Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 10 (1867)
- Issue
- 1 (1.1.1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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168. , aüsspricht, sondern den, der mit dem 42buchgtabigen Namen magische Wirkungen hervorbringt (Ab. Zara 18, b). Von diesem, wie von dem 12er Namen ist schon im Talmud die Rede (Kidd. 71, a) Die Enträtselung dieser Namen ist um so schwieriger, als die Redentung des Ausdruckes אותיות im Talmud schwankend ist. Derselbe bezeichnet nicht nur Buchstaben, sondern auch Zahlen (Erub. 66, a) und selbst ganze Worte (Bei33 .׳, a. Sanh. 92, a. s. Raschi das.), wie das arab. אית Zeichen und einen ganzen Vers im Koran bedeutet. Was im Mittelalter hierüber gesagt wurde, werden wir weite! unten berichten. Hier ist noch zu erwähnen, dass der 72er Name nicht im Talmud vorkommt*). Man könnte die Frage aufwerfen, woher es komme, dass zwei Lehrer des dritten Jahrhunderts, R. Maua und R. Jakob b. Acha, über die Aussprache des Tetragrammaton streiten, ohne sich auf die ihnen überkommene Tradition za berufen. Das mischnische Krimi nalrecht spricht nun davon allerdings nicht wie von einem Geheimnisse, das nur den Adep ten bekannt ist (Sanh. 7, 5). Das bezügliche Gesetz berechtigt aber zu keinem Schlüsse auf die Praxis. Je skrupulöser man in späterer Zeit in der 'Mittheilung der Anssprache war (jer. Joma 3, 7; B. Kidd. 71, a), desto enger wurde der Kreis der Eingeweihten. Manchem mochte auch die Gelegenheit fehlen, eingeweiht zu werden. Ueberraschender Weise hat die vorliegende talmudische Meinungsdivergenz viel Aehnlichkeit mit der bei den heutigen protestantischen Theologen herrschenden Divergenz über die Aussprache des Tetragram maton! Die ältere Aussprache ist die R. Jakob’s, die jüngere nähert sieb der R. Mana’s. Zur Vermeidung mancher Missverstandnisse muss hier noch erinnert werden, dass der Talmud die biblischen Bezeichnungen des göttlichen Wesens in zwei Klassen theilt, in eigentliche Namen (שמות) und Beinamen (כ *ינויד nach Geiger: ״Umschreibungen“). ^Die Eintheilung geht nicht etwa von dogmatischem, sondern von praktischem Standpunkte aus, um festzusetzen, dass nur erstere Namen und selbst Bruchtheile derselben nicht ausgelöscht werden dürfen (אינן נמחקין), was aus folgenden Worten der Thora deduzirt wird: ״Und vertilget ihren (der Kanaanitischen Götter) Namen von demselben Orte; ihr sollet dem Ewigen, eurem Gotte nicht also thun (5 M. 12, 3. 4; Sil're das. Nr. 61; Sabb. 120, b).“ Die eigentlichen Gottesnamen sind in den talmudischen Quellen zu wiederholten Malen zusammengestellt (jer. Meg. 1, 9; B. Scheb. 35, a; Sofer. 4). Nach *) 8. den Quellennachweis b, Zunz, die 8yna. gogale Poesie. 8. 196. der von Maimonides benützten Quelle sind es folgende sieben: ,אלהים ,אלוה ,אל ,אדגי יהוה ,צבאות ,שדי (Jess. tm-Thora 6,2). Das in den bekannten Quellen angeführte אהיה אשר אהיה fehlt hier, findet sich aber, auf אהיה reduzirt (8. More 1, 63), in der venezianischen Ausgabe des Jad. ,J) צבאות hält auch die Septuaginta, namentlich zum Jesajas, für einen eigenen Gottesnamen; R; Josse b. Chalafta bestreitet die Divinität die- 868 Namens. In der Wiener Eidesformel figuriren die Worte Adonai, Elohe, Zebaoth mit der soeben angeführten Interpunktion! Zum Unterschiede von den übrigen Gottesnamen heisst das Tetragrammaton: שם המיוהד der eigene Name (Sanh. 60, a); ש׳ המפורש, der (im jemsalemitanischen Tempel) ausgesprochene Name3). Diese Benennung kommt in den älteren Quellen nur bei Kultushandlungen vor (Joma 6, 2; Sifre 4 M. Nr. 39); wird aber in den jüngeren Quellen immer häufiger gebraucht. ש׳ רן 70) ארבע אותיות, a. Sanh. 60, a). Das Tetragrammaton aussprechen wird mit פרש השם (Sanh. 7,5), אמר את השם ככתבו (Sota 7,6) und הגה את השם באותיותד bezeichnet. Hier wird nun unter □הש allerdings das Tetragrammaton verstanden. Nachdem aber אדני dafür substituirt wurde, und diese Substitution sich festgesetzt hatte, fing man an, auch den Namen Adonai mit ״ha- Schein“ zu bezeichnen. Ob das קדושת השם der Mischna (R. ha-Schana 4, 5) in diesem, oder in einem allgemeinem Sinne zu nehmen sei, könnte zweifelhaft scheinen > Keinen andem, als diesen Sinn, hat es aber in dem aus der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts stammenden Kanon: Ohne Erwähnung des Namens (הזכרת השם) gibt es keine Eulogie (Berach 40, b). An eine Nennung des Tetragrammaton ist hier nicht zu denken, da dasselbe selbst beim synagogalen Priestersegen nicht ausgesprochen werden durfte. Ebensowenig kann das Tetragrammaton in dem Spruche gemeint sein: Wenn ein Heide den Namen preist, spricht man Amen darauf (Jer. Ber. 8, 8; Sukka 3, 10; Meg. 1,9; Midr. R. 1 M. 66). Im Geiste der talmudischen Halacha wird in ersterer Stelle ״Adonai“, in *) Hieronymus sm״( : d iss d e Hebräer zehn Gott׳>s-nm.>n ').!1 *»•Mi. Zu den;uigefiihrten zählt er’. אשר אך.יר, ,׳;.:־י; .'י¬. Der.9• ׳Name is« bei ihm das ״Tettu^muuu, “quod dvewpotverov i. e. ineffnbile putave runt, quod quidam von intelligentes propter elementorum similitudinem , cum in graecis libris reperirent, pipi legere consueverunt (Epist. CXXXVI).“ 3) Diese einzig richtige Erklärung hat schon Kassei, Lus. 8. 78. Anm. 1. Höher die früheren ,Erklärungen s Luxtorf Art. שם j wo auch Raschi zuJesaj. 45, 8 angeführt wird. Maira. More 1, 61. und Munkj das. Ez Chajjira v. Aron b.Elij. 74. Albo 2, 28.