Nachrichtendienst
- Journal
- Nachrichtendienst
- Volume
- 1922-1923
- Issue
- Heft 2 (November 1922)
- Date
- 1922-11-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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luib feine Folgeloirkuitgett 6eti'ojfeiieit j ü b i f ci) e it l£iu rtdjtiuifleu Deutschlands alS einmalige ARlfpeitde bereu gestellt. Die Zentralwohlfahrtsstelle hat diese große Hilfe ru' einem Augenblick sch tv erster Bedrohung der deuischett jüdi scheu WohlsahrtSeinrichtungeu mit herzlichsteiit Danke eur gegeugeuommen und berät zurzeit gemeinsanr mit der W.H.K. über die alsbaldige Verteilung des Geldes all die notüideu den Einrichtungen ttub Anstalteli. Der Reichsverband der privaten gemeinnützigen.sh'cmteu und Pslegeattstalteit Deutschlands hat vor mehreren Mo innen an den Reichstag eine Petition eiugereicht, dem Reichsverband eine Milliarde zur Verfügung zu [teilen. Durch Unterstützung der einzelnen Parteien wurde im Nachtrag zum Haushalt des Reichsarbeitsntiltisteriums für W22 eine Milliarde eingesetzt für außerordentliche «ins Antrag zu gewährende Beihilfen zur Unterstützung gemein nütziger Anstalten und solcher öffentlichen Achta.len, denen ans Mitteln der Land ec, der Gemeinden und Gemeinde verbände nicht ausreichend geholfen werden kann. Fünf Zahntet des Betrages werden an nachstehende Verbände zur Erhaltung und Unrerstütz,uug von Anstalten zur Fürsorge für Leidende, Hilflose. Bedürftige uns Ge fahrdele verteilt, wobei auch diejeuigeu k v m m u u a! e n und gemischt ivirtschaftlichru Anstalten rer-uksichligt werden können, die bisher durch freiwillige Leistungen der Arbeit nehmer unterstützt wurden: 1. Rotes Kreuz, 2. Zentratausfchuß für die Zu ne re Mission, 3. Deutscher Enritasverband, L ZentrallvohtiahrtSsteile der deutschen staden. i>. Verband der gemeinnützigcn Priva- , nranken and Pflegeanstalteu, i>. HnnptallSfchnst für Arbeiterivohlfahrt, 7. ZeutralwohlsahrtSansschns; der chciüiick; rnnionaten Ar beiterschast,. tt. Eine Vertretung derjenigen Berussorganifatioueu, die gemeinnützige Anstalten, iusbeiondere Attershbime unter halten. Ans die ZentratwohtsahrtssteUe der deutschen staden, der „der Bund der jüdischen .grauten und Psr-'geanstaiten" als Mitglied angehört, eutsatlen ick Millionen, von denen 2 Millionen durch Vermittlung des tzüirtschaslSbnndes ge mciunütziger Wohlfahriseinrichtungeu in Bst a reu verteilt werden sotten. Um die zur Vertrilung noimendigec Unterlagen;n ge Winnen, ist ein Fragebogen an sämtliche Anstalten zur Versendung gelangt, Sistlenniast..' An Zuckung ist dringend geboten! Von dem Rh eint a n d d a n : -Sammlung für rheinische und saarländische Wohlfahrtspflege.- ivnrden n.ns M a v f f»0 OüO, zur Verfügung gestellt, me wir solgenten An,taUen überwiesen haben: Israelitischer Kin^ersparvecein, Köln . Mk.!0:N'0. Israelitisches Asyl für .um, Oe und ^Altersschwache, ttölu Ehrenseid . . Btt. lOt.oo, Isreaelitische Bstaiseustistnng, Köln Brannsfeld .Bl k. -Oi oo, Israelitische Kuranstalt für Rerven und Gemütskranke, Sayn bei E ab lenz . . Mk. ,0i00. AuS den Mitteln der A l t e r s h i l f e b c s o e u t f tl) e u V olke S wurden uns M k.!0 00i>, überwiesen, die be stimmungsgemäß zur Verteilung für bedürftige alte Leute iit der Pfalz gelaugt sittd, und zwar erhielten die jüdischen Gemeinden Kaiserslauleru Mk. 3000, , Landau Mk. 3000, , Speyer Mk. 2000,-—. Fertter wurden dem Altersheim Alteustein durch Vermittlung der Z.W.St. aus den .Mittelu der Arlershi.se Mt. 30 000,— überwiesen. verkehr mit ödjördeu, feonfeffumctien und intcrUonfcfflonellcn Organifationen. D t e Deut s ch e Zent r al e s li r Ing e u d f ü r ' sor g e veranstaltete vom 00. -st!. November eine Konferenz, über die Fragen des Mädchen sch utzes, bei der als Vertreterin der Z.W.St. der deutschen Inden, Frl. Bertha Pavpenheim Frankfurt, referierte. Im Anschluß an diese Konferenz fand eine Sitzung ve-s Hauptausschusses der D.Z.s.st. statt, deren Program nt niir die Themen folgender urts iutcr - essierendec Referate enrnedmen: AusbitdnugS'ragen der Iug c n d r v v h t i a h r»S b e a, 11 l e. t and Beamtinnen: Beeatn.ng über die Aufsteitung eia.ee gemeinsamen Vorstylagslifte der D.Z.s.I. und des Ausjchnsies de.: oeutschett Ingendver bände für den Reichsbeirnl snc Ingendrvoh'sahrr. Bei der anläß-ich oes 35jährigen Bestehens stattge snndi neu st i; b i l ä n m -- st a g u;i g d e S E arit a S B e r band e s in .n.'-nn vom '*■ or. November war Herr Rabbiner Dc. Rosenu,ai .estKa .us der Vertreter der Z.W.St. tüs-egea und hielt et-.e eindrucksoorle R'de. Die allgemeinen Betsal' fand. 'älonrden übe,- sorgende F'eagen der Wohisayrtspslege genauen:!. >-.!e11c'a-::t,:eciürist.rge and Alwrshllie. 2. Bestt'.rustsassnng;>er ei ■ '' -ug eines '.krelchswaise!!- van-' Vervanoes. Rene Wege der Mäd-Meiiselültzarbeit. 0 Ausbau der >tt.'derii!: g-ege. Die R e t ch s a e m e t n ) ot a > t von .vaupiverbäudeil der freien Wohtfahrtsvslege r.nanstaltete vom >3. t.B Novemder m B x e m e it ein 1 Sackjocrständigen .äonserenz über Fluantsrage.-. wenner :»err 7 c. L e g a t t beilvohute. Ans dem Einiadnngsnlnechen eataehuren wir solgen-de Grundsätze, an denen die indisehe Wohlmyrtspslege stark inter ejfirvi ist. Die katastrophale Entwertung der Mark und die da mii verbundenen Ecstchüttecnnr..ea. 'e-i Wirrfchnftslebens stellen auch tuevrivate Wohtsahrtspstege ooc ins llngemesfene wachsenden Schwierigkeiten, tülrichvicl, ob es fiel) am Au üalrsbetriebe oder am Vereine bandelt, ihre Einnahmen tonnen nicht annähernd Schritt hatten mit den fvrung ho.zten Steigeruugei« der Ausgabeu. Tie Angestellte!! könueu niclil ihrer r'ltoeilsleistnng, ja hättjla. >iichr einmal dem Eristenzminim-im entsprechend besoldet iverden. Die Be ck as,n.ln >» ülewecn, Lebensmittetn lägt sich nicht weiter emsthränkeg. Tie Kohtensrage droht jegliche Bewirtschastnng überhaikpl tiitmöglich m machen. Zur Beürettnug der i'nbedingt notwendigen Ausgabeu reichen die aus Vilegegeldern, Btttgltederbeilrägen, Spenden oder Zuschüssen ans össeallichen Mitteln geivonnenen Gelder nicht ans. Das Pslrgegeldn.n'seit must auf eine neue, den uu sichern ivirlschastüchen Verhältnissen Rechitnug tragende e.'rundtage gestellt werden. Die teistltugssähigeu Instan;en müssen in ganz an-üecent Mage als bisher heraitgezogen iverden, um tre private Wohlfahrtspflege ant Leben zi, erhalten. Der;n ilnrer-ic ans der pr'valen Wohlsahrls pflege lastende .^lenerornck, must abgeschasst oder doch wenigstens ans ein gerechtes Mast herabgemindert werden. Aber auch von Seiten der privaten Wohlfahrtspflege selbst sind gründliche Refvrirteu zu soroeca. Nitr das unbedingt Notwendige und das Lebensfähige darf erhallen bleiben. Die Wictschajtsführnng, iiwbesondere der An ftaltcn mns; den neuzeitlichen Ansordertntgeu entsprechend ausgestattet iverden durch Einrichtung der Buchführultg, durch Ansrhlnst produktiver Betriebe, durch Verkoppelung verschiedenartiger A.nstatten, durch konsumgenosseuschastlichen Zttsammenschkuß oder durch ünireeaustausch der WohtfahrtS betriebe untereinander usw. Die Lösung der meisten stichwortartig augedeuteten Frageil ist schon in Angriff genommen worden. Gute und schlechte Erfahrungen der verschiedensten Art liegen vor. Es fehlt nur n.och, dag diese Erfahrungen gesamutelt und verarbeitet werde"., das; Versonlichkeiten, die sieh bereits mit Erfolg tun die Lösung der Fragen bemüht haben, einmal zu einem MeinungsattStansch zusamntentreteu.