Nachrichtendienst
- Journal
- Nachrichtendienst
- Volume
- 1922-1923
- Issue
- Heft 3-4 (Dezember 1922)
- Date
- 1922-12-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Deutsch-JsrarMscher Gemeindebund. OLerstudienrat Professor Dr. Schaefer, Dr. Wühelm Neu mann. Jüdischer Frauenbund. Bertha Pappenheim, Bettina Brenner, Henriette May. Zentraloerein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Justizrat Brodnitz. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Dr. Moses, Dr. Sandler. Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands. Gch. Negierungsrat Professor Dr. M. Sobernheim, Alfred Berger. Allgemeiner Nabbinerverband. Rabbiner Dr. Baeck. Jüdischer Lehrerverband. M. Steinhard, Stern. Jüdische Welthilfskonferenz. Rechtsanwalt Dr. Klee, Latzky-Berthvldi. Allgemeiner Kantorenverband. Fabisch, Güttingen. Bund Israelitischer WohlfahrtsvereinigNngen, Baden. Julius H a r t o g, Mannheim, Adolf Mann, Karlsruhe. Württembergischcr Landesverband für israelitische Wvhlfahrtsbestrebungen. R.-A. Dr. Gunzenhauser, Oberkirchenbor,sicher L. Hirsch-Stuttgart. Landesverband für Hesfen-Naffau. Adolf Stern, Frankfurt a. Main, Kommerzienrat B. A. Meyer, Mainz. Sozialer Ausschutz für.Westfalen. Rabbiner Dr. Kronhein, R.-A. Dr. KaHenftein. Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde, Berlin. Eugen Cafpary, Dr. Lamm. Verband für jüdische Wohlfahrtspflege, Berlin. Gch. Regierungsrat Dr. G. Minden, Martha Olilendorsf. Zenttale für jüdische Wohlfahrtspflege, Frankfurt a. M. Rabbiner Dr. Horowiitz, Bernhard Simon. Kommission für das Wohlfahrtswesen, Hamburg. Jakob H e ck f ch e r, Alfred L e v y. Israelitische Armenverwaltung, Köln. B. Feilchenfeld, Nathan.Kahn. Jüdischer Wohlfahrtsverband, Elberfeld-Barmen. Clara Samuel, Philipp H e y m a n n, .Elberfeld, Sanitätsrat Dr. Ollendorf, Barmen. Israelitische Religions-Gemeinde, Dresden. Kommerzienrat Max Elb, Oscar Lesser. Israelitische Religions-Gemeinde, Leipzig. Bettina Brenner, Heinrich Rosenthal. Verband für jüdische Wohlfahrtspflege, Königsberg. Justizrat Holz, N. Landsberger. Zentrale für jüdische.Wohltätigkeit, Chemnitz. Georg Mecklenburg, L. I. Joachimthal, Felix Frank. Wohlfahrtsamt Bremen. Rabbiner Dr. Rosenack, Jakob Meyer. Spenden werden eingezahlt: Postscheckkonto Berlin NW. 7, Nr. 140617 Henriette May, Schatzmeister der Zentralwohlsahrtsstelle der deutschen Inden; Bankkonto: Darmstädter- und National-Bank, Depositenkasse V, Berlin C. 2, An der Spandauer Brücke 1, Eugen Caspary, Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Inden OrgamsstionMan. Am 12. Dezember 1922 ist in einer von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden einberufenen Versammlung der Vertreter aller bedeutenden jüdischen Organisationen, der größeren Gemeinden und der Handels¬ und Industrie-Kreise beiwohnten, einstimmig beschlossen worden, zur Linderung der Notstände innerhalb der jüdischen Wohlfahrtspflege Deutschlands, eine großzügige Sammlung „Jüdische Not" zu veranstalten. Es gilt nunmehr alle Vorbereitungen für die Durchführung dieser Aktion zu treffen. Der Organifationsplan läßt. sich in kurzen Strichen folgendermaßen charakterisieren: Es wird ein Hauptausschuß gebildet, der sich aus Vertretern aller Reichs- und Landesverbände und örtlichen Zentralen zusammensetzt. Der Hauptausschuß soll nach außen hin die Solidarität des deutschen Judentums in dieser Sammlungsaktion repräsentieren. Die praktische Durchführung der Arbeit liegt in den Händen eines engeren Arbeitsausschusses, dem maßgebende Persönlichkeiten des Handels und der Industrie angehören. . Die Sammlung wird zwar nach einheitlichen großen Gesichtspunkten vorgenommen, geht aber in vollkommen dezentralisierter Weise* vor sich, indem in jeder Gemeinde ©tts suMuticep gemdkt werden, die sich ans Vertretern der Gemeinde und der am Orte bestehenden Organisationen unter Hinzuziehung geeignetster Mitarbeiter zusammensetzen. Die Art und Weise, in welcher an den einzelnen Orten die Sammlung zur Durchführung gelangt, richtet sich durchaus nach den örtlichen Verhältnissen. Wenn auch hierfür kein allgemeines Schema ausgestellt werden kann, so dürfte der von der Gemeinde Mainz vor kurzem eingeschlagene Weg vorbildlich sein. Es wurde dort an sämtliche Gemeindemitglieder ein Ausruf, in welchem die Not der Armen, und der Wohlsahrtseinrichtungen betont wird, verschickt, sodann wurden eine Anzahl Mitglieder aus allen Berussständen und Gesellschaftskreisen zu einer vertraulichen Besprechung eingeladen und ein Sammelkomitee von ca. 20 Herren gebildet. Diese Herren haben alle in Betracht kommenden Gemeindemitglieder, möglichst aus ihren Bekanntenkreisen, besucht und bei Vorlegung von Sammellisten erklärt, nur Beträge in Höhe von Mark 25 000.— und darüber hinaus in Empfang zu nehmen, da es sich um keine gewöhnliche Sammlung, sondern uni die Existenz jahrhundertealter Wohltätigkeitseinrichtungen handle. Es wurde besonders darauf hiugewiesen, daß es sich hier um eine großzügige Sache handelt und geringere Spenden nicht angebracht seien. So wurden in kürzester Frist mehrere Millionen Mark erzielt. Dieser Weg dürste wohl in den meisten Gemeinden ebenfalls beschritteu werden können. 2