Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 10 (1867)
- Issue
- 1 (1.1.1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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1 m lef, Elias b. Asriel aus Wilna, batte die Abglicht, eine solche Monografie herauszugeben; es erschienen jedoch nur׳ einige auf •die Gofctesnamen bezügliche Bemerkungen ־, die in seinen Glossen zu dem, Or Thera von Mena^ ehern die Lonsano niedergelegt sind. R. Jehuda Pisa in Amsterdam unterzog sich in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts dieser Aufgabe, und sein von den Soferim händschriftlieh benütztes! 1804׳ in Wien gedrucktes,, Werkchen 5 מאיל נתיב) legte ß. Eleazar Flecke- 168 1812 seiner grösseren Arbeit (מלאכת (t&Hr? 2 (הU Grunde. Letztere enthält; aber zumeist pilpulistische und haggadische Zuthaten zu dem taktvoll gearbeiteten, Schrifteben Pisa’s. In den proihtiseben Schriften hat die iii Rede stehende Unterscheidung geringere praktische Bedeutsamkeit;; doch wird im Talmud auch hier mancher Fingerzeig gegeben. Und hier begegnen wir dem kühnsten und: befremdlichsten Ausspruche der ganzen talmudischen Literatur. R. Eliezer b. Hyrkanos wagt nämlich die Behauptung,' dass in der-Erzählung , von dein in Gibea vollbrachten Attentate selbst das Tetragi-aramaton;(Rieht. 20, 18, 23) in profanern Sinne 'gebraucht wird (Scheb. 35, b). Für das hohe Alter der allegorischen Schrifterklärung ist der, ,daselbst ausgesprochene Grundsatz bedeutsam, dass',שלמר im Hohenliede das höchste Wesen bedeutet, den König, dessen der Friede ist. Ueber den Gebrauch des Gottesnamens' im jerusälemis.cheh Tempel enthalt der Talmud sich widersprechende Nachrichten. Nach der ältesten und daher glaubwürdigsten Nachrieht würde das Tetragrammaton sowol im Gebete des Hohenpriesters am Versöhnunsstage, als auch im täglichen Priestersegen, noch im Herodäischen Tempel ausgesprochen (Joma 6, 2; Sota 7, 6; Tamid 7 , 2; vrgl. Cliag. 16, a): Die MischnarTraktate Joma und Tamid stammen nach Nachmann Krochraal aus der Zeit Gamaliels I. (More 191). Nach einer jüngeren Angabe sollen die Priester in den letzten Zeiten des zweiten Tempels den Gottesnamen ״verschluckt“; das ist auf eine, den Zuhörern nicht deutlich vernehmbare Weise ausgesprochen haben; damit die Kenntniss der richtigen Pronunziation kein Gemeingut werde (jer. Joma 3, 7; B. Kidd. 71, a), was sich mit der obigen Nachricht allenfalls vereinigen lässt. Nach der jüngsten Notiz soll die Prontinziation des , Tetragrammaton schon, mit §i-! mon dem Frommen ihr Endziel erreicht haben /׳) Bei Fürst, ü ,,105. blöibt dieses jWerkchen. unerwähnt. Dafür wird es von Steinschneider, Bibi.1 Bodl. 1266. Nr;, 5762. dop p e it; angeführt. Herr D>r. St.:; hält das מ״נ des K. Eleasar Fb ckeies und das Heidenhoim’s für zwei verschiedene Werke, während.־ wie der Augenschein lehrt, beide identisch sind/ (Toss. j Sota 13.; ׳Joma i;!38:, b); M61!kw!1rdiger Weise wird diese, auch von Maim.(Tcf. 1H 1G^ Mr'ä 1, 6§j Tezipirfch, JSfotlrf 1Wn'dbrl5 Geiger für eine historische Thatsahhe gehalten (Urschrift 263). .,׳ Der Priestersegen wurde frühzeitig auch in die Synagogen eingeführt;' öb dies schon zur Zeit des Tempels geschah, dürfte noch zu untersuchen sein. Das ׳Tetragrammaton dürfte dabei nicht prönunzirt werden. Diese Be- Schränkung wird von einem Thanaaiten, R. Joschia, aus 4 M. 5, 25; von einem andern, ß. Jonathan, aus 2 M. 20 , 20. deduzirt (M. Rabba 4M. 11; Sota: 38, a; Sifre 4 M 39; Mech. Jithro 11). Letzterer hat nach Df.׳ Geiger in der angeführten Bibelstelle תזכיר g'6lesen °); näher liegt, dass er die Hiphilform: urgirt hat, wie denn diese Form auch 2 M. 23,13 urgirt wird. Nach der Mischna und dem Herkommen wird der Segen mit ״Adonai“ ertheilt. Nach einem allerdings: vereinzelten: Ausspruche R. Eleazar b. Pedath's aus dem dritten Jahrhundert sollte man glauben ,־ dass! nach der Zerstörung des Tempels im Priester:•, segen und überhaupt in der Liturgie |יך an die Stelle des׳ Tetragrammaton getreten sei (Erub. 18, b). ־ T Schliesslich istj noch' ein 1 mündlicher und ein' schriftlicher Gebrauch des1 Tetfagrammaton zu erwähnen. Jener, der beim Gebete der Aeltesten einer• Stadt - stattfand, in deren Nähe ein Erschlagener gefunden wurde, (5 M. 21, 8), wird im Talmud :hervorgehpben^ weil die Verpflichtung des Hohenpriesters zur Nennung des heiligen Nämes d ar a u 8 .bergeleitet wird (Joma 37, a). Der schriftliche; Gebrauch' kommt in dem Reinigungseide der der Untreue verdächtigten Frau (4 M. 5, 21) vor. Da nun .die Beeidigungsformel abgewischt ' wurde, so geschah dies auch mit dem darin enthaltenen Tetragr. Hieran werden zwei Betrachr tungen geknüpft. Die eine lautet: Wenn das, was mit, Heiligkeit geschrieben wurde, ausge-, löscht wird, um den Hausfrieden zu erhalten, wie sollten nicht erst die, Sektirer, die Feindi. schaft, Streit und,,Hader ansiften, ausgelöscht werden (Sifre 16)! Die andere Lehre lautet: Wichtig ist der Friede! Denn der h. Gottesname wurde weggewischt, um zwischen Mainn und Weib Frieden zu stiften (Sifre 42; Rabba 4; M. 9).;; .;׳v : :: ׳•״:■• ־ Zeitschrift der ׳ DMG;'49, 608. ׳ Dieselbe Leäeart setzt Nachraan Krocbmal in A.both-3, 6. und Sukka,; 53/ a voraus (Anh.’ zum" More Nr.' 2jk Mehi z' St. sagt / ^בכ״מ;אשר״כןןכיר א" ש והואבמקו^א שר •מזכירי כלוי אפי־-אחר•׳יחידי•Für das erste• ioWist*אזכיף:für das zweite חוכיר zu־ lesen, was so ziemlich ־einer׳ Textesemendation gleichkommt.