Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 10 (1867)
- Issue
- 3 (1.2.1867)
- Date
- 1867-02-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2542917-2543273-2543277--5186-2549220- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
97 *' & ^echttitz, im Jäner. Der edle Nestor uuserer Ge-- stleinde, Herr Aron Pick ) hat zu seinem 33. GebürtStäge 320 fl. an'hiesige Arme verthetlt, Und zehn der ärmste» Gemeindeglieder au seiner Tafel fetirt. Bei dieser Gelegenheit spendeten Herr Friedrich v. Schey 50, Gustav Pick 25 und Koritschaner 5 fl. Auch ein Banket gab Herr Pick, das durch Toaste, besonders durch den des Herrn OberrabbinerH Drs Zipser, gewürzt wurde. Möge uns Herr Aron Pick als Zierde des ungarischen Israels noch lauge erhalten werden! 14. ^ima-Lzombat, im Jäner. Zu unserem Synagogenbaue haben bisher gespendet die Gemeinden zu Prag 25, Großwardein 20, Gr.-Kanizsa 42, O. Wanya 20 , Erdö- Benye 3, Uugvär 5, B. Cfaba 25, Sz. AndräS 5, Aßod 10, Päko 5, Csenger 2—30, Bistritz 1, GvöngyoS 25, Gyönk 9,׳ Arad 15, Endrü 1, Sabaria 7, N. Abon.y 4—50, Bözing 5, Moor 2, CsücS 1—50, Cservenka 15 , Gyoma 3, Apostag 5, Güßing 9, Keßthely, 8—50, Egerßeg 8, Vörösvär 9, Büküs 11, Ketskemüt 5, Dabso 1—50, Csücs 5, Cseße 9, Csaßkä 10, Bajmok 1—50, Bölcske 1-50, Rechnitz 2—50, Bätorkezi 6, K.'Ladäny 3, Beßko 7, Freistadl 1. Jankoväcz 7, AlmoSd 13—50, Samson S, Varona 10, Gönz 10, M. KereßteS 4—50, Bariza 1, Csicser 9, Csepely 6—50, Battonya 7, K. Apäti 1, Bälkäny 50 kr., Szolnok 1, Temesvar 17, Csörzo 7, Abad 4—80, Tütsny 3, Holits 4, Frauenkirchen 4, S. A. Ujhely 3, Adony 40 kr., Strazka 2, T. Deö 5, N. Bitsche 7—50, Szigetvär 5, St. Gro! 10, L. St. Miklos 38—50, Baranis 2, Sufi 6, Malsszakka 25, Lugos 25, Aßonfa 5, Csakova 15 Gulden. Montefiore spendete 3 Pf. 3 Sch. und richtete ein aufmuuterndeS Schreiben an die Gemeinde. ■ L.Temcsvar, im Jäner. Unter denj verschiedenen HumanitätS-Jnstitutionen, deren Wirksamkeit die Unterstützung armer Mitglieder der hiesigen israelitischen Bevölkerung zum Zwecke hat, nehmen die beiden unter der Leitung der Franen Marie Scharmann nud Rosa - Fischt stehenden Franenvereine einen vorzüglichen Rang ein. Alljährlich werden von denselben arme Witwen und hilfsbedürftige Familien mit namhaften Beträgen an Geld und zum Theile auch mit den nothwendigsten Lebensmitteln und Heizungsmaterial versorgt. Zur Vermehrung deS Vereinsfondes wurde am 26, d. im städtischen Redoutensaale ein Ball veranstaltet, welcher zu den schönsten in dieser Karnevälssaison zählte und sich einer besonder» Theilnahme erfreute. Außer den Spitzen der verschiedenen Behörden des Komitates und Magistrats fanden sich auch sämmtliche Herren Generäle und sonstige Notabibilitäten bei demselben ein. Das dem Fonde zu Gute kommend'e Reinerträgniß soll sich auf mehr als fünfhundert Gulden belaufen. Nebst den benannten Vorsteherinnen erchcrben noch die Frauen Regina Grünbaum und Johanna Pollitzer sich besonderes׳ Verdienst um den Verein. -Miskoh, 23. Jäner. Ein von den Erzieherinnen Fanni Ziffer und Julie Müller angefertibteö prachtvolles Jndustriestück wurde in der hiesigen Mädchenschule, verlost und' von dem nicht unbedeutendem Reinerträge arme Schülerkuuen bekleidet. Allen jenen Müttern , die hierzu beitrugen, wird hiermit tiefgefühlter Dank abgestattet. Pred. Dr. M. Klein, Schuldirektor. Schulwesen. Men, 22. Dezember. In.Folge der an mich geri.chteten Ansforderung (B. CH, 9, 41) erkläre ich., hiermit, , daß ' ich aus Gesundheitsrücksichten? meine Enthebung nachgesucht habe. Was jedoch die Quelle der Störung meines körperlicken Wohles gewesen, und wie es überhaupt an dieser Mustetschule mir und meinem Lehramte ergangen/ werde ich als Beitrag zur Geschichte des jüdischen Schulwesens in M Utigarn' zttm Nützen und Frockmen a^r Kollegen §Ädmög< ltchst wahrheitsgetreu veröffentlichen. S al o m o n G otz l. 8. Ofen, ich Jäner. ׳׳Wie ich auck sicherer QMi verNHme, hat der k. unff. StäMlieritrath''/fechMWMI Rabb'inen die Konzession ertheilt, Räbbinerschnlen zu haltöu', welche den Charakter der Oeffentlichkeit besitzen. DäS höA Dikasterium verlangt in diesem Augenblicke einen Ausweis über die Lehrgegenstände, die an diesen' Schulen vorgetragest werden. Ich werde nicht unterlaffisn, Sie übet ׳den weiterst Verlauf dieser Angelegenheit näher zu unterrichten! - R. Zzegedin, 4. Jäner. Dem Red. d. Bl. ist dieser Tage folgendes Schreiben zugekommeu: Hochwürdiger Herr Oberrabbi, ' Hochgeehrtester Herr Redakteur!' Wenn die gehorsamst Gefertigten am Schluffe Yes 9. Jahrganges ״Ben ChananjaS" es wagenihrest Gefühleü gegen Ew. Hochwürden durch diese Zeilen Ausdruck zu ver--' leihen, so geschieht eS einzig und allein in der Absicht, um ihre Hochachtung in Worten gegen eine Persönlichkeit: aus> zudrücken, deren Verdienste um Schule and Synagoge in Ungarn Jedermann ohne Unterschied der.׳ Parteirichtung anerkennt und würdiget. War es bisher insbesondere ״Ben Chananja" gegönnt, in vorgeschrittenen Gemeinden seine.auSgestreute Saat auf-7 keimen, zu sehen, so läßt? sich doch nicht leugnen, daß' auch: in jenen Gegenden, welche von Aberglauben besonders heim-: gesucht sind, sich der Fortschritt auf schulmänuischem Gebiete! nicht verkennen läßt, und.sind wir.gewiß, daß unternded Führung׳ Ew. Hochwürden׳ für das magyarisch-jüdische Schul-? wesen Ungarns im Allgemeinen in Bälde eine? schöne Zeit' Heranbrechen wird. ״Ben Chananja" hat . mit seltenem Frei-. MUthesürndie freie und doch auf: gesetzlicher; BasMfüßendei Entwicklung des . israelitischen Schulwesens Ungarns׳ ge--, kämpft; mögen Hochw. unsererseits daran keine Anmaßung erblicken , wenn wir als schlichte Schulmeister den/Wunsch aussprechen: . , ..׳ - Möge das große Werk der Volkserziehung ׳ unter;bet; Fahne ״Ben Chananjas" in unserem so schönen Vaterlandegelingen und ein jedes Wort für das Wohl unseres Volkes und seiner Schule», im ״Ben Chananja" niedergelegt, zum-- Heile Israels kräftig aufflammen. Indem wir uns dem Wohlwollen Ew. Hochwürden: bestens empfehlen, zeichnen wir in schuldiger Verehrung Ew. Hochwürden ergebenste , Dr. Klein, Direktor der isr. Hauptschule in Miskolcz...J.' Rosenmeyer, Lehrer an der Müsterhauptschule in S. A., Uj-!! hely. A. Neubauer, I. I. Rosenblüh, B. Bondi, S. Roth,, M. Kohut, H/ Perl, Lehrer an der isr, Hauptschule.in! MiskSlcz; I. Schwarz, Musterhauptschullehrer!, .ist)!H)"!$£!. Ujhech; I. H. Löw, Lehrer der hebräischen Sprache an der S. Ä, Ujhelyer Musterh'auptschule. *) Weit entfernt, in Ihren an mich gerichteten freundlichen WotteN'- eine Anmaßung zu finden, gestatte ich mir, Sie zu versichern/ daß ich'inich? durch die Sympathie so bewährter und verdienstvoller Schulmänner sehr ge-- ehrt fühle. Nehmen Sie meinen , aufrichtigen Dank für^den Ausdruck dieser: Sympathie, sowie für Ihre Wünsche zu Gunsten meiner Bcstrehungen. Der-, einigen wir, meine Herren, unser Gebet mit den Gebeten bec 9)?tUtoncu, die von der göttlichen Vorsehung normale Zustände' für . unser- Vaterland '׳ erflehen. Sobald diese cingetreten find,, werden mit asten vaterländischen Institntiönen und Jnstitltten auch die jüdischen,voll, einem. nenen LebenShauchjr:. durchweht sein.' Dann wird es hoffentlich dem ״B. ^h."' geMirt sein,'dec^ jüdischen Volksschule in Ungarn und den Lehrern ersprießlichere Dienste zN leisten/ wie.denn.derselbe jener und..!diesen auch bisher treu zurVeite?ständÄ J,n Interesse der. Jügenderziehnng und im eigenen,apohlverstandenen /Zn-) teresse des Lehrerstandes muß er aber wünschen, daß' die,'Lehrer, nicht ,als.. Prötektionskinder der Regierung den Gemeinden gegenüber stehen! sondern' als Gemeindebeamte in ver Gemeinde, in deren liebevollerAnerl'eilMttchUüid Achtung, wurzeln: sollen. Die. Jugelldlehrer,, sagt der Talmud; (B.M8?׳, KW sind es, von denen dqK Wort Daniels gilt: ״Die Biese.Ar, .WWiEgMI; führen: gleichen den Stertteii iiiimer iiiid ewig" (12, 3). L