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Nachrichtendienst · 1928-10-01 · Heft 7 (Oktober 1928) · p. Seite 6

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1928
Issue
Heft 7 (Oktober 1928)
Date
1928-10-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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daß nur dieser Bogen eingereicht wird. 2a im Sommer sehr oft verschiedene Heime wegen Aufnahme eines Kindes angesragt werden müssen, so ergibt es sich, daß die Entsende^ stellen bezw. die Eltern für das eine Kind 3—4, oft noch mehr verschiedene Aufnahmebogen und ärztliche Gutachten auszufüllen haben. Um die Arbeit, die vielfach sowohl von seiten der Vereine als auch vor allem von den Aerzten völlig ehrenamtlich getriftet wird, nach Möglichkeit zu vereinfachen, macht die Arbeitsgemeinschaft Jüdische Erholungssürsorge den Vorschlag, daß sich alle jüdischen Heilstätten und Erholungsheime auf einen gemeinsamen einheitlichen Aufnahmriogen einigen und in Zukunt nur diesen verwenden. Die Arbeitsgemeinschaft Jüdische Erholungsfürsorge wird in allernächster Zeit den Kinderheilstätten und Kindererholungsheimen einen Entwurf eines solchen einheitlichen Ausnahmebogens zur Stellungnahme übersenden. Winterkuren. Folgende Erholungsheime sind im Winter geöffnet: Blankenese, Kindererholungsheim Wilhelmin enhöhe. Säuglinge und Kleinkinder dauernd oder zu Kurperioden von 4—8 Wochen. Verpflegungssatz Mk. 3,50 täglich. Erwachsene Mk. 4,50 täglich. D ü r r h e i m, Bad, Friedrich Luisen-Hospiz. Für Knaben bis 15 Jahre, für Mädchen bis 25 Jahre. Verpflegungssatz Mk. 4,— incl. Arzt und Kurmittel. E l m e n, Kindererholungsheim. Für Kinder. Verpflegungssatz Mk. 2,50 täglich. Elmen, Kindergenesungsheim. Für Kinder Mk. 3,— täglich. Flinsb erg, Landheim. Schulentlassene Mädchen und Frauen. Verpflegungssatz Mk. 4,— täglich incl. Heizung und Beleuchtung. H i r s ch b e r g, Jüdisches Kindererholungsheim. Für Kinder Mk. 2,50 täglich. Hosheim i. Taunus, Raphael und Jeanette Ettlinger-Heim. Für Kinder, Jugendliche und Frauen. Verpflegungssatz für Kinder und Jugendliche Mk. 3,50 täglich, für Frauen Mk. 4,50 täglich. Kreuznach, Bad, Jüdische Kinderheilstätte. Für Kinder und Erwachsene. Verpflegungssatz für Kinder Mk. 3,50, ür Erwachsene Mk. 4,50 incl. Arzt, Bäder, Höhenonne usw. M i e r s d o r f, Kindererholungsheim. Für Kinder. Verpflegungssatz Mk. 2,50 täglich. Norderney, Kindererholungsheim der Zion-Loge U.O. B.B. Für Kinder. Ab 4. Februar 1929. Verpflegungssatz Mk. 4,— täglich. Werden a. d. Ruhr, Israelitisches Erholungsheim Rosenau. Für Erwachsene, Frauen und Männer. Verpflegungssatz Mk. 5,— für Private, Mk. 4,50 für Wohlfahrtspfleglinge. Wolsratshausen, Jüdisches Landheim. Für Kinder und Jugendliche Mk. 5,— (während der Ferien Mk. 6,— für Privatkinder), Wohlfahrtskinder Mk. 4,— täglich. Wyk a. Föhr, Heim des Jüdischen Frauenbundes. Für Kinder und weibliche Jugendliche. Verpflegungssatz Mk. 4,— täglich. Ziegenhals i. Schles., Kopfstein-Erholungsheim. Für Kinder und Erwachsene. Verpflegungssatz für Kinder Mk. 4,50 täglich, für Erwachsene Mk. 6,— täglich. Hindenburgfteiplatze. Gelegentlich des 80. Geburtstages des Reichspräsidenten im vorigen Jahr haben eine ganze Reihe von Erholungsheimen, die den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege angeschlossen sind, sogenannte „Hindenburgfreiplätze" für durch den Krieg und die Nachkriegszeit besonders in Mitleidenschaft gezogene Hilfsbedürftige zur Verfügung gestellt. Auch in 11 jüdischen Erholungsheimen wurden 10 Pfleglinge auf Hindenburgfreiplätzen völlig unentgeltlich, und zwar auf insgesamt 117 Wochen, ausgenommen. Wir sprechen den beteiligten Anstalten und Entsendestellen aus 'diesem Wege unseren bester: Dank für ihr Entgegenkommen aus. Heil- und Erholungskuren des Schwesternverbandes U.O.B.B. In allen nachfolgenden Kurorten find Winterkuren durchführbar. Der Schwesternverband weist besonders auf Wiesbaden, das durch seine klimatische Lage hierfür besonders geeignet ist, sowie auf die Erholungskuren in Agnetendorf, Bad Harzburg und Krummhübel hin. Es stehen folgende Kurorte zur Verfügung: Bad Harzburg. Anmeldung: Logenbüro, Magdeburg, Breiter Weg 139/140, „Erholungssürsorge". In Harzburg können Jugendliche anschließend an die Herbstfeiertage bis 20. Dezember mit 1,— RM. täglich Ermäßigung Aufnahme finden. Zimmer im zweiten Stock. Krummhübel, Riesengebirge. Anmeldung: Frau Ella Brieger, Breslau, Scharnhorststraße 12/14. Nauheim (Herzkuren). Anmeldung: Frau Martha Bamberger, Frankfurt a. Main, Wiesenau 58. Alt Heide: (Herzkuren). Anmeldung: Frau Ella Brieger, Breslau, Scharnhorststraße 12/14. Bad Orb: (Herz-, Stoffwechselstörungen, Gicht, Ischias, Erholungskuren). Anmeldung: Frau Flora Stiefel, Fulda, Kurfürstenstraße 22. Bad Kissing en: (Stoffwechselkrankheiten, Gallen- und Darmkrankheiten, Herz). Anmeldung: Logenbüro, Magdeburg, Breiter Weg 139/140, „Erholungsfürsorge". Bad Homburg v. d. H.: (Stoffwechselkrankheiten, Herz- Erholungskuren). Anmeldung: Frau Johanna Rehbock, Homburg v. d. H., Ferdinandstraße 30. Bad Warmbrunn: (Rheuma, Gicht, Ischias). Anmeldung: Rabbiner Dr. Nellhaus, Hirschberg, Schlesien, Wilhelmstraße 63. Wiesbaden: (Rheuma, Gicht, Ischias, Erholungskuren). Anmeldung: Frau Friedel Metzger, Wiesbaden, Seerobenstraße 29. Bad Ems: (Erkrankungen der Atmungsorgane, Erholungskuren, Herz- und Gefäßkrankheiten). Anmeldung: Frau Nell Altschul, Koblenz, Löhrstraße 10. Bad Salzbrunn: (Erkrankungen der Luftwege, Erholungskuren). Anmeldung: Frau Ella Brieger, Breslau, Scharnhorststraße 12/14. Das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Wyk auf Föhr. Nachdem das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Wyk auf Föhr jetzt über ein Jahr im Betrieb ist, und einer Reihe von Kindern und weiblichen Jugendlichen zur Kräftigung und Gesundheit verholfen hat, kann der Jüdische Frauenbund den vielen, die das Wirken dieser Heilstätte mit großem Interesse verfolgen, die erfreuliche Mitteilung machen, daß es ihm gelungen ist, rin Nachbargrundstück mit Wohnhaus zu erwerben. Dadurch hat sich der Grundbesitz in Wyk verdoppelt. Das Wohnhaus kann zum April geräumt werden, es wird das Heim in die Lage setzen, eine größere Anzahl von Pfleglingen als es bisher möglich war, aufzunehmen, vor allem aber mehr Jsolierräume bei etwa auftretenden Krankheitsfällen zu schaffen. Durch die Vergrößerung des Heims kann man nicht nur Kinder vom 4. Jahr an, sondern auch, wie es von ärztlicher Seite gewünscht wurde, vom 2. Jahre an aufnehmen. Das Heim, das den Charakter der Heilstätte hat, nimmt bekanntlich tb. gefährdete Kinder und weibliche Jugendliche aller Stände zu einem Tagespreis von Mk. 4,— auf, ohne irgendwelche Nebenausgaben für die ärztliche Betreuung, Kur-

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