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Ben Chananja · 1867-02-15 · 4 (15.2.1867) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
4 (15.2.1867)
Date
1867-02-15
Page
– (sequence 30)
Language
German
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179 Jahre unbrauchbar und unbewohnbar war, ist ganz umgestaltet, und ein.[’Stadtviertel nach dem neuesten Gi schmacke. Alle Häuser sind ausgebessert, geweisst, gereiniget worden; die Strassen wurden gepflastert, Kanäle.'gezogen und mehrere Brunnen gegraben; prachtvolle neue Synagogen konnten vollendet, die'alten innerlich und äusserlich mit ungelöschtem Kalk Ubertüncht werden. Unser Spit algewährt einen zufriedenstellenden Anblick und leistet den Unglücklichen täglich;'die erfolgreichsten Dienste. Der erste Impuls ist gegeben und von allen Seiten verbreitet sich der Wetteifer. Die kleine Mellah wird hoffentlich bald nach dem Beispiele der grossen umgestaltet sein; rüstig wird an der Ausbesserung gearbeitet und es wurde letzthin ein Fischteich gelegt, durch welchen die Einwohner ihrer Reinlichkeit in einem zwar kalten, aber reichlichen und sorgfaltig erneutem Wasser eine Sorgfalt widmen können, die ihnen früher unbekannt war.“ , ״Wir befinden uns auf gutem Wege und Sie können überzeugt Sein, dass ich meine Hilfe und meinen Schutz den armen Israeliten von Mogador unter keinerlei Umständen entziehen werde; ich empfinde für sie eine Sympathie, die desto lebhafter ist, je verlassener sie sind.“ Sich selbst mit der natürlichen Bescheidenheit des wahren Wohlthäters vergessend, empfiehlt er dem Angedenken der Alliance fünf Israeliten, die seine Helfer waren, die Herren Affialo, Afferat-e!-Hazzen-Bu , Icoub Pinto, Isaac Coriat, Delevante. Wir jedoch werden des llerrn Gay nicht vergessen. Wir bewahren uns sein Andenken, als das eines Wohlthäters unserer Glaubensgenossen und schätzen uns glücklich, ihm den öffentlichen Ausdruck unseres Dankes zu übersenden. ' Die jüdische Bevölkerung von Mogador hat auch andere Wohltkäter: Herr Dr. Touvenin, ein französischer Arzt, der die Armen mit gleichem Eifer behandelt , ohne seinen Nutzen zu berechnen; Herr Beaumier, französischer Konsul, dem■ wir die Organisation einer neuen Schule verdanken. Die Gemeinde besass früher eine nur kleine Schule, gegründet, vom Vereine Board of Deputies; der Verein erkannte mit uns die Nothwendigkeit, eine grössere;׳Schule zu gründen, welche die Lehrer und Schüler der bestehenden aufnehmen sollte, und die Geraeinde erklärte sich bereit, zur Unterstützung der Anstalt die Kosten der erstepMinrichtung zu tragen. י - . Wir berichteten Ihnen über, die schon bestehenden Schulen, bald werden auch andere entstehen. Schon Hess Säffi zur Erziehung* mehrerer. Kinder einen früheren Zögling der Schule zu Tanger kommen und die Alliance erhot sich, diesen jungen Lehrer zu unter- 180 stützen , um ihn zur Eröffnung einer Schule in dieser ,Stadt zu. ermuflügen. n In den Kttstenstädten wird der Unterrieht beginnen und sich auf die Gegenstände erstrecken, die auch im Innern des Landes gelehrt werden. Fez wünscht eine Schule Und der Tag ist nicht mehr fern, an dem wir unsein Unterricht in eine Stadt einführendie den Europäern bisher verschlossen war. ע Auch in der Türkei und in Klein-Asien besitzen wir Schulen. Das KomitA der A 11 i a n c e in Konstäntinopel errichtete unter Leitung des Komitö- Präsidenten Ab, Camo.ndo eine neue Schule, die trefflich gedeiht; im verflossenen Jahre wurde ihr von unserem Zentral-KomitA eine Subvention zu Theil. / In Volo, einer kleinen Gemeinde Th essaliens, bringen mehrere Israeliten grosse Opfer zur Erhaltung der Schule, die Alliance kommt ihnen zu Hilfe und die Schule gedeiht unter der Direktion des* Herrn Weisskopb eines wahrhaft vorzüglichen Lehrers, würdig an die Spitze einer grossen Schule gesetzt zu werden. In Salonich gründete das Lokal-KomifA ein Institut, das ausschliesslich den Bemittelten geöffnet ist. Wir erwarten die Abänderung der Organisation; freundliche Aufnahme auch der armen Kinder, um die Schule zu subyentioniren. In Bagdad zählt die seit zwei Jahren bestehende Schule eine kleine Anzahl von Schülern. Uneinigkeiten zwischen ,der Gemeinde und dem Direktor verhinderten das Aufblühen derselben. Die Schüler, bisher noch in geringer Anzahl, arbeiten und lernen. Nachdem ihr Lehrer abgereist war, schrieben sie selbst an uns einen französischen Brief, in dem sich ihr Wünsch, sich zu vervollkommnen, wahrhaft, rührend ausspricht. . ״Wir sind, sagen sie, die Kinder der durch die Alliance israölite universelle gegründeten Schule zu Bagdad. Sie sehen , meine Herren , dass wir ein wenig geläufig französisch schreiben, und wir vergessen nie, dass wir es nur Ihrer Güte verdanken diese Sprache . erlernt zu haben. Wir zeigen Ihnen an, dass unser Lehrer abgereist ist und wir ohne Professor blieben, wir bitten Sie, uns bald einen Nachfolger zu senden, der uns die französische Sprache vollkommen lehre. Wir werden Ihnen ewig dankbar sein und wir bitten Sie, zu glauben, dass wir Ihnen verbunden bleiben. Wir haben begonnen, englisch zu lernen, es ist auch ein Herr hier, der uns Unterricht im Französischen ertheilt, doch ist er zu sehr beschäftigt, weil er Telegrafendienste zu lei• sten hat.

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