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Palästina-Nachrichten · 1934-06-01 · Heft 5 (1.6.1934) · p. Seite 4

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
1 (1934)
Issue
Heft 5 (1.6.1934)
Date
1934-06-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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ihr Nullpunkt liegt in der Mitte, rechts und links davon befinden sich je 8 Skalenteile. Bei nur 90 mm Durchmesser, 110 mm Höhe und etwa 875 Gramm Gewicht ist das Gerat sehr handlich und leicht transportabel. Es läßt sich sogar dank seiner großen Lagenunempfindlichkeit gut zu tragbaren Meßeinrichtungen verwenden. Erwähnenswert ist schließlich auch der sehr niedrige Preis. Das Instrument ist wegen seiner vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten, seines robusten Aufbaues und seiner hohen Empfindlichkeit gut geeignet für den Gebrauch in Schulen, Instituten, Versuchslaboratorien usw. Bezüglich der Auswahl von Spiegelgalvanometern sei folgendes bemerkt: Für Nullmethoden wird man ein Instrument mit kurzer Periode benutzen, trotzdem die Empfindlichkeit, dieser Instrumente nicht so extrem groß ist, damit schnelle Ablesungen möglich sind und die Gewähr besteht, daß die äußeren Bedingungen der Prüfung in der kurzen Zeit konstant bleiben. Für ballistische Arbeiten sind Instrumente mit langer Periode' erwünscht, weil der Endwert des Ausschlages mit großer Genauigkeit abgelesen werden muß; es sei hier bemerkt, daß nur jenes Instrument wirklich ballistisch arbeitet, bei welchem die zu messende Elektrizitätsmenge in* einer verschwindend kurzen Zeit im Verhältnis zur Periode durch das Instrument geht. Abgesehen von ballistischen Arbeiten wird man am liebsten mit kritisch gedämpften Galvanometern' arbeiten. Ist die Periode sehr kurz, so wird man eine kleine Unterdämpfung bevorzugen, damit der Endpunkt einmal passiert und dann eingenommen wird. Bei thermo -elektrischen Messungen, in Brücken, bei Kompensationsmethoden und bei Messungen kleiner elektromotorischer Kräfte, benutzt man Instrumente mit geringem Widerstand. Nähere Auskunft durch die Redaktion der PN. Wirtschaftliche Möglichkeiten in der Türkei Die Entwicklung der Türkei im letzten Jahrzehnt seit Gründung der Republik zeigte, daß dieser vorwärtsstrebende und sich in Anlehnung an die moderne Zivilisation ausgezeichnet, emporgearbeitete Staat, unter strenger Wahrung seiner besonderen Eigenart und der ihm zugefallenen wichtigen Rolle im Konzert der Völker, den Weg der Industrialisierung geht, die erfolgversprechende Perspektiven eröffnet. Die Gründung von industriellen Unternehmungen wird aus diesem Grunde sehr gern gesehen und von den maßgeblichen Instanzen ganz besonders gefördert. Unternehmer können sich dort uneingeschränkt niederlas- - sen, während das Gesetz über die den türkischen Staatsbürgern vorbehaltenen Arbeiten und Dienste um zwei Jahre suspendiert worden ist. Folgende Fabrikunternehmungen kommen für die Türkei jetzt in Betracht: a) Kammgarnspinnerei, kleinster noch wirtschaftlicher Betrieb. Die Fabrik soll lediglich den türkischen Bedarf an Kammgarn decken, b) Baumwollspinnerei für die Garnnummer über 20; es kommt ein größerer Betrieb in Frage, c) Hanf-, Flachs-, Manila- und Jutespinnerei, jedoch mittlerer Größe, d) in Zusammenhang mit a, b und c Webereien; e) Tiftik- ^Angora-Ziegenwolle, auch Mohäer genannt) Spinnerei und Weberei. Dieses Unternehmen soll nicht 100 Prozent maschinenmäßig sein; es können vielmehr auch Handwebstühle benützt werden. Auch die Spinnerei kann ein Mittelding sein, und der Tiftik kann auch in Häusern zu Garnen besponnen werden. Eine Tiftikweberei und -Spinnerei würde die allergrößte Unterstützung des Staates genießen. Hierbei sind nur Maschinen und Apparate erforderlich, während das Betriebskapital und Fachleute dort sichergestellt werden würden. Für die unter a, b, c genannten Betriebe kämen auch noch Fachleute von auswärts in Betracht. f) Eine Druckerei. Eine moderne Druckerei ist bereits vorhanden, jedoch fehlt es an guten Fachleuten und zur Vergrößerung ein Betriebskapital in Höhe von 10000 bis 20 000 Mark. Als Fabrikorte eignen sich die Städte Istanbul, Izmir, Bursa, Ankara, Eskischir und die übrigen Küstenstädte. Nähere Auskunft durch die Redaktion der P. N. R. (Der Firmensitz wird, mit Ausnahme der Genossenschatten, amtlich nicht publiziert und beruht hier auf privaten Angaben.) Aktiengesellschaften („Companies,,) „Palestine Frutarom, Ltd/', Tel-Aviv, 16000 £P Aktienkapital, (Fruchtsäfte, Essenzen usw.) „Bersheba Cars, Ltd.", Bersheba, 1050 £P A.-K. (Personen- und Güterbeförderung). „Industriell and Finanzjal Corporation of ^Palestine, Ltd.", Jerusalem, 100000 £P A.-K. (Industrie- und Handelsförderung). „The Palestine Window-Glass Works Phoenicia, Ltd.", Rischonle-Zion, 3500 £P A.-K. (Glasindustrie). „American Medical and Dental Sales Corporation, Ltd.", Tel- Aviv, 1200 £P A.-K. (Im- und Export von Medizinal- und Dentalbedarf). „Barnett Brothers and Borchardt, Ltd.", Tel-Aviv, 2000 £P A.-K. (allgemeiner Im- und Export). „Levant Trust Company, Ltd.", Tel-Aviv, 2000 £P. A.-K. (Warenhandel aller Art). „Yordan Bank, Ltd.", Jerusalem, 25 100 £P A.-K. (Bank). „Bank America Palestine, Ltd.", Tel-Aviv, 25000 £P A.-K. (Bank). „Goetz & David, Ltd.", Tel-Aviv, 1000 £P A.-K. Warenhandel). „Palestine Maritime Line, Ltd.", Haifa, 2000 £P A.-K. (Schiffs- Reederei und -agentur). Ausländische Aktiengesellschaften („Foreign Comp.") „Orbis Polish Travel Bureau, Ltd." (Sitz Polen), PalÜstina-Niederlassung, Tel-Aviv (Direktor Tadeusz Piech). Kommanditgesellschaften („Limited Partnerships") „Naser and Kamawati", Großhandel aller Art. „Iron Works Company", Eisenwarenerzeugung. „Ajzenszstadt, Neuman and Company, Engeneers, Ran", Herstellung u. Vertrieb elektrischer Batterien u. Afckum_ylatoren. „Lombard House in Tel-Aviv", Tel-Aviv (Lagerhaus) „Liviatan", Ramath-Gan, Zwirnfabrik. Genossenschaften („Cooperative Societies") „Ashrai Vehisakhen Tveria", Tiberias (Spar- und Darlehnskasse). „Hitnahalut", Tel-Aviv (Spar- und Darlehnskasse). „Haspaka", Tel-Aviv (Einkaufsgenossenschaft der Lebensmittelhändler). „Ovdei Adama", Karkur (Siedlungsgenossenschaft). «„Me'onot Poalim Aleph", Tel-Aviv (Wohnungsbaugenossensch.). „Me'onot Poalim Gimel", Tel-Aviv (Wohnungsbaugenossensch.). „Qibuts Hashomer Hatsair be-Rechowoth (landw. Siedlung). „Hanoar Hatsiyoni Qibuts Poalim", Petach-Tikwah (Idw. Siedl ). Offene Handelsgesellschaften („Partnerships") „Malchi-Feiglin's Travel Office", Haifa und Tel-Aviv (Reisebüro und Spedition). „Hamegrapher", Haifa (Autoreifen-Vulkanisierung und Autozubehör). „Broda, Eisinger & Altmann", Tel-Aviv (Holzbearbeitung). „Dr. Gräfenberg & Co.", Tel-Aviv (Handlung mit Maschinen und Elektrobedarf). „Sherel, Zeev .Rosenheck & Co.", Tel-Aviv (Sandglasblöserei, Eisen- und Holzprodukte). „International Newspapier Service Co.", Tel-Aviv (Zeitungen). „M. Arouh & Co.", Tel-Aviv (Tuch-Groß- und Einzelhandlung). „Motorient", Tel-Aviv (Handlung mit Motoren bedarf). „Cohen, Meyer & Co." Tel-Aviv (Kommissionsgeschäft). „Beer Gewa", Magdiel (Wasserversorgung). "„Netzach", Rischon-Ie-Zion (Mosaikplatten- und Zementwarenfabrik). „Nahlat Yeladim be-Ramath-Gan", Ramath-Gan (Landheim). „Hameratsel", Natania (Zementwarenerzeugung.) „Orient Stripping Agency (Kober & Jellinek)", Haifa (Schiffsagentur). Firmenlöschungen „Hammud & Khal", Haifa, im Einverständnis der Gesellschafter. „Winikor & Spektor", Jerusalem, durch Vereinbarung der Gesellschafter. Konkurseröffnung Ueber das Vermögen des Kaufmanns S. Hashimshony in Jerusalem wurde vom Distriktsgericht Jerusalem am 15. März 1934 das Konkursverfahren eröffnet und zum vorläufigen Konkursverwalter der Rechtsanwalt S. Misrachi bestellt Die erste Gläubigerversammlung wurde für den 5. April einberufen. 4

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