Mannheim
Compact Memory

Palästina-Nachrichten · 1934-09-06 · Heft 11 (6.9.1934) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
1 (1934)
Issue
Heft 11 (6.9.1934)
Date
1934-09-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2550047-2550048-2550059--098-2550256
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

El-Jish: „The National Millsand Oil Factory", (Mühle und Oelpresse). Petach. Tikwah: „Podbeilsky 6f Vilentchuk", (Möbelfabrik). — „Spirits Factory, Mirzekodoff Brothers", (Spirituosen- und Likörfabrik). Rischon-Ie-Zion: „Hasorgion", (Textilwarenfabrik). — Rechowofh: „Haossew Liknoitzky & Co.", (Getreide- und Mehlhandlung). — „Hawenia", (elektrotechnische Werkstaft). B e i t D a j a n: „AI Tewfic Company", (Fahrrad- und Sprechmaschinenhandlung und Reparaturwerkstaft). Jerusalem: „Mustafa and Muhammad Djabsheh & Co.", (Grobhandel und Kommission aller Art). — „Comptoir Frarrco- Palestinien, Levy Bros & Co.", (Im- und Export chemisch-pharmazeutischer Artikel). — „Dentamaro & Cartareggia", (Bauunternehmung; Jerusalemer Zweigniederlassung des in Alexandrien domizilierenden Hauptgeschäfts). Genossenschaften („Cooperative Societies") T e I - A v i v Mifal Habatim Hameshutafim be-Tel-Aviv Gimal Ltd. Co-operative Hatofrot shel Hapoel HamizrahiUd. Nagariah shel Hapoel Hamizrahi be-Tel-Aviv Ltd. Mereaz haco-operazia limlaha haroshet ve-sherutim ziburyim brit pikuah Ltd. RamathGan Nezah Ltd. Wohnungsbaugenossenschaft Schneidergenossenschaft Tischlergenossenschaft Genossenschaftvon Handelsfirmen zwecks gemeinschaftlicher Bücherrevision i Darlehns- und Versicherungsgenossenschqft T e I - A v i v: „Neve Ltd." (Wohnungsbaugenossenschaft). — „Aguda Shelufit Haklait Hayarkanim Haivrim be-Erez-Jsrael Lid." (Landwirtschaftliche Kleinsiedlungs-Genossenschaft). Migdal: „Efrayim, Ltd." (landwirtschaftliche Siedlung). Pefach-Tikwah: „Habasar Lfd." (Fleischergenossenschaft). Ben-Schemen.- „Aguda Shetufit Le-Mimun Ule-Hakla ut, Ltd." (Spar- und Kreditgenossenschaft). Haifa: „Hacarmel Lasha'auan, Ltd." (Personen-Güterbeförderung). Kfar-Brandeis: „Aguda Shetufit Le Kispur Ule Hakla'ut, Ltd." (Spar- und Kreditgenossenschaft). Kadima: „Kadima, Ltd." (Wassergenossenschaft). Amtlich registriert wurden die Palästina-Niederlassungen der „Holland Bank Union", einer niederländischen Aktien-Bank, vertreten durch Erwin Freund in Haifa, und der ^British Oak Insurance Cov Ltd.", einer britischen Versicherungsgesellschaft, vertreten durch D. S. Moses in Jerusalem. Jerusalem: „Jam'iyat Liyarat At'Taksi At Ta'awuniya, Ltd", (Personen- und Güterbeförderung). Tel-Aviv: „Marcolet Agnda She Anfit, Ltd", (Einkaufsgenossenschaft des Einzelhandels). / Au üusece- Jßesw! Was wollen Sie von Palästina wissen? Die P.N. erscheinen fast ein halbes Jahr und brachten Aufsätze, Beschreibungen, Statistiken, Bilder, Nachrichten etc. aus der Palästina-Wirtschaft und der seiner Nachbarländer. Ihre Meinung, Ihre Wünsch«, Ihre Kritik und Anregungen interessieren uns. Bitte schreiben Sie an die Redaktion: Dr. E. F. Ascher, Berlin W 15 Kurfürstendamm 224 Kapitalerhöhungen Tel-Aviv: „The Palestine Trust Co. Ltd.", von 5000 auf 10 000 £?. — „King Solomon Bank, Ltd.", von 10000 auf 30 000 iP. — „Hasharon Piatations, Ltd.", von 10 000 auf 25 000 £P. Jaffa: „Arab Agricultural Bank, Ltd., von 80 000 auf 200 000 £P. Firmenauflöcungen Tel -Aviv : „Hagalil, Ltd." (Transportgenossenschaft); in Liquidation getreten. — „Misrad Le'avodot Heshmal Maor", im Einverständnis der Gesellschafter aufgelöst. Jaffa-. „AI Abbassieh Co-operative Society, Ltd." Nach beendeter Liquidation im Genossenschaftsregister gelöscht. Das Distriktgericht Jaffa hat am 19. Juli das Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Solomon Kriehiloff in Ness-Ziona eröffnet. Jerusalem: „Tamari and Lenisaiah Morticulture" im Einverständnis der Gesellschafter aufgelöst. Das Hotel- und Pensionsgewerbe in Palästina (Fortsetzung aus Nr. 10) Wenn man die Frage stellt, wie weit das Hotelgewerbe noch ausdehnungsfähig ist, so muß man folgende Momente in Betracht ziehen: 1. den Touristenstrom, 2. die Einwanderung, 3. den innerpalästinensischen Touristenverkehr. 1. Was den Touristenstrom betrifft, so ist dieser konjunkturbedingt. Besonders „Cooks Touristen" haben sich unter dem Einfluß der Weltkrise stark vermindert. Dagegen wurde ihr Platz eingenommen von der „jüdischen" Touristik, die unter dem Eindruck der jüdischen Lage in der Welt ein starkes Interesse an Palästina nimmt. Ähnliches kann gesagt werden über die Wirtschaftstouristen, die von den Zeitungen über die Insel der Prosperität im Weltmeer der Krise angelockt, ein praktisches Interesse am Lande haben und Veranstaltungen wie die Levante-Messe in Tel Aviv zu einem Besuch des Landes benutzen. Man darf annehmen, daß dieser Touristenstrom anhalten und allmählich wachsen wird. 2. Für den Einwanderer ist das Hotel eine Durchgangsstation, bis er eine dauernde Unterkunft gefunden hat. Es wird immer ein Bedarf dieser Art geben, doch ist es fraglich, ob seine gegenseitige Intensität anhaltert wird, besonders nach einer Sättigung des Wohnungsmarktes. Es gibt heute eine große Anzahl von „Pensionen", fast in jedem zweiten Hause eine, die wohl ausschließlich von der „Durchwanderung" leben, und von denen bei einem Nachlassen der Alijah ein Großteil verschwinden dürfte. Hingegen dürfte sich die Möglichkeit erschließen für eine Pension, die gegen mäßige Preise (ca. 8 £P) kinderlosen Ehepaaren, Junggesellen, älteren Pensionisten, Angehörigen des besseren Mittelstandes ein entsprechendes Heim bietet. 3. Die Lage im Auslande einerseits, der steigende Komfort innerhalb des Landes andererseits, veranlassen viele Palästinenser (und auch schon Ägypter) statt in Europa, ihre Ferien in Palästina zu verbringen. In dieser Richtung wird der Karmel, Tel-Aviv-Strand und Nathania einen steigenden Bedarf aufweisen. Neue Punkte werden entstehen. So hört man von einem Amerikaner, der ein Hotel in Atlith bauen will. Man kann also sagen, daß in Jerusalem und Tel Aviv sicher noch Platz ist für je ein gutes Hotel der Klasse IIa, während Haifa durch seinen Hafen bald einen größeren Bedarf in dieser Richtung verzeichnen dürfte. Daneben wird noch Platz sein für einige, von vornherein richtig geplante „Heim"- Pensionen. jJDas Planen eines Hotels ist natürlich mit größten Schwierigkeiten verbunden, denn bisher sind nur die wenigsten Hotels (King David, San Remo, Eden, Käfhe Dan usw.) in Gebäuden untergebracht, die von Beginn für ihre Bestimmung geplant waren, während die meisten erst für ihre Zwecke adoptiert wurden, was auch immer wieder der Fall sein wird bei Unternehmern, die nicht selbst für sich bauen können, und das ist nur bei einer ganz kleinen Anzahl in Palästina der Fall, wo Kapitalisten bodenständigen und bewährten Hoteliers moderne, zweckentsprechende Gebäude gegen Miete zur Verfügung stellen. Schwierigkeiten anderer Art für den Unternehmer bietet das Persqnglproblem. Es gibt natürlich nur eine geringe Anzahl von Juden, die als Hotelköche, Kellner usw. Erfahrung besitzen, da besonders der Kellnerberuf oft nur als Durchgangsstadium zu etwas „Besserem" erachtet wird. Es wird hier natürlich an den Unternehmern liegen, sich ihr Personal zu erziehen und durch entsprechendes Entgelt für ihre Betriebe zu sichern. Man kann sagen, daß die Unternehmer, die diese Politik verfolgt haben, sicherlich dabei gut gefahren sind. Es wäre wichtig, wenn die Mitglieder dieses Gewerbes sich klar darüber würden, daß die gegenwärtige Hausse in ihrem Gewerbe keine anhaltende ist und daß sie von sich aus Maßnahmen ergreifen sollten, den eigentlichen Fremdenverkehr zu fördern. (Die überhöhten Saisonpreise auf dem Karmel z. B. führen dazu, daß eine Reihe von Einwohnern des Landes ihre Ferien in Zypern, Rhodos oder Libanon verbringen, wo sie trotz der Reisespesen billiger leben.) Dazu gehören auch Schritte, um die Ausnutzung von Touristen durch einzelne Unternehmen zu verhindern. Festgelegte, saisongestaffelte Zimmerpreise müßten dabei das Ziel sein. Es wäre zu begrüßen, wenn die Hotelunternehmer so der behördlichen Initiative vorkommen würden, als deren erster Schritt die Einsetzung einer Kommission zur Förderung des Fremdenverkehrs zu betrachten ist. K. G. 4

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.