Nachrichtendienst
- Journal
- Nachrichtendienst
- Volume
- 1922-1923
- Issue
- Heft 3-4 (Dezember 1922)
- Date
- 1922-12-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Sondernummer JüdiMe Not **. I922/]anuar 1923 berausgegeben von der ItntxälwoWäVxUfttWc der deutschen Juden gemeinfam mit dem HrbeiterfUrforgcamt der jüdischen Organifadonen Deutschland;, Deutsch-israelitischen demeuidebund, mifsoerem üer deutschen Juden, Jüdischen Frauenbund, der welttzilszkonserenr. 6\£> <Z^9 6^9 G\© G\9 Gv0 G'O G\9 Neben dem NadirichlendlenN der Mdischen wodlkadrtrpflege gibt die ZtntralrooblfabrtsJltUe die Zeltfcörtrt „Zedabah" Jjeraos. 6\0 ©s9 6V9 6\9 Gs9 <5v9 0s9 Gv9 Verantwortliche StzrWcitUNg: Eugen Casparo, vr.SegaN öefdläftsftenc: Berlin C.2, Kofenftraße 2/s' Celepbon: Amt Norden Nr. 9739 Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet! Bezugsbedingungen: erscheint monatlich einmal, für Mitglieder unentgeltlich. - für Nlchtmitglieder ioo.- UlarH. SesteNnngen nur bei der Oef(ba(tsneUr. Allsruf! ringende Not zwingt uns, diesen Aufruf hinauszusenden. In deutschen Landen sind alte ehrwürdige Wohltätigkeitsinstitutionen in ihrem Fortbestehen bedroht. Alle seit vielen Jahrzehnten segensreich wirkenden, von unseren Vorfahren begründeten Einrichtungen stehen vor der Auflösung, wenn ihnen nicht neue, der Zeitlage entsprechende Mittel zufließen. Kranke suchen Heilung, Alte zerbrechen unter der erbarmungslosen Wucht der Zeit, Kinder entbehren des schützenden Heims, Hungernde darben. Die Gemeinden können aus eigenen Mitteln nicht ausreichend helson. Freiwillige Hilfe tut not. Die deutsche Judenheit muß, würdig ihrer Vergangenheit, ihr wertvollstes Besitztum erhalten. Die Juden in fernen Ländern, jenseits des Meeres, sind bereit ihre Dankesschuld für die Fülle von kulturellen Gütern, die wir. ihnen gegeben haben, abzustatten und große Mittel zur Verfügung zu stellen. Sie erwarten aber als selbstverständliche Voraussetzung, daß alle Kreise in Deutschland sich des Ernstes der Situation bewußt werden, daß ein jeder seinen Verhältnissen entsprechend die größten Opfer bringe. Trotz der ungeheuer schwierigen wirtschaftlichen Lage Deutschlands, trotz der großen Verpflichtungen, die wir der allgemeinen Not gegenüber haben, muß es gelingen, die erforderlichen Mittel zu beschaffen. Es ergeht unser Ruf an die deutsche Judenheit: „Spendet mit warmen Herzen und offenen Händen!" „Laßt den Augenblick nicht unbenützt vorübergehen!" „Rettet das Erbe Eurer Eltern vor dem Untergang!" Neichswohlsahrisansschutz der Jüdischen Gemeinden' Deutschlands. Geheimrat Stern, Dr. I, Freund. Bund der gesetzestreuen Gemeinden Deutschlands. Dr. Meyer-Hildeshejimer. Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden. Rabbiner Dr. Eschelbacher, Dr. I. Segatl, S. Wronsky. Grotzkoge für Deutschland % O. B. V. Geheimrat Timendorfer, Dr. Max Ginsberg, Kommerzienrat Maximilian Stein.