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Nachrichtendienst · 1923-05-01 · Heft 8-10 (Mai 1923) · p. Seite 6

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1922-1923
Issue
Heft 8-10 (Mai 1923)
Date
1923-05-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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II. Einrichtungen der Jugendpflege. 1. Berlin: Mädchcnllub des Jüdischen Frauenbundes. 2. „ Jüdisches Volksheim. 3. Breslau: Mädchenkluü des Jüdischen Frauenbundes. 4. „ Awodah. 5. Frankfurt am Main: Mädchenklub des Jüdischen Frauenbundes. 6. München: Nähabende des Jüdischen Frauenbundes. 7. Bcuthcn: Lese- und Unterhaltungsabende für jüdische Arbeiter der Arbeiterfürsorgestelle, Beuthen. III.^Sondereinrichtnng. Berlin: Jüdische Hilfe für das jüdische Kind. Mitteilungen auz unserem Archiv. Nachtrag. Anstalten für Jugendwohlfahrt. Ort Name der Anstalt handene Bläke Belegte Bemerkungen Breslau Klelnkinderheim des jüd. Für Vorschul¬ Frauenbundes .... 20 11 pflicht. Rinder Köln Moriah-Hort. 12 12 Heim f. schuleiltlasscue Altersheime. Mädchen Frankfurt Isr. Männer - Krankenkasse 18 18 am Main Köln Isr. Frauen-Krankenkasse . Wohlsahrtshaus .... 18 30 18 30 Dnrchwandercrheim Stargardi. P. Reisemann-Stiftung. . 6 6 Erholnngsfürsorge für Kinder. Dd. Dürrheim Friedrich Luisen-Hospiz . 100 Kinderheil¬ <Schw«rzwaid) stätte mit Solbad Hamburg Komitee für die Ferien. Kolonie der jüd. Schulen Auch Tag«Ü- Hamburgs, mit eigenem ErholungSstätte für ca. Heim. Wilhelmshöhe Blankenese. 40 _ 120 Kinder Wiesbaden Ferienkolonie ..... (46 Kinder 1922 entsandt) — — Entfendestelle Würzburg Ferienkolonie der Franken- Loge . — ~ Erholungsfürsorge für Erwachsene. Hflir berufstätige Frauen Lehnitz Jüdisches Genesungsheim, Berlin, Roscnstraße 2/4 65 und Mädchen Oberstetten Genesungsheim d. Eduard u. Nur im Sommer n Thüringen Adelheid Kann - Stiftung 20 I ~ geöffnet Speiseanstalten. Ort Name der Anstalt Aerab- ^Por- Bemerkungen Leipzig Speiseanstalt des isr. Wohltätigkeitvercins .... pro Tag 68 Königsberg Würzburg Studentischer Mittagstisch . Hachnossas Orchim, Jüd. Volksküche e. V. . . . Studentischer Mittagstisch . 12 Erlangen Studentischer Mittagstisch . IV. Verkehr mit vchörüm unü Inter* fconfeffioncllcn Organifationm. Tas Deutsche .Volksopfer, das lediglich caritative Zwecke ohne Rücksicht auf politische und konfessionelle Zugehörigkeit verfolgt, hat durch die bisher ausgeschütteten Summen aus dem Sammelwerk der unter Besetzung notleidenden Bevölkerung große Linderung verschaffen können. Die Verteiluiigsausschüsse, in denen die Z.W.St. stimmberechtigt vertreten ist, sind paritätisch zusammengesetzt. (Die Tätigkeit wurde oben S. 4 erwähnt.) * Das Archiv für Wohlfahrtspflege, das dem Ministerium des Innern unterstellt iflj, hat vor kurzer Zeit. eine Archivgemeinschaft der Wohlfahrtsarchive in Berlin gegründet, die eine gegenseitige Bereicherung und Abgrenzung als Ziel haben soll. Das Archiv, dessen Beirat die Z.W.St. angehört, hat einen Tätigkeitsbericht und eine Systematik seiner Sammlungen auf dem Gebiete der öffentlichen, konfessionellen und privaten Wohlfahrtspflege herausgegeben. Unter den ersten, gemeinsamen Aufgaben, welche die Archivgemeinschaft übernommen hat, ist die Zusammenstellung eines vom Reich gewünschten Katasters der öffentlichen und privaten gemeinnützigen Einrichtungen eine der wichtigsten. Die Aussprache der Archivgemeinschaft findet allmonatlich einmal statt. Die „Deutsche Zentrale für Jugendfürsorge e. B." wurde im Juni d. I. in eine Deutsche Zentrale für freie Jugendwohlfahrt e. V. umgewandelt. Zweck des Vereins ist, für Bestrebungen jeder Art und Richtung auf dem Gebiet der freien Jngendwohlfahrt in Deutschland einen fordernden und einigenden Mittelpunkt zu bilden. Mitglieder der Zentrale sind die Hauptvorstände der konfessionellen und freien Wohlfahrtspflege (darunter die Z.W.St.) Im Juli ist in Berlin das Deutsche Archiv für Jugendwohlfahrt begründet worden von der Deutschen Zentrale für freie Jugendwohlfahrt e. V., dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht und dem Ausschuß, der deutschen Jugendverbände. Das Archiv will eine Sammel-, Auskunsts¬ und Arbeitsstelle für die gesamte Jugendwohlfahrt und Jugendbewegung schaffen, um Theorie und Praxis auf allen Gebieten der JuAendwohlfahrt durch, fachwissenschaftliche Be-- arbeitung des Sammlungs-Materials, durch Veranstaltung von Konferenzen, Kursen und Ausstellungen zu fördern im Interesse der Durchführung des Reichsjugendwohlfah.rtsgesetzcs, als Hilfsstelle des Reichsjugendamtes, als Anskunftstelle für öffentliche und private Körperschaften und auch für Einzelpersonen. * Die Reichsgemeinschast von Hauptverbänden der freien Wohlfahrtspflege, der die Z.^St. seit Begründung angehört, hat im Juli d. I. eine Umwandlung erfahren. Anlaß dazu war die Beschlußfassung über Neuaufnahme von Verbänden der Wohlfahrtspflege. Dazu kam als zweiter Grund, daß Ausgaben, die bei Gründung der R.G. von dieser übernommen worden waren (Ausbildungs-, Organisatious-, Sanierungs-, Finanzfragen) inzwischen auch von anderen Verbänden in Angriff genommen worden sind, was zu Überschneidungen geführt hat. Da die R.G. auch in Zukunft eine arbeitsfähige Gemeinschaft der ganzen freien Wohlfahrtspflege sein will, wurde sie in der Weise umgewandelt, daß sie tatsächlich einen Kuppelbau der freien Wohlfahrtspflege bildet, der nur aus den Spitzenverbänden gebildet ist mit dem Zweck: ungezwungene Aussprachen und gemeinsame Beratungen unter Allsschluß aller behördlichen, gemischtell und Fachorganisationen zu ermöglichen. Für Spezialgebiete sollen besondere Fachausschüsse angegliedert werden, z. B. der Reichsverband der privaten gemeinnützigen Kranken- und Pflegeallstalten Deutschlands für die hospitalisierte Gesundheitsfürsorge, die Deutsche Zelltrale für Alters- Hilfe (früher Altershilfe des Deutschen Volkes). Der Vorsitz wechselt alljährlich unter den Spitzenverbänden. Die Geschäftsstelle ist voll Frankfurt am Main nach Berlin verlegt worden. 6

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