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Palästina-Nachrichten · 1934-05-15 · Heft 4 (15.5.1934) · p. Seite 3

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Journal
Palästina-Nachrichten
Volume
1 (1934)
Issue
Heft 4 (15.5.1934)
Date
1934-05-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Bemerkungen zur Wassererschließung in Palästina von Dr. Alfred Löhnberg Fortsetzung Es liegt in der wirtschaftspolitischen Struktur Palästinas begründet, daß vorläufig größere Projekte für die Trinkwasserversorgung oder für Bewässerungszwecke kaum durchgeführt werden. Man erinnert sich, wie lange es dauerte, bis sich die Regierung zum Bau einer ausreichenden Wasserzuleitung nach Jerusalem entschloß. Man versteht daher auch, weshalb in der gegenwärtigen Situation die Erbohrung unterirdischen Wassers das Gegebene ist, da für Unternehmungen dieser Art nicht so große Kapitalien zör, Verfügung zu stehen brauchen und im allgemeinen auch keine allzu große Organisation der Interessenten nötig ist. Viele Bohrungen an vielen verschiedenen Stellen dienen also im Augenblick am besten der Behebung von Wassermangel. Wie steht es aber nan angesichts der genannten unzulänglichen Kenntnisse der natürlichen Verhältnisse mit der Rentabilität von Bohrkosten? Neue Methoden im Dienste der Wasserprospektion. Der wirtschaftliche Aufstieg hat eine Reihe neuer Bohrunternehmen (bzw. Filialgründungen) nach Palästina gebracht. Die Bohrindustrie ist imstande, nicht nur den zahlenmäßig gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, sondern auch den Wünschen auf rasche Niederbringung des Bohrlochs und auf zuverlässige Arbeit bei Tiefbohrungen mit modernen Maschinen entgegenzukommen. Neuerdings im Dienste der Wassererschließung stehende geophysikalische Methoden ermöglichen es nun auch, das Bohrrisiko beträchtlich herabzusetzen. Mußte man sich bisher ' mit geologischen und geographisch-hydrologischen Analysen begnügen, deren begrenzte Erkenntnismöglichkeiten auf der Hand liegen (ebenso wie die der Wünschelrute}» so besitzt man heute in Zusammenarbeit mit den genannten Disziplinen besonders im sogenannten „Widerstandsverfahren" das wissenschaftlich zuverlässigste und praktisch reifste Hilfsmittel der Wasserprospektion. Dieses Verfahren, das sich in der praktichen Geophysik schon längere Zeit auf verschiedenen Gebieten erfolgreich bewährte, ist in den letzten Jahren gerade auf spezifisch hydrologische Fragen angewandt und in dieser Richtung weiter entwickelt worden.2) ■<a> Mit weitaus höherer Wahrscheinlichkeit als früher lassen sich Vorhandensein, Lage, Mächtigkeit und Erstreckung unterirdischer Wasserführungen bestimmen. Grob gesprochen wird auf Grund geoelektrischer Messungen zunächst im jeweils prospektierten Gebiet die elektrische Leitfähigkeit des Untergrundes mit wachsender Tiefe festgestellt und dann rückschließend von den Leitfähigkeitsunterschieden in entsprechenden Schichten und Tiefen auf ihren Gehalt an Wasser gefolgert. Dieses bei der zukünftigen Wassererschließung überall wohl unentbehrliche Verfahren wird übrigens auf Initiative von Professor O. Warburg in Palästina seit einiger Zeit in größerem Umfang praktisch verwertet und dürfte dadurch nicht nur dem Lande und anderen Trockengebieten, sondern auch der Wissenschaft Pionierdienste leisten. Ebenso kann dieses Hilfsmittel bei einer systematischen hydrologischen Erforschung Palästinas wertvolle Dienste tun. Zur Möglichkeit der zukünftigen O r g a n i <■ sation hydrologischer Arbeiten. Die Voraussetzung jeder gesunden Wasserwirtschaft sind systematische hydrologische' Beobachtungen und Untersuchungen. Ihre Notwendigkeit wird für Palästina seit langem gefordert. Leider bis zum Augenblick vergebens. Wertvolle organisatorische Ansätze bestehen im Irrigation Department der Regierung, in den technischen Abteilungen bei der Pica, dem Nationalfonds und der Agency, in den fachlich benachbarten Disziplinen der Universität (Geologie, Meteorologie, Botanik, Agrikulturchemie)/der Versuchsanstalt in Rechoboth und im Haifaer Technikum, Wir hoffen, daß die ersten Erfolge dieser Arbeit zur planmäßigen und umfangreichen Weiterführung den Anlaß geben werden. 2) A. L ö h n b e r g und W. Stern: Ein neuer Weg der karsthydrologischen Forschung durch Anwendung geoelektrischer Methoden." Z. f. Geophys., Jahrg. 8, Heft 6—7, 1932. A. L ö h n b e r gf „Zur Hydrographie des Cernisko Polje." M6moires de la Societe cle Geographie, de Belgrade. Vol. 3, 1934 (im Druck). „Hakinyan, The Palestine Estate and Investment Company, Ltd., von 10 100 auf 25 100 £P. — „Zori, Ltd/', von 1000 auf 4000 £P. — „Elite Chocolate and Sweets Factory, Ltd.", von 3025 auf 8000 £P. — „The General MortgagejSank of Palestine, Ltd.", von 200 000 auf 250 000 £P. Offene Handelsgesellschaffen („Partnerships") „Laundry Barak", Jerusalem, Waschanstalt. — „Ramallah Arak Co.", Ramallah, Likörfabrik. — „Dr. Sternau, Max Cohn & Co.", Tel-Aviv, Lebensmittelhandlung. — „Sapir, Palestine Workshops for Marile und Stone^, Jerusalem, Marmor--- und Steinindustrie. .— „Middle and Far East Trade Corporation", Jerusalem, Import, Export, Kommission. — „Mifal", Haifa, chemisch-technische Produkte. — „Nissim Alkalay & Sons", Haifa, Galanteriewaren. — „Dr. S. E. Soskin & Partners", Haifa, Treuhandfirma und Investjerungsagentur. — „Ha'ahim Sherabanee", Tel-Aviv, Kolonialwaren, Galanterie- und Gummiwaren, Uhren. — „Ritz", Tel-Aviv, Hotelbetrieb. — ,tQoldschmidt .& Schwabe", Tel-Aviv, Beleuchtungskörper und Metallwaren. — „Mendel & Perlmann", Tel-Aviv, Fabrik verzinnter Drahtwaren. — „A. Soskin & Co., Tel-Aviv, Zinkographie. — „Hevra Americait Eretz Israelit Le'otomobilim\ Tel-Aviv, Autohandlung, Zubehör, Reparaturen. — „Cahol-Lavan, Blue-White Trading Co.", Tel-Aviv, Spedition. — „So-Mi, Solberg-Michaelis Chemical Works, Technical Works and Agencies", Tel-Aviv, chemische und technische Erzeugnisse. — „Jaschkowitz & Reißner", Tel-Aviv, Maschinen-, und Industriebedarf. — „Tmuna", Jerusalem (lliustrations- und Buchdruckerei und Verlag. — „Asda", Jerusalem (Import- und Agenturgescheft). — „Pituach Jerusholaim", Jerusalem (Baugeschäft). — „Oestreicher & Pearl", Jerusalem (Mechanik- und Elektrowerkstätten). — ,,M. Shapiro & Co.", Haifa (Cafe und Restaurant). — „Shamir", Haifa (Marmor- und Steinindustrie). —„Bero", Haifa (Lebensmittel). — „Steambakery Jalag", Haifa (Brotfabrik). — „Kosmos", Haifa (Vermittlungsbüro). —- „Cafe Kompanietz", Haifa (Cafe und Restaurant). — „Jalal el Din ei-Kabani & Muhd. Kheir el-Shribaty", Jaffa (Export und Import). — „Be'er Haim", Kfar Saba (Wasserversorgung). Palästina importierte 1931 für 5 940 000 1932 für £P 7 770 000 1933 für*P 11 123 000 1934 steigendeTendenz Die PN gelangen an die an The PN reaches and is read Palästina wirtschaftlich interin all the economic interested essierten Kreise. Sie werden cirdes on Palestine, and wegen ihres sachlichen und 1 through its realistic and moneuartigen Charakters in aldern character is also widly len Branchen und Ländern mit read in all branches in many Interesse gelesen Daher: other countries. Therefore: NeueAbsatzgebiete New promising dem Exporteur selling ffields for the Exporter Günstige Einkaufs- Very advantageous quellen buying sources dem Importeur for the Importer durch Inserate in den P N through advertising in the PN Verlag Ernst Köstenbaum The PN Palestine Office Berlin - Zehlendorf Haifa, Bilou Street Onkel-Tom-Straße 123 House Leites 3

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