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Nachrichtendienst · 1928-03-01 · Heft 3 (März 1928) · p. Seite 2

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1928
Issue
Heft 3 (März 1928)
Date
1928-03-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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- ,2 — Sonderveranstaltungen im Rahmen der Schulungswoche: A. Vortrüge: I. Der Verein der Leiterinnen jüdischer Erziehungsanstalten Deutschlands veranstaltet im Rahmen seiner Sondersitzung einen öffentlichen Vortrag von Herrn Direktor Dr. Rothschild-Dinslaken über: Was können wir aus der Erziehungsweise der Landerziehungsheime für unsere Anstaltserziehung verwenden? Der Vortrag findet am Montag, ben 19. März, um 18 Uhr, in der Aula des Auerbach'schen Waisenhauses- Schönhauser Allee 167, statt. Die Teilnehmer derSchulungswoche sind zu dem Vortrag ein geladen. II. Am Mittwoch, den 21. März, 18 Uhr, spricht Herr Heinrich Kuhn-Berlin im Rahmen der Schulungswoche über: Geistige und sittliche Entwicklung durch Leibesübungen in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Artilleriestraße 14. B. Führungen: I. Am Dienstag, den 20. März, nachmittags, findet eine Führung durch die Ausstellung des Reichsarbeitsministeriums statt. Treffpunkt 16^ Uhr vor dem Reichsarbeitsministerium, Scharnhorststraße 35. II. Am Mittwoch, den 21. März, wird das Jüdische Wohlfahrtshaus Auguststraße besichtigt. Treffpunkt 16 Uhr vor dem Eingang Auguststraße 17. Geschäftliche Wir hoffen, alle oder doch die meisten Teilnehmer an der Jüdisch-sozialen Schulungswoche bereits am Sonniag, den 18. März, abends 8 Uhr, beim Einleitungsvort ra g von Frau Wronsky. über: „Neuzeitliche Wohlfahrtspflege" (Wandlungen der Ideen, Begriffe und Methoden) und bei dem -anschließenden Zusammen sein der Referenten und Teilnehmer begrüßen zu können. Wer etwa erst am Montag früh in Berlin eintreffen oder nur an den Vorlesungen tellnehmen kann, wird gebeten, sich mit dem Geschäftsführer möglichst vor Beginn der Vorlesungen in Verbindung zu setzen. Vorstehend sind die S ond erv er an st altun g e n bekanntgegeben, die bereits feststehen. Weitere Veranstaltungen sollen nur soweit unbedingt erforderlich stattfinden. Es wird 0. Arbeitsgemeinschaften: Im Laufe der Schulungswoche finden verschiedene Arbeitsgemeinschaften statt. Näheres wird am schwarzen - Brett der Schulungswoche in der - Hochschule und mündlich bekanntgegeben. v. Sondersitzungen: I. Interne Vereinssitzung des Vereins der Leiter und Leiterinnen jüdischer Erziehungsanstalten Deutschlands, anschließend an den Vortrag von Dr. Rothschild im Auerbach'schen Waisenhaus am Montag, den 10. März. II. Dienstag, den 20. März, 18 Uhr: Konstituierende Sitzung des Sozialen Ausschusses des Reichsverbandes der jüdischen Lehrervereine in der Zentralwohlfahrtsstelle, Oranienburger Straße 69. E. Buchauslagen: Mit dem Kursus wird eine kleine Ausstellung und ein Verkauf einschlägiger Literatur verbunden sein, auf die wir besonders aufmerksam machen. Die Buchauslagen werden besorgt: für die Allgemeine Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik von der Deutschen Frauenbuchhandlung, Charlottenburg, Höltzendorffstraße 2, für die besonderen jüdischen Fragen von der Buchhcnrdlung Jurovicz, Berlin C. 2, An der Spandauer Brücke 10. Mitteilungen gebeten, etwaige Wünsche möglichst im Laufe des Montag bekannt zu geben, da an diesem Tage die Zeiten endgültig festgestellt und bekannt gegeben werden müssen.. Während der ganzen Schulungswoche wird eine besondere Auskunftsstelle für die Schulungswoche eingerichtet sein, und zwar während der Vormittagsstunden in einem Auditorium der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Artilleriestraße 14, und während der Nachmittagsstunden im Büro der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, N. 24, Oranienburger Straße 69, Telephon: Norden 12745/46. — Ueber alle Veranstaltungen, die nicht im Programm enthalten sind, gegen Anschläge an einem besonderen schwarzen Brett in der Hochschule Bescheid. I. Organisation — Allgemeines Die vorliegende Nummer des Nachrichtendienstes — die zugleich Begrüßung und Einführung für die Teilnchmer und Teilnehmerinnen an der Jüdisch-Sozialen Schulungswoche sein soll — wird nicht nur wie üblich Nachrichten und Mitteilungen enthalten; vielmehr soll auch bei den einzelnen Teilen, die die verschiedenen Gebiete der jüdischen Wohlfahrtspflege behandeln, in einer kurzen Einleitung der Versuch gemacht werden, über einige Hauptfragen, die gegenwärtig im Vordergrund stehen, kurz zu orientieren. Für die allgemeine Organisation sei darauf hingewiesen, daß nach der im Januar und Februar erfolgten Begründung der Provinzialwohlfahrtsverbände für Niederschlesien in Breslau und für Oberschlesien in Beuchen die Einrichtung der für unsere Arbeit in Deutschland entscheidend wichtigen Landes- und Provinzialverbände beendet ist, mit Ausnahme von Thüringen und Pommern. Wir hoffen aber, daß die Bestrebungen, die unter starker Förderung beider Landesteile jetzt im Gange sind, um auch dort Wohlfahrtsverbände zu schaffen, noch vor dem Sommer zu einem endgültigen Ergebnis geführt haben werden. — Mit diesem Aufbau der Organisation ist nur der große äußere Rahmen gegeben. Darüber hinaus sind sie bereits heute zu unserer Freude in großer Zahl Träger einer eigenen und eigenartig gestalteten Arbeit auf fast allen Gebieten der jüdischen Wohlfahrtspflege. Bei einigen, besonders natürlich bei den zuletzt geschaffenen Verbänden, steht dieser innere Ausbau noch in den An- -fangen, und die Zentralwohlfahrtsstelleder deutschen Juden sieht es als eine ihrer wesentlichsten Aufgaben an, diese Bestrebungen der Verbände mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Organisationsziel bleibt nach wie vor: die Verbindung von Selbständigkeit und Dezentralisation mit der Anerkennung einer einheitlichen jüdischen Wohlfahrts-H pflege in allen großen und gemeinsamen Angelegenheiten. — Der Förderung und Vertiefung dieses Gedankens wird auch die nächste Gesamtvorständssitzung der Zentralwohlfahrtsstelle dienen, die am Sonntag, den 29. April 1928 in Berlin stattfinden wird, und zu der die Einladungen demnächst ergehen werden. Seit dem Februar befinden sich die Geschäftsstellen der Sozialen Ausschüsse des Allgemeinen Deutschen Rabbinerverbandes und des Reichsverbandes der jüdischen L eh r erher ein e in den Räumen der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden. Dadurch wird die Zusammenarbeit mit diesen wichtigen sozialen Körperschaften der Rabbiner mrd Lehrer außerordentlich erleichtert. — Auf dem Gebiet der Zusammenarbeit mit den interkonfessionellen Organisationen möchten wir an dieser Stelle nur kurz hervorheben, daß die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden sowohl mit der Deutschen Liga der freien Wohlfahrtspflege in Berlin wie mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge in Frankfurt am Main in dauernder Arbeitsverbindung steht. — Ueber den Fortgang unserer Beteiligung an den Arbeiten des

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