die Regierung plant Restriktionen der neuerdings zunehmenden Einwanderung. Insbesondere beabsichtigt sie eine Kontrolle der Bodenverkäufe. Die Kapitalrsten-Einwanderung soll nicht behindert werden. Irak Bei Basra wurden neue Erdölvorkommen entdeckt, mit deren Prüfung die im Irak tätigen englischen Gesellschaften zurzeit noch beschäftigt sind. TATTERSALL LICHTERFELDE.WEST Weddigenweg 10a / O 3. 0188 Pächter: Dir. Franz Ackerl, ehem. span. Reitschule Wien Schön« P«nsienMtälU. B«st« V«rUihpf«rd« irstklasa. Unter rieht im R«rt*n u. 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