Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 10 (1867)
- Issue
- 1 (1.1.1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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155 berührt, ohne sie jedoch erschöpfend zu erläutern. Es handelt sich dabei um den Sinn der Worte 8) ההגה את השם באותיותיוänh. 10, 2), welche die jer. Gemara f010endermassen glossirt: א' »1[ אלין מתאי dOV יי דמשתבעין ,ר״י ב״א א נכתב בירד ה״א ונקרא באל" ף דל״ו־ז• Die «e!- nungs Verschiedenheit betrifft die Pronunziation des Tetragrammaton. R. Mana hält die Pronunciation der Samaritaner, die nach der bekannten Mittheilung des Theodoret das Tetragrammaton J A B E aussprachen (Gesen. Thes. 577) für die richtige; R. Jakob hehauptet, dass dasselbe nach der Vokalisation des אדני ausgesprochen werde. Dr. Geiger erklärt die eben angeführte Stelle dahin, dass R. Mana eine Anleitung geben wolle, ״wie man es machen solle, nämlich wie die Samaritaner beim Schwören, man solle gleich ihnen statt des Tetragrammaton sich der Umschreibung bedienen, worauf dann ein anderer Lehrer die andere Anleitung gibt, man solle Adonai aussprechen (Zeitschrift der DMG. 12, 138).“ Gegen - diese Auffassung spricht aber nicht nur das כגון? welches unmittelbar auf ההגה את השם באותיותיו folgt, sondern auch die Erwägung, dass R. Mana im Sinne dieser Erklärung nicht nöthig gehabt hätte, zu .einer Umschreibung seine Zuflucht zu nehmen; er brauchte nur השט zu sagen, dessen sich schon die Mischna öfters bedient. Ferner ist das רמשתבעץ unrichtig־, da ja die Samaritaner' nicht nur beim Schwur, sondern auch sonst Schima sagen. Endlich ist es nicht leicht denkbar, dass mau sich entschlossen hätte, die Samaritaner als Vorbild aufzustellen. Ueberhaupt wäre es unbegreiflich, wie zwei Lehrer des dritten Jahrhunderts über die zu wählende Benennung des höchsten Wesens streiten kennten. Bediente man sich ja mehrerer Benennungen, und war ja in den palästinensischen schulen הקדוש ברוך הוא oder קודשא בדיך הוא um gebräuchlichsten, während Adonai, das R. Jakob vorgeschlagen haben soll, nur beim Gebete und beim Vortrage aus der h. Schrift gebraucht wurde! Dr. Geiger behauptet, dass ״es in der damaligen Zeit, in welcher der Gebrauch, sich der Aussprache des Tetragrammaton zu enthalten, unter den 15f) Pharisäern noch nicht bestand, einer Anlei- % tung bedurfte, was man an seine Stelle setzen % solle, und so werden hier der samaritanische, d. i. altsadduzäische und der alexandrinische Gebrauch des Adonai (ydQiov), welcher letztere später massgebend ward, zum Muster empfohlen (Zeitschrift der DMG. 12, 138).“ In Wahrheit dehnten sich aber die Differenzen zwisehen Pharisäern und Sadduzäern niemals auf die Ansprache des Gottesnamens aus, und hatte sich nach [den übereinstimmenden Berichten der Quellen die Enthaltung der Ausspräche des Tetragr. längst festgesetzt, bevor R. Mana und R. Jakob in der Erklärung der vorliegenden Mischna auseinandergingen. Dass dies auch in Palästina der Fall war, bezeugt Josefus, der sich nicht nur in Acht nimmt, das Tetragrammaton seinen griechischen Lesern gcgentiber zu gebrauchen, sondern ausdrücklich sagt, dass es ihm nicht gestattet sei, den Namen, den Gott dem Mose offenbarte, auszusprechen (Alterth. II 12, 4). Nach Dupuy, angeführt von Michaelis in der orientalischen und exegetischen Bibliothek (9, 73), sagt Josefus: ״der Name יהוה. aus vier Vokalen der Hebräer zusammengesetzt.“ Ich konnte jedoch diese Worte im■: Josefus nicht auffinden. A11 das Zeugniss des Josefus reiht sich das Abba Laufs aus dem zweiten Jahrhundert, weicher dem den Antheil an der künftigen Welt abspricht, der ״den Namen nach seinen Buchstaben ausspricht (Sanh. 10, 1).“ Ein strenger, schwer zu motivirender Ausspruch! Den Vater beim Namen zu neuneu, verbietet eine Barajtha ausdrücklich (Kidd. 31, b), und die Ehrerbietung gegen Eltern wird wiederholt mit der gegen das höchste Wesen parallelisirt (Mech. Jethro 8,; jer. Kidd. 1, 7; B. das. 32, a), so dass sich die bereits angeführte Analogie Philos aufdringen musste. Auch konnte das Beispiel anderer Völker nicht ohne Wirkung sein. Endlich nimmt die baby- Ionische Gemara den Anlauf) das Verbot, das Tetragrammaton zu pronunciren, aus den Worten: ״den Ewigen deinen Gott sollst du fürchten (5 M. 6, 13)“, herzuleiten. Alles dies reicht aber nicht hin, die Strenge Abba Sauls zu rechtfertigen. Dies scheinen selbst manche mittelalterliche Talmuderklärer gefühlt zu haben. Nach Raschi verdammt auch Abba Saul nicht denjenigen, der das Tetragrammaton ■*MET