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Ben Chananja · 1867-02-01 · 3 (1.2.1867) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
3 (1.2.1867)
Date
1867-02-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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10(! n; r ,Auf.: Jäner.An der Pester Mnsterhanptschule ist ein Wt dem JahreSgehalte von 600 fl. verbundener LehreMsten zu, besetzen. Kenntniß der, ungarischen Spräche ist unerläßlich. Die Anmeldnngsgefuche sind an den k. ungar. Statthaltereirath. zu richten, und der Ofner Schul-Ober- Direktion einzusenden. Lugos, 20. Jäner. Unsere Schule ist zur öffentlichen vierklaffigen Hauptschule erhoben, und der um dieselbe sehr verdiente Herr M. Weiser zum Direktor derselben ernannt worden. Bisher hat der hochw. Gymnastaldirektor, Herr Billmann, als Direktor unserer Schule, sehr wohlthätig gewirkt. L. S.-A.-Ujhely, 2. Jäner. Der Redakteur des ״Schulboten", Herr Fischer, setzt seine taktvolle Redaktionsthätigfeit fort, und gibt-sich der Hoffnung hin, in der Folge wärmere Unterstützung seines nützlichen Unternehmens zu K. Trier, 30. Dezember. Die in meinem Berichte in Nr. 43 des ״B. CHF erwähnte Kommission zur Umarbeitung des Statutes für das Seminar zu Münster hat dieses mit einer kräftigen Ansprache, letztere von Dr:-Philippson verfaßt, an die Gemeinden Rheinlands und Westfalens versendet. Am Schluffe der, Ansprache wurden diese aufgefordert: ״Ihre Beschlüsse über einen festen Jahresbeitrag (von mindestens 10 Thlrn. nach §. 5 des Statuts) auf miudedens 10 Jahre aus dem Gemeindestat der Kommission zukommen zu lassen. Ich befürchte, daß viele, besonders kleine Gemeinden sich hierzu nicht entschließen würden und habe ich diese meine Befürchtung dem Herrn Rabb. Dr. Philippjon auch mitgetheilt, mit meinem Wunsche, diese Bestimmung 'des §. 5 des Statuts zu ändern. Ueber den Erfolg dieser sehr wichtigen Angelegenheit werde ich Ihnen von Zeit zu Zeit berichten. Literatur.? Paris, 20. Jäner, Herr Albert Cohn richtete im abgelaufenen Jahre ein Schreiben an den verdienstvollen Redakteür des ״Bet-El", Herrn Ignaz Reich, in welchem er sich über das Projekt desselben zur Herausgabe eines ״Jahrbuches zur Förderung des Ackerbaues und des Handwerkes" sehr lobend ausspricht, Herr Albert Cohn erwartet von einem derartigen Unternehmen 'eine segensreiche erscheinen wird> ist eS nicht nöthig, dasselbe.,zu! ׳empfehlen. Jtde Schulbibliothek sollte eS besitzen, und -in keiner Bibliothek einer gebildeten jüdischen Familie sollte es fehlen. :/;}■ . 8. Kaschan, im Inner. Folgenden Titel trägt eine Flu^ schrift, die soeben in der!hiesigen Werfer'schen Buchdruckerei erschienen ist: ״Sechs Briefe zur Beleuchtung der religiösen Wirren in Obe.rungarn, von einem Beamten der israelitischeu Kultusgemeindc in Eperies." Die mit Sachkenntniß, tiefer Einsicht und religiöser Wärme! geschriebenen Briefe sind, genau genommen, ein Nothschrei gegen die Beschlüsse der Synode von Nagy-Mihäly, die namentlich in EperieS viel Unheil gestiftet, haben, indem dadurch das Einkommen geschmälert wurde , dessen Quelle die Abgabe vom ׳Fleische war. Diese Abgabe ist indeß heutzutage schon wegen der gewerblichen Verhältnisse an vielen Orten nicht eindringlich, und selbst dort, wo die Orthodoren mit den von der Gemeinde. besoldeten! Schächtern zufrieden sind, ist die Basis der Gabella erschüttert, und sind die Gemeinden darauf hingewiesen, zur Deckung ihrer Bedürfnisse zuverlässigere Quellen zu suchen. Abgesehen davon ist dem vorliegenden Schriftcheu eine weite Verbreitung und dem tüchtigen Verfasser ein seinen Kräften entsprechender, lohnender Wirkungskreis zu wünschen. — Miskolc), 20. Jäner. Die Predigt ״Denk- Und Redefreiheit im Jndenthume", die unser Prediger Dr. Klein soeben zu Gunsten der Armen herausgab, wird gewiß auch in weiteren Kreisen die Sensation erregen, die sie hier erregt hat. Berlin, 3. Jäner. Die frenudliche Aufnahme,, welche mein nach Handschriften und alten Ausgaben edirtes Raschi- Werk in den verschiedensten Kreisen gefunden, veranlaßt mich, dem an mich vielfach ergangenen Wunsche wegen Veriängernng deS Termins, innerhalb dessen das Werk ohne Er- Höhung des Preises von mir zu beziehen wäre, Folge zu geben. ׳ Ich werde daher die kritische Raschi-Ausgabe bis zum 1. April d. I. für den Preis von 1'/^ Thaler abgewen, Buchhändlern und Lehranstalten bei Entnahme von Partien einen angemessenen Rabbat gewähren, und Besteslungen, die der Kürze wegen auch per Postanweisung mit Bezugnahme auf das Datum dieser Anzeige gemacht werden können, ungesäumt ausführen. B e r l in e r, Königsgraben 14a. 8. Paris, im Jäner.' Trotz der so oft wiederholten Klage über Jndifferentismuö gegen die jüdische Literatur nimmt dieselbe augenscheinlich einen früher! nie gekannten Aufschwung. Neben dem Vereine ״Mekize Nirdamim" ist ein ähnlicher Verein /,Schom're Thora" im Entstehen, mit dessen Unterstützung der Redakteur des hier erscheinenden ״Libanon" alte hebräische Handschriften ediren wird. Jedes unterstützende .Mitglied entrichtet jährlich einen Minimalbetrag von 10 Franks. Die Abonnenten des ״Libanon" erhalten sowol dieses Blatt, . als auch die neuen Editionen in Frankreich für 20, außerhalb Frankreichs für 22 Franks. Herr Brill würde sehr wohl daran thun, sich mit einigen Sachkennern in Verbindung zu setzen, um die Verantwortlichkeit für das ganze Gebühren des Unternehmens nicht auf seinen Schullern allein lasten zu lassen. A Pest, 15. Jäner. Herr Ignaz Reich versendet soeben : ״Einladung zur Pränumeration auf die zweite, durch Porträtzulage erweiterte Auflage des 1. und 2. Bandes Beth-El, Ehrentempel verdienter ungarischer Israeliten." DaS Gesammtwerk, aus 2 Bänden zu je 3 Lieferungen bestehend, und 14 Porträts enthaltend, kostet blos 4 fl. Prachtaus gäbe 6 fl. Sammler erhalten auf 10 Eremplare ein GratiSeremplar. Bei der allgemeinen Beliebtheit dieses Werkeö, von welchem auch eine Ausgabe in ungarischer Sprache Ne ft 1מ o g i e. - K. Matö-Szalka, im Dezember *). Die hiesige G^- meinde hat eir.en ihrer würdigsten und verdienstvollsten :Männer verloren: Herrn Simon Kern, der durch.seine echt religiöse' Gesinnung, seine Leutseligkeit und Sanstmuth, .seine Wohlthätigkeit und seine Begeisterung für,hie Llngxlegenheiten Israels von Allen, die ihn kannten, hochgeschätzt wurde. Friede seiner Asche! — b. Martonos (Bäcser Kom.), 21. Jäner. Nicht, :nur in Städten, sonder» auch in Dörfern tritt der Fortschritt der religiösen. Duldung immer sichtbarer hervor. Bei dem Leichenbegängnisse des Herrn Gmanuel Welss, das gestern stattfand, erschienen die katholischen und serbischen. Ortögeistlichen, die Ortsrepräsentanten und ein beträchtlicher Theil der christlichen Bevölkerung, um dem Verblichenen, der sich durch seine Biederkeit und Wohlthätigkeit die Ach״- tung seiner ganzen Umgebung erworben hat, den..>letzten Liebesdienst zu erweisen. Löw, der die Leichenrede hiest,, richtete in Ungarische Sprache brüderliche Worte an seine zahlreichen christlichen Zuhörer. Beim Leichenbegängnisse wurden an alle Ortsarmen Spenden vertheilt. , *) Durch Zufall verspätet, ' ־ . : R e d. .1

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