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Palästina-Nachrichten · 1934-09-06 · Heft 11 (6.9.1934) · p. Seite 3

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
1 (1934)
Issue
Heft 11 (6.9.1934)
Date
1934-09-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Spedition vou StiickyuUcu uud Uaüsstaudcu uacU Vxdadiua Von Paul Peyter i. Fa. Wilhelm Grassow, Berlin Der Verkehr nach Palästina besteht schon seit langen Jahren und hat sich selbstverständlich im letzten Jahr ganz besonders ausgebaut und verbessert, da inzwischen regelmäßige Verladungen durchgeführt werden. Ich setze als bekannt voraus, daß jeder Einwanderer innerhalb von 90 Tagen nach seiner Ankunft in Palästina zollfrei seinen Hausstand oder die dazugehörigen Gegenstände einführen kann. Im Interesse vieler Auswanderer ist es, nicht gleich bei seiner Ankunft die mitgenommenen Sachen übernehmen zu müssen, sondern sich erst an Ort und Stelle nach einer Unterkunft und einem Lebensunterhalt umzusehen. Deshalb wird am häufigsten der Weg über Hamburg und von dort weiter der Seeweg nach Palästina benutzt. Diese Transportart benötigt ungefähr 4 bis 5 Wochen Reisedauer. Für den schnelleren Weg besteht die Verladung über Triest, da die hier verfrachteten Güter bereits in einer Zeitdauer von ca. 10 bis M Tagen an Ort und Stelle eintreffen und dem Empfänger ausgeliefert werden können. Ich möchte nunmehr erst einmal eine genaue Schilderung über Formalitäten und die Ausführungen eines Palästina-Transportes geben, wobei ich die Mitnahme von Möbeln voraussetze. In diesen Fällen kommt die Verwendung eines Liftvans in Frage. Letzterer ist vielleicht am besten mit einem Möbelwagen ohne Rädör zu bezeichnen; er besteht aus einem starken Balkengerüst, welches die Sicherheit dafür bietet, dafj der Liftvan allen Anforderungen eines derartigen schwierigen Transportes entspricht. Um dieses Balkengerüst kommt eine auf Nut und Feder gearbeitete Bretterwand. Außerdem ist derselbe mit doppeltem Fußboden (Quer- und Längsböden) versehen. Weiter sind an dem Liftvan Krangehänge angebracht, die an starken Eisenbändern befestigt sind, welche um den ganzen Kasten herumgehen uno1 somit auch den Fußboden halten, um dadurch auf jeden Fall zu verhüten, daß dieser bei voller Beladung herausbrechen kann. Die Wände werden innen mit teerfreier Pappe (Roburit) ausgeschlagen; das Holz selbst ist außen mit Karbolineum getränkt, um es so gegen Feuchtigkeit jeder Art zu schützen und es gewissermaßen hiergegen zu imprägnieren. Das Dach ist angeschrägt und ebenfalls mit teerfreier Pappe belegt, um auch hierdurch ein Eindringen von Regen und Wasser zu beseitigen. Die Liftvans werden auf Plattenrollwagen zum Beladungsorte gefahren und dann auf dem Bahn- oder Wasserwege nach Hamburg transportiert. Hier werden sie von der Schiffahrtslinie übernommen und „unter Deck" bis nach Palästina verladen, um dann hier wiederum auf die gleiche Art bis zum Entladeplafz gebracht zu werden. Ich möchte nicht verfehlen darauf aufmerksam zu mächen, daß die Verwendung erstklassiger Liftvans für die Ueberführung der Möbel mit ausschlaggebend ist und gerade auf diesem Gebiete sind viel Fehler gemacht worden und Ersparnisse am unrechten Platz. Für die Abfertigung der Liftvans bei den deutschen Behörden benötigt man lediglich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des zuständigen Finanzamtes. Nach Erhalt dieser Bescheinigung werden sämtliche weiteren Formalitäten vom Spediteur übernommen und die Abfertigung durch einen Zollbeamten rechtzeitig beantragt. Ich kann erfreulicherweise auf Grund meiner Erfahrungen mitteilen, daß heute auch die Abfertigung in Palästina keine Schwierigkeiten mehr bietet und die dortigen Firmen in der Lage sind, die ankommenden Liftvans sachgemäß zur Ablieferung zu bringen. Auch die hierfür entstehenden Kosten haben sich in) den letzten Monaten wesentlich verringert, da die Einrichtungen" inzwischen den Anforderungen entsprechen. Die Liftvans sind in jeder beliebigen Größe lieferbar, so daß Hausstände von 1 Zimmer aufwärts mitgenommen und verladen werden können. Sofern jedoch nur einige Möbelstücke oder nur Glas-, Porzellansachen, Bücher, Wäsche verladen werden sollen, so kommen hierfür Stückgutsendungen in Frage. Auch hierbei ist die Verwendung von Spezialüberseekisfen aus starkem Holz mit Oelpapier und Bandeisen Vorbedingung für eine gute Ankunft der Sendung. Diese letzteren Sendungen können, wie schon eingangs erwähnt, über Hamburg oder Triest verladen werden, wobei die Kostenfrage und die Reisedauer eine Rolle spielen. Ich möchte nochmals erwähnen, daß über Triest Sammeliadungsmöglichkeifen bestehen und die Reisedauer nur ca. 12 Tage beträgt. Hierdurch ist es auch möglich, das mitzunehmende Gepäck über diesen Weg abfertigen zu lassen und solches bis Triest (4 bis S Tage) oder bis Palästina (10 bis 12 Tage) zu verfrachten. Das Palästina-Amt hat es für zweckmäßig erachtet, zum Schutze der Interessen der Auswanderer, insbesondere zwecks Erreichung angemessener Bedingungen und zuverlässiger Durchführung der Speditionsaufträge, Vereinbarungen mit einigen namhaften Speditionsfirmen zu treffen. Diese Firmen haben sich dem Palästina-Amt gegenüber verpflichtet, bestimmte Richtlinien für die Berechnung von Palästina-Transporten sowie Qualität der Verpackung einzuhalten. &unirdmQeqt4iiidefc~ Aktiengesellschaften („Companies") Tel -Aviv Boneh, Building and Investment Co. Ltd. The Investment Company, Beracha Ltd. Bank Nuroek-Idelsack Ltd. Aktienkapital 10000 £P Baugesellschaft Aktienkapital 1000 £P Grundstücksgesellschaft Aktienkapital 25 000 £P Bank Aktienkapital 100000 £P Grundstücks- und Investierungsgesellschaft Aktienkapital 10000 £P Eisenwaren und Großhandel in, sonstigen Artikeln x Offene Handelsgesellschaften („Partnerships") Jaffa Africa Palestine Investments Co Ltd. The Hamafteach Co. Ltd. Jaffa Orange Co. Hevrat Feltorim Manneh & Barghouth Meg,ed Bnei Brak Grämt Orangengroßhandel Technische Oele und Fette sowie landwirtsch. Geräte Taxidienst und Ueberlandreiseverkehr Obst und Gemüse Mosaikplatten-, Kunstmarmori und Zementwarenfabrik Tel-Aviv: „Matov", (Kommissionsgeschäft für pharmazeutische Artikel und Parfümerie). —„H. D. Zeitmann & Co.", (Orangenkistenfabrik und Tischlerei) — „Israel Vinograd & Son", Kolonialwaren- und Mehl-Großhandlung). — „Z. Steltzer & B. Grinberg", (Ein- und Verkauf von Automobilen und Zubehör). — „Cafe Saph ir", (Kaffee- und Speisewirtschaft). — „Finland Levant Company", (Großhandel, Im- und Export aller Art). — „Lestem", (Reisebüro, Speditionsgeschäft und Wechselstube). — „Izra-el Publicafion Co.", (Verlagsgesellschaft). — „Rosenbaum & Führer", (luweliere, Gold- und Silberwarenhandlung). — „Batrat Barsteosky & Glick", (Fußbodenplattenfabrik). „Münz & Co.", (Großhandel und Agentur aller Art). — „Hakel Tozeret Haaretz", (Tägliche Bedarfsartikel). —;rZamir„, (Kaffeehaus und Gastwirtschaft). — „Salech Tatan & Shmuel Chanuka", (Kurzwaren). — „Defus Hapoel Hamirrachi", (Buchdruckerei). — „Traklin", (Eiscremefabrik). — „Abbir", (Verschalungsbretter für Betonbau). — „Exirr\„, (Großhandel und Kommission aller Art). — „S. Babney & Co.", (Im- und Export und Fabrikvertretungen aller Art). — „Sides & Co.", (Groß- und Einzelhandel mit Galanterie- und Spielwaren, sowie kosmetischen Erzeugnissen). „Oriental Vine Nurseries Teleki", (Rebschule und Vertrieb von Winzerbedarf aller Art).— „Beit Harostet Lenagarnt Hathiga", (Holzbearbeitungsfabrik). — „Hamagish", (Produktion und Transport von Sand für Bauzwecke)." Haifa: „Shukry Saba & Sons", (Baumaterialienhandlung). — „Ma'abe da Meo'ohedeth", (zahntechnisches Laboratorium). — „Jacob Ruday & Sons", (Herstellung von Duscheeinrichtungen für Badeöfen). — Pardess-Channa: ^Beit Barez", (Zement-, Eisen- und Hotzerzeugnisse für Baubedarf). — 3

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