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Ben Chananja · 1867-02-15 · 4 (15.2.1867) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
4 (15.2.1867)
Date
1867-02-15
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Beilage zum ״Ben Chananja“ Nr. 4. 1867. der Alliance israeli'te universelle. II. Semester 1866. Protokoll der Generalversammlung, abgeMten am 29. lovember 1866. Die sechste Generalversammlung der Alliance israClite universelle wurde am Montag, den 29. November, im Molierischen Saale unter dem Präsidium des Herrn Adolf CrCmieux abgehalten. Unter den anwesenden Mitgliedern hemerkte man die Herren: Albert Cohn, Präsident des KomitCs für Wohlthätigkeit;. B. Artom, Rabbiner der portugiesischen Gemeinde zu London; N. Camondo, Präsident des ZentralkomitCs der Alliance für die Türkei; den Grand-Rabbin Isidor; die Rabbiuen Lazard, Mayer; Herrn Trenel,. Direktor des Seminars; die Pfarrer Martin Paschoud und Petavel; den Oberrabbiner von Stuhlweissenburg; den Kadi Nessim Semana aus Tunis; Heinrich Dunant aus Genf u. a. m. . Herr .Heven verliest folgenden Bericht über die Thätigkeit des Zentral-KomitCs: Meine Herren'! Sie wohnen heute der sechsten Generäl Versammlung der Alliance israelite universelle bei. Anfangs auf den 6. Juni bestimmt, musste sie verlegt werden wegen der Abwesenheit unseres Präsideuten, der sich damals zur. Verteidigung unserer Glaubensgenossen in Bukarest befand. Wir mussten seine Rückkehr abwarten, und da es uns nicht entging, dass der Herbst die geeigneteste Zeit ist zur Abhaltung unserer periodischen Zesammenkünfte, haben wir die Sitzung für den Monat November anberaumt. Siebzehn Monate scheiden diese General- Versammlung von der vorhergehenden, doch haben wir die Genugthuung, nach diesem Zeiträume das Blühen und Gedeihen unserer Gesellschaft verkünden zu können; sie ist gewachsen^ wie. in keiner vorhergehenden Periode. Sie werden sogleich sehen, wie wir diese Zunahme an Kraft zu Nutz und Heil unserer Glaubensgenossen verwendet haben, und. doch: wollten wir unsere Kraft mit der Erhabenheit der Aufgabe, die wir zu lösen haben; vergleichen, würde nichts So sehr in die Augen springen.,!• als die Unzulänglichkeit derselben. י> Frei wollen wir alle unsere Glaubensgenossen sehen; doch wie gross ist die Zahl der Unterdrückten in Israel, in jedweder Form findet sich die Bedrückung unter ihnen. Während sie in manchen Ländem, die sich für zivilisirt ausgeben, für die Beseitigung von Gesetzen kämpfen, die ihre bürgerlichen und politischen Rechte beschränken, leben sie anderwärts inmitten von rohen Völkerschaften, deren Fanatismus sie ohne Unterlass mit Gewaltthätigkeit bedroht und oft genug kühlt sich an ihnen die brutale Gewalt. Verbannen wollen wir die Unwissen heit aus Israels Mitte und allen Israeliten eine Summe von Kenntnissen beibringen, die die gemeinsame Grundlage der gebildeten Völker bilden. Doch wie gross ist die Zahl jener, die, durch eine unendliche Weite von uns getrennt, eingeengt zwischen rohen Völkerschaften, durch Verfolgungen von jeder geistiger Arbeit zurückgehalten, kaum Kenntniss haben von ihrer Religion und unser bedürfen, um aus der dumpfen Unthätigkeit gerissen zu werden, in welcher sie vegetiren! Auf unsere Geschichte wollen wir hinweisen, bekannt machen unsere sittliche Lehre , aufzeigen die Rolle, die uns in den gesellschaftlichen Bewegungen zugefallen, und auf allen Seiten begegnen uns die gräulichsten Vorurtheile, die Fanatismus und. Leidenschaft erzeugt haben. Die Schwierigkeiten unserer Aufgabe sind . unermesslich. Um sie zu lösen, müssten sieh uns die. Israeliten des ganzen Erdenrundes anschliessen, und wir sind nur von geringer Zahl. Doch wir haben unser Werk begonnen, wir rufen uns seine Geschichte, die beseitigten Schwierigkeiten, das vollbrachte Gute ins Gedächtniss, und finden in demselben für die Zukurift unserer Genossenschaft einen unversiegfiaren Quell der Hoffnung. Betrachten wir vor Allem den Fortschritt in unserer Organisation. Die Zahl der Mitglieder-hat sich seit der letzten Generalversammlung׳ um ein sehr beträchtliehes vermehrt. Neue Lokal-Komitös haben sich gebildet, für Frankreich in Beifort, Bischwiller, Carpentras, Colmar, Epinal, Högenheim, Metz, NimeSj Phalsburg, Luxemburg, für Italien in Neapel; für Griechenland in Chalcis; für Marokko Tn; Fez und Tunis; für die Türkei in Adrianopel, Bagdad, Choumla, Jänina, Larissa, Philippopolis, Serez, Tripolis. Neue Mitglieder hat unser Verein gewennen in Frankreich zu Havre, Nantes, Remiremont; in Algier zu Bona, S6tif, Mosta-

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