Nachrichtendienst
- Journal
- Nachrichtendienst
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 3 (Juli 1925)
- Date
- 1925-07-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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zur Zeit in der Arbeit sür die jüdische Jugend bestehen: und Has.vorliegende Handbuch, em Zeichen der großen Vielfeüigneue Wege für die zukünftige Wissenschaft aufweist. feit der evangelischen Liebestätigkeit, ist als Nachschlagewerk zu empfehlen. - DiL Z.W.St., hat sich in besonderer Weise an der Reichssammlüng. „Brüder in Not" beteiligt, indem sie sowohl Adressenmaterial. aus der Sammlung, „Jüdische Not" in Berlin zur Verfügung gestellt, als auch den Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände aufgesordert hat, seine Mitglieder in den Dienst ver Straßensammlungen zu stellen. Es ist dabei zu bemerken, daß die Leitung der Reichssammlüng „Brüder in Not" gegen Angriffe mancher ihr angeschlojsenen Studentenörgaiiisationen wegen Beteiligung der Z.W.St. an der Santmliing sachgemäß und energisch Stellung geiiommen hat und daß der Z.W.St. aus der Sammlung bereits gewisse Mittel zugeftosseu sind. Unter der Ueberschrift „Aufbau und Ausbau der Fürsorge" gibt der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge, Frankfurt a. M., eine Reihe von Veröffentlichungen heraus. Bis jetzt sind folgende Hefte erschienen: Heft 1: Ziele, Methoden und Technik von Fortbildungskursen und Konferenzen. Heft 2: Aufgaben unb Aufbau eines ländlichen Wohlfahrtsamtes. Heft 3: Das Bewahrüngsgesetz im System der Fürsorge.' ' Am 9. Juli 1925 fand unter Vorsitz des Reichsministers des Innern eine Besprechung über die Veranstaltung einer R eichsgesundheitswoche statt, die unter Führung des Reichsministeriums des Innern im März/April des kommenden Jahres stattsinden soll. Die Z.W.St. war in der Sitzung vertreten und stellte gleich den übrigen Organisationen ihre Mitarbeit in Aussicht. Die Durchführung der Reichsgesundheitswoche geht nunmehr an den Reichsausschuß für Volksgesundheitspflege über, der die herausgegeüenen Richtlinien überprüfen und sie den angeschlosseuen Verbände»» übermitteln wird. Ter Hauptausschuß des Deutschen Vereins für .öffentliche und private Wohlfahrtspflege hielt seine diesjährige Zusammenkunft in Köln ab. Die Zentralwohlfahrtsstelle war durch ihren Vorsitzenden Eugen Caspary ' vertreten. Die recht ausgiebigen Verhandlungen dienten der .Vorbereitung für die int Herbst dieses Jahres in Breslau stattfindende große Tagung. -Es sind die MME GWMhlfWt« die in BeMtidunü Mit den seit langem m Aussicht genommenen gesetzlichen Maßnahmen eine der Hauptaufgaben sind, die uns auf dem Gebiete sozialer Fürsorge in Deutschland im wesentlichen interessieren. Für die diesmal wenig zahlreichen Vertreter der freien Wohlfahrtspflege wirkte etwas verstimmend, daß fast ausschließiich die Träger der öffentlichen Fürsorge zu Worte kamen. Es zeigte sich gegenüber dem Bilde aus früheren Jahren eine Art von Uebergewicht der öffentlichen, staatlichen und städtischeu Einrichtungen, daß eS hoffentlich nur eines kleinen Hinweises an die Leitung des deutschen Vereins bedarf, um darauf zu achten, daß die Erfordernisse der freien Liebestätigkeit, insbesondere der konfessionellen Arbeit sowie der Arbeiterwohlfahct, nicht zu kurz kommen. VIII. litcralur. Neu eingegangene Literatur. Wie die Caritas, die Zeutralwohlfahrtsstelle, das Deutsche Rote Kreuz und der 5. Wohlfahrtsverband, hat auch jetzt die Innere Mission eine Statistik ihrer Liebrstätigkeit herausgegeben :„Statistik der Evangelischen Liebest ä t i g k e i t", Handbuch der Inneren Mission, Band 11". Der vorliegende Band umfaßt die geschlossene Fürsorge. Ein weiterer wird die halboffene und die offene zur Darstellung bringen. In dem 1. Abschnitt sind die großen Anstaltskomplexe und Ausbildungsstätten, d. h. in erster Linie die Diakonissenmutterhäuser, die Heimathäuser für Schwester»», die Diakonissenanstalten, Krankenpfle^eschulen, Sä.igli gspflegeschu'.eu, Kindergärtueriuneu- und Hortnerinnenseminare, soziale Franenschulen usw., ausgeführt. In einem 2. Abschnitt wird die Gesundheits-, Erziehungs- und Wirtschaftsfürsorge dargestellt. Beigesügt ist ein Sach- und Ortsregister, sowie ein zahlenmäßiger Ueberblick über die Anstaltsgruppen. Heft 4: Die Regelung der örtlichen Zuständigkeit nach der ■ Reichsverordnung über die Fürforgepslicht. Das Archiv für Wohlfahrtspflege hat ein neues Handbuch: „Die Wohlfahrtspflege im Deutschen Reich", bearbeitet von Frau S. Wronsky und Fräulein Miller, Verlag für Wirtschaft und Verkehr, Stuttgart, herausgegeben, (XVI, u. 224 S.). Das Handbuch stellt eine Neubearbeitung des als Sonderbeilage zu den Mitteilungen des Deutschen Stäotetages im Dezember 1922 erschienenen Handbuches dar. Das Weck gewährt eine»» Ueberblick über sämtliche Zentralstellen der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege im Reich, ben Ländern und den Provinzen und ist in'erster Linie zum Handgebrauch für die Praxis eingerichtet. Das Handbuch, sei allen uns angeschlosseuen Stellen, die offene Fürsorge treiben, als unentbehrliches Nachschlagewerk warm empfohlen. IX. flnfcütuligungen. 9. meine FürforgeerziehungStag findet am 12. und 13. Oktober in Dresden statt. Der deutsche Verein für öffentliche und' private Fürsorge tagt am 15. und 16. Oktober in Breslau, das Deutsche Archiv für Jugendwohlfahrt entweder am 8.' Oktober in Berlin oder an» 17. Oktober in Breslau. ° Der Z.W.St. angeschlossene Einrichtungen, die an einer dieser Tagungen teilzunehmen wünschen, werden um entsprechende Benachrichtigung an die Geschäftsstelle gebeten. Nach zwölfjähriger Pause ist soeben das von allen an dem jüdischen Leben in Deutschland Interessierten mit Ungeduld erwartete „Handbuch derjüdischeu Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege", jenes in weiten Kreisen unter dem Namen „Statistisches Jahrbuch" bekannte Nachschlagewerk in 22. Auflage erschienen. Der bisherige Herausgeber, der Deutsch-Israelitische Gemeindebund, - hat sich diesmal mit der Zeutralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden zur Herausgabe vereinigt. Die Bearbeitung ist dem Büro für Statistik übertragen worden, dessen Leiter, Herr Dr. Jacob Segall, für das Werk verantwortlich zeichnet. Auch diesmal hat der Deutsch Israelitische Gemeind.bnnd, Berlin W. 35, Steglitzer Straße 9, Postscheckkonto Nr. 924, an den alle Zuschriften zu richten sind, den Verlag über- .nommen. Von diesem ist das Buch zum Preise von 5,— Mark, für jüdische Gemeinden und deren Beamte zum Vorzugspreise von 3,59 Mark zu beziehen. Bestellung mit der Zuwendung des Betrages an das Postscheckkonto des Deutsch- Israelitischen Gemeindebundes. Berlin, Nr. 924. Die ein volles Jahr beanspruchende Bearbeit»,ugszeit er- > klärt sich sowohl aus den überaus großen Veränderungen, die innerhalb aller jüdischen Organisationen Deutschlands in l0 -