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Ben Chananja · 1867-01-01 · 1 (1.1.1867) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
1 (1.1.1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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159 letzerer aücli ein ariderer , nicht ' spezifisch heidnischer;Gottesname;verstanden 4). ■;!׳;״.; Der ältere ,und jüngere .Sprachgebrauch ihacht sich ' besonders bei den Ausdrücken ברכת חשם und :הזצרר^ ^ך;שם;feemerbar.; Jener, eufemisti8ch' .gebraucht, bezieht sich auf das Tetragramiüaton, und wird darüber diskufirt, ob hach einer vernommenen GottesiWerung, bei der dasselbe nicht ahsgespro-; chen wurde, der Riss ins Kleid geschehen müsse (Jeh M. Kat 3,7; B. Sanh. 60, a). Letztem Ausdruck muss - man hingegen, wenn man ihn selbst im engsten Sinne nehmen will, auf ״Adonai“ beziehen, und wird über denjenigen der Stab gebrochen, der diesen Namen unnöthiger Weise ausspricht iNedar. 7, b), womit die Warnung vor Eulogieen, die nicht vorgeschrieben sind, zusammenbängt (Ber. 33, a).; Auf diesem Standpunkte musste man es daher sehr auffallend finden, dass der Gottesname nach biblischen Berichten sogar bei Begrüssungen gebraucht wurde (Ruth 2, 4). Diese Sitte wurde daher auf einen eigenen Synedrialbeschluss zurückgeführt (Ber. 9, 5). Dr. Geiger setzt voraus, dass im Talmud nur als Bezeichnung des Tetragrammaton vorkommt, und erklärt die eben erwähnte Zurückführung dahin, dass die Pharisäer den Ketzern, d. i. den Samaritanern und.Sa.ddu־ zäern , gegenüber anordneten , den ״Namen“, d. i. das Tetragramm., auch irr» gewöhnlichen Grusse zu gebrauchen (Urschrift 264). Hierin liegt aber ein zweifacher Irrthum. Einmal steht die' Einrichtung des Gottesgrusses mit den Ketzern in gar keiner Verbindung, wie aus Jer. Ber, 9, 5. und Midrasch Räb'ba zu Ruth 2, 4. unzweideutig erhellt. Die Mischna erwähnt den Gottesgruss gelegentlich mit anderen Einrichtungen, die sich auf Wort und Ausdruck beziehen, ohne dieselbe mit Ketzern in Rapport bringen zu wollen. Die von Dr. Geiger herbeigezogene Tossifta (Ber. 6) ist offenbar korrupt und defekt. Sodann ist, wie wir sahen־ auch die Voraussetzung ungegründet, dass mit ״Schern“ nur das Tetragrämmaton bezeichnet werde. Für Geigers Auffassung spricht eine Aeusserung Raschi’s (Erub. 18, b.:.לברך איש את חצרן;■ wm man die Mischna durchaus so verstehen,.so .muss man sie als einen Bericht über eine alte, in ihrer Zeit nicht mehr herrschende Sitte betrachten; in keinem Falle ist aber au eine 4) Dor folgende'Spruch: בשם אין ע״א אנין ist dunkel unif vjurdc bisher naiäsversfandeh Dass hier nicht von einem Lobe Gottes, aondern von einem Gruss die Bede ist, beweisen die folgenden Worte:!»אם ביריכד עכו״ם,ענרז •ואחריר- א• Der Sitte, einen Gruas mit, Amen zu begleiten;, wird aber aonst nicht Erwähnung gethan; 16 י(ß . . > ' . , h ■ Demonstration )gegen Samäfitäüer und SaM; duzäer zu denken׳ ״ '!׳ \j i f Der flüssige gemaristisbhe^Spfacligebraücli1 ist dribdi ■nicht1 stähen gebliebem; ' Er ׳übertrüg: selbst diä'Benbhnting IffrÖn־ (D$ auf ״A# näi '׳ (Scheb. 38, b). Demgemäss erklärt'MäimOnides letzten* Nambn füi‘ eiben זש0 ה0יןךןף (Ab. Zara 2, 7); ei־ bleibt sieb;aber nicht׳ konsequent, indem er alle eigentlichen G0P' tesnamen für מיוחד DW erklär{: (Schebf 12, 11 .; Mamr. 6, b). ׳ ׳ - An 2 m. 20,21.(י(אזפיר אח שמי# knüpfend, nannte man den Gottesnamen auch אזכרה: ,אדכרתא, :(sä.m a;. sanh.60,; a; Men ach. 36, b. Meg. T'aan. VII. Rosch ha-Schana 18, b). Der Umfang dieser BenW־ nung rief vielfache Erörterungen hervor.R. David b. Zimra wollte ausschliesslich das.Tetra-, grammaton darunter verstanden wissen (GA. 1, 102); R. Eleazar Fleckeies hat aber dargethan,''.dass der Talmud unter!אזכרר auch, die übrigen Gottesnamen versteht (Mel. ha- Kodeseh Nr. 6. T. Me-Ahaba 2, 220; 3, 395). Die Frage hat insofern6 praktisches Interesse, als die Regel gilt, class von Thprarollen nur. dann kultueller Gebrauch gemacht werdendarf, wenn die Gottesnamen mit der erforderliehen Intention niedergeschrieben wurden, d. i. wenn der Schreiber, indem er die Askavoth schrieb, die Absicht hatte, h. Gottesnamen dem Pergamente anznvertrauen (Gittinöd) b). Es fragte sich also, auf welche Namen, die Forderung der Intention ausgedehnt werden soll, und darauf beziehen sich die einschlägigen Erörterungen, die den Freunden der vnlgären Traditionsclok'rin viel Stoff zum Nachdenken geben könnten. Wichtiger, als dies, ist der Umstand, .dass es in nicht wenigen Stellen der Thora zweifelhaft, ist, ob unter אל ,אדני oder;אלחיס das göttliche' Wesen zu verstehen sei. Hier kömmt also, wie sonst bei k 6 i n 6 m andern Gegenstände, die talmiidische Hälacba in öf tere, unmittelbare Berührung mit :der'■Schriftauslegung. Die Tradition langt auch hi er nicht ans, und schon im zweiten Jahrhundert wurde gestritten, ob 1 אדני M: 18, 3. als heiliger oder profaner Name aufzufassen sei (Scheb. 35, b). So wichtig nun auch die hiehergebörigen Fragen sind, da von deren Erledigung die kultuelle Brauchbarkeit der Thorarollen und die Zulässigkeit der mit der Thoralektion verbundenen Eulogieen sind, und je־ weniger die im Talmud und im Soferim - Traktatate enthaltenen Regeln befriedigen, desto merkwürdiger ist es, dass gerade dieser•, mit, der Bibelexegese 80 eng־ verbundene Zweig der Hälacba so weüig Pflege und Beachtung fand! R. Jona Landööfer (gest. 1713) in Präg sprach zuerst von der Nützlichkeit einer diesem Gegenstande gewidmeten Monografie. Sein Schli-

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