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Nachrichtendienst · 1926-04-01 · Heft 1 (April 1926) · p. Seite 4

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Journal
Nachrichtendienst
Volume
1926-1927
Issue
Heft 1 (April 1926)
Date
1926-04-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 ßefundijeitsfürforge. Tie Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Tuberkulosefürsorge" hat aus dem osseucu Fonds zur Bekämpfuug der Tuberkulose bis jetzt folgende Zuschüsse geleistet: 3925: Zahl der Fälle . . 40 davon Männer . . 18 Frauen .... 20 Kinder .... 2 davon Inländer. . 22 Ausländer . . . 1<S Pauschalsumme 1925 . . 10 608,90 Mk. 1926:1.1. 28.2: Zahl der Fälle . . 19 davon Mäuuer . . 4 Frauen .... 9 Kinder .... davon Inländer. . 9 Ausländer ... 3 staatenlos ... 1 Pauschalsumme 1926 . . c87,50Mk. Tie Patienten stammten aus: Anrath, Berlin, Ber lichingen, Bernstadt, Bialistock, Birtenwerdcr, TreSdeu, Emden, Frankfurt a. M., Gleiwitz, Göppingen, Groß Rofinko, Halle a. S., Hannover, HermSdorf bei Berlin, Jena, Karlsruhe, Königsberg, Langen, Leipzig, Magdeburgs Marburg, München, Oluhaufen, Ratibor, Rofcnberg, Lchneidemühl, Schwarzenborn, Stcttitr. Tie Patienten wurden untergebracht in: Badenweiler, Davos, Dürrheim, Flinsbera, Hoheulpcheu, Lepsin, Meran, Nordrach, St. Blasien, Soden, Schlachtensee, Urach, Wolsratshausen. Das Reichsarbeitsministerium hat zur Fortführung von .H e i l st ä t t e n f u r e tt für 1 u b e r k u l ö s e r krankte Schwestern wiederum einen größeren Betrag in Aussicht gestellt. Die für jüdische Schwestern seither lausenden Kuren mußten, da die alten Mittel erschöpft waren, aus andere Kofteirträger übergcleitet werden. Neue Anträge sind in Zukunft nschk mehr an die Z.W.St., sondern an die „Jüdische Tuberkulosefürsorge" zu richtete, der die neuen Reichsmittel zur Verwendung übergeben werden. In der Arbeitsgemeinschaft für E r h o l u n g s s ü r s o r g e ist man bemüht, auf Grund der Erfahrungen des letzten Jahres ein einheitliches Ausnahmesormular für alle Entsendestellen durchzusühren, um auf Gruttd des so gewonnenen Materials einen wirklich zuverlässigen Ueberblick über die Zusammensetzung der verschickten Kinder nacfj dem Alter, nach dem Gesundheitszustand und nach vielen anderen wichtigen Gesichtspunkten zu gewinnen. Zur Zeit wird das in der Erholungszentrale gesammelte Material, das naturgemäß nicht ganz vollständig ist, tabellarisch bearbeitet. Die Ergebnisse werden in der nächsten Nummer verössentlicht werden. Ganz besondere Bedeutung wird in der Erholungssürsorge der Regelung der Planwirtschaft entgcgeugebracht. Hier handelt es sich darum, dafür zu sorgen, daß die vorhandenen Heime so ökonomisch als möglich ausgcnützt werden und daß vor allem der Leerlauf auf eine möglichst geringe Dauer beschränkt wird. Die für die Durchführung einer Planwirtschaft erforderlichen Unterlagen über Belegungsdauer, Pslegesätze, Betriebskosten usw. werden durch eine besondere Umfrage festgestellt. Gleichzeitig wird versucht, bei den einzelnen Entsendeftcllen zn ermitteln, ob ihre Heime für den Sommer voll besetzt sind; wieviel Plätze, für welche Dauer und zu welchen Pflegesätzen in den betreffeitden Heimen zur Verfügung stehen und welches Bedürfnis für die Unterbringung von Kindern in anderen .Heimen vorhanden ist. Uns Grund der eingehenden Antworten wird versucht werden, einen Ausgleich bei der Unterbringung in den einzelnen Heimen herbeizuführcn. Mitteilungen von jüdischen Erhslnnzsheimcn: 1. K i n d e r h o l u n g s h e i m der Z i o n l o g e, Geschäftsstelle: Hannover, Rathenauplatz 14. Pslcgesatz 3 4 Mk. täglich, für Wohlsahrtskinder Monat Mai bevorzugt. 2. I ü d i s ch e Kinde r heil ft ä t t e K r e u z n a ch, Geschäftsstelle: Köln Rhein, Rooustraße 50. Verpflegungssatz 3,50 Mk. pro Tag, für Wohlsahrtskinder ausgenommen Juli, August, September. In K-c^zvach befinde: sich jetzt auch eine Abteilung für erholungsbedürftige Erwachsene. Eröffnung am 26. April. Aufnahme finden erholungsbedürftige Frauen und Mädchen. Verpflegungssatz für Patienten, die durch Wohlfahrtsämter und Vereine zugewiesen werden, 5,50 Mk. täglich iukl. Arzt, Bäder, Höhensonne usw. 3. Jüdische K i n d c r h e i l st ä t t e K i s s i n g e n, (Geschäftsstelle: Nürnberg, Jakobstraße 12. Pslcgesatz zirka 75 100 Mk. für 4 Wochen und nach Vereinbarung. Für junge Mädchen gewährt die Heilstätte rituelle Verpflegung und freie ärztliche Behandlung. Die Kur kann jederzeit begonnen werden. 4. F e r i e nh e i m der G e r m a n i a - L o g e D ö l a u e r Heide, Geschäftsstelle: Halle a. S., Försterstraße 13. Pflegesatz 3, Mk. täglich. Das Heim wird gegebenenfalls an jüdische Organisationen zur Selbstbewirtschaftung für mehrere Wochen vermietet. 5. K i n d e r e r h o l u n g s h e i m F l i n s b c r g, Geschäfts stelle: Breslau, Wallstraße 9, hat für den Sommer die Belegungen wie folgt vorgesehen: vom 8. April bis Pfingsten: Kinderbelegung; Ende Mai bis Ende Juni: Damen des Mittelstandes; Juli, August bis zu den Feiertagen: Kinderbelegung; nach den Feiertagen: Knaben Kolonie. Verpflegungssatz für Kinder außerhalb Schlesiens 3,50 Mk. pro Tag, für Erwachsene 4, - Mk. Vorausbezahlung wird verlangt. 6. Israel. Kinderheim für Westfalen und angrenzende G.' biete, Bad S a f f e n h e i m. Kurbeginu am 27. April, Pslcgesatz für 4 Wochen 75, Mk. 7. Kinderheim Ermreuth bei Nürnberg wird in diesem Jahre Mitte Juli eröffne: werden. Voraussicht licher Pslcgesatz 2, - Mk. pro Tag. Für W o h l s a h r t s p s l e g e r i n n e n stehen in F l i n sberg noch einige Plätze im Juni zur Verfügung. Meldungen für Flinsberg und Ziegenhals werden bis zum 15. April an die „Jüdische Erholungssürsorge" erbeten. Mit Wirkung vom 1. Januar 1926 an beteiligt sich die R e i ch s v c r s i ch e r u n g s a n st a l t für Angestellte allgemein an der Heilfürsorge für Kinder ihrer Versicherten einschließlich der Waisenrentenempsänger und der Kinder von Ruhegeldempfängern im Alter von 6—16 Jahren. Mit der Durchführung des Verfahrens ist der Verein Landaufenthalt für Stadtkinder betraut. Voraussetzung für die Gewährung eines Zuschusses -ist, daß es sich um behandlungsbedürftige, tuberkulöse, tuberkulös gefährdete oder rachitische Kinder handelt. Der Zuschuß beträgt bis zur Hälfte der erforderlichen Mittel einschließlich der Reisekosten. Die andere Hälfte muß sichergestellt sein, ehe ein Zuschuß beantragt wird. Die Anträge sind von den jüdischen Wohlfahrtsämtern den Bezirksfürsorgestcllen zur Weiterleitung an die Rcichszcntrale des Vereins Landaufenthalt zn übergeben. Vorgeschriebene Formulare können von der Z.W.St. bezogen werden. Ausführliche Mitteilungen sind den Wohlfahrtsämtern schon zugegangcn. jugendwohlfghrt und Jugendpflege. Das Reichsministerium des Innern hat als Beisitzer zu den F i l m p r ü s st e l l e n und zur Filmoberprüfstelle neuerdings Persönlichkeiten zugelassen, die ihren Wohnsitz nicht am Orte der Prüfstelle selbst haben. Seitens der Z.W.St. wurde je ein Vertreter der jüdischen Wohlfahrtspflege für die Prüfstellen in Berlin und München und für die Filmoberprüsstelle benannt.

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