Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 10 (1867)
- Issue
- 1 (1.1.1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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dient' erdie Todesstrafe (De Vita Mos; 684, H'F Die äiif diese ■WörtS1 folgende rBöft1fnng auf die• Pietät,״ die den Kindern verbietet, Vater und Mutter beim Namen zu nen nen/Scheint damit ־nicht übereinzuStimmen; 'da Kinder dies niemals thun;5 während Gottes Name nur nicht auf* Unanständige Weise genannt werden soll.' Dadurch entstand vielleicht der Gedanke, dass Philo von dem allezeit, zu verschweigenden Tetragrammaton rede; Allein das unpassend gewählte Beispiel kann den unzweideutigen Sinn der ganzen Stelle nicht alteriien. Philo zieht auch die ethnischen Gottheiten ausdrücklieh in den Kreis seiner Untersuchung und Warnung; er kann mithin unmöglich an das Tetragrammaton allein gedacht haben. Letz״ teres will er nur von gewissen Personen bej gewissen Gelegenheiten ausgesprochen wissen; der Anstand allein genügt ihm hier keineswegs. Nach seiner ideälisirenden Weise spricht er von geläuterten Ohren und Zungen , ohne jedoch* an etwas Anderes zu denken/ als an die Priester zu Jerusalem. Mehr, als er seinen Lesern mittheilte, wusste er übrigens in dieser Beziehung selbst nicht. lieber die Beschaffenheit des Tetragrammaton war er ■ nur vom Hörensagen unterrichtet / wie schon Asarjah de Bossi -bemerkt hat (Meor En. 61, a). Die betreffenden Worte Philo’s lauten : ״Die Theologen sagen , dass derselbe (der Gottesname) aus vier Buchstaben besteht; vielleicht sind dieselben Symbole der vier ersten Zahlen: eins, zwei, drei;, vier. Die Vierzahl enthält nämlich das Mass aller Dinge: den Punkt, die Linie, die Fläche, den Körper (De vita Mos. 470, d. e).“ Was unmittelbar nachher über die musikalische Harmonie gesagt wird, ist mir nur theilweise verständlich; vielleicht findet sich ein Anderer bewogen, die Stelle eingehend zu erläutern. An einem andern Orte, wo Philo ebenfalls von dem in die Stirnplatte des'Hohenpriesters eingegrabenen Gottesnamen spricht, berichtet er , dass es der Name des Seienden (dvofia 70v ovrog) ist (De vita Mos. 67, b). Die von Philo erwähnte Ausnahme war natürlich auch den persischen Juden bekannt. Und da unter ihnen die nationalen Studien blühten, konnten sie Über den Gottesnamen nicht in so Dunkelheit sein, wie die Alexandriner. Bei ihnen erhielt sich auch die Ueberliefefüng tiber die1 alte Aussprache des* T&tiä1 grämmäton; •und* dieselbe soll ׳Selbst in ׳Ml sische Kreise gedrüngien Seih Qef. Jomä^, 7)‘. In der1 ersten Hälfte des vieHen Jahthuhäerts wollte/Baba b;: Josef; in MachUsa einen Vor״ trag darüber halten;... er. hielt es also für unverfänglich, zum Behufe der Volksbelehrung von dem Herkoinmen äbzügeheiP (Pessach 50, a) . Halachisch beurtheilt konnte!*ein solches Vorgehen nicht einmal für exceptionell bebetrachtet werden. Die oben erwähnte babyloni sche-thargumische Auffassung; von 3 M. 24, 16. war nämlich eine blos exoterische; in den Schulen würde sie * verworfen (Sank 56, a). Die aus 2 M. 3, 15. deduzirte Warnung (Pessach. 50, a. Schein. R. 3) hat blos haggadischen;Charakter. Dass die Sage eben dem Baba b. Josef auch den magischen Gebrauch des Gottesnamen zuschrieb (Sanh. 65, b) , dürfte hier ebenfalls zu erwähnen sein. Bei der! Samaritanern hat schon Dr. Grünebäum ein gewisses Schwänken währgenonimen ,;Statt des Wortes פרש (HC); mit dem der Samaritaner sonst פלש י גקל übersetzt, und לוט /לאט) לבט) und ähnlichen, mit denen er gewöhnlich die Ausdrücke für ״fluchen״ wiedergibt, übersetzt er 3 M. 29, 11 ff. das erste, dem קלל vorangehende קל^ mit,א^ל, die beiden anderen ppj mit DDpt Das Wort!אגל entspricht dem syriseshen ״ ,ל5אlegit syllabatira.“ Ferner deutet Dr. G. auf eine Stelle des. Abulfath hin, aus: welcher •hervorgeht, dass bei einzelnen Veranlassungen,, wie beim Priestersegen, der vierbuchstabige Name allerdings auszusprechen sei. Dasselbe folgert er aus einer Stelle des, Abulfath bei de Sacy, wonach die Dosithäer. im Gegensätze zu den Samaritanern verboten haben,; den Gottesnamen auszusprechen. Damit stimmt nicht nur eine Notiz bei Theodoret, sondern auch eine Aeusscrung der Samaritaner selbst in ihrem dritten Briefe an Ludolf überein (Zeitschrift der DMG. 16, 401—403). Ist das Gesagte und auch dis Voraus- Setzung gegründet, dass die Samaritaner bei der Eidesablegung als bei einer feierlichen Gelegenheit, nicht ihr Scbima, sondern das Tetragrammaton gebrauchten /Zeitschrift der DMG. 16, 404); so wirft dies neues Lieht auf eine Talmudstelle, die auch Dr. Grünebaum *