Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 10 (1867)
- Issue
- 1 (1.1.1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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151! 1 . ' s ’ : vי gesehen werden, dass die. Septuaginta 3 M. 24,.16 auf die Pronimziaticn des: vierb.uchstaT bigen ,Gpttesnamens .bezieht. Dr. Frankel mei nt zwar, dass ovofin^mv auf ,das vorhergegangene xataQa.ffr/TKt■ zu. ( beziehen und als ״fluchend pennen“ aufzufassen, sei! (lieber die Find. 132); diese Annahme kann jedoch durch nichts inotivirt werden. Die Exegeteü, auf die er sich beruft, unterstützen seine Meinung ni c h t, da sie נקב nicht mit der Septuaginta ״neuneu“, sondern ״fluchen“ erklären. "Wie bei den Alexandrinischeu Juden die Pronunziation des Tetragra.rnmaton ganz ausser Brauch, kam, so geschah dies .auch bei den persischen (babylonischen) Juden, vielleicht nicht ohne Mitwirkung des Beispiels anderer orientalischer Völker. Und dieselbe Ursache hat, wie bei den Alexandrinern, so auch bei ihnen, dieselbe exegetische Wirkung hervorgebracht. Das, babylonische Targ.um hat .3 M. 24, 16.: ודיפרש שמא דה׳ ) das palästinensische hingegen למפרש *מחרף!. Letztere Auffassung stimmt mit der Mischna (Sanh. 7, 5) überein, während R. Me'ir jeden Gotteslästere!׳ zum Tode vcrurtheilt, welchen Gottesnamen immer derselbe aussprechen mag (Sifra, Emor 243. Bab. Sanh. 56, a), Die palästinensische Auffassung findet sich auch in der andern palästinensischen Thargum-Rezension, nur dass hier ,das פריש. . SW« wegfiel,; und..Ppfl allein steht. Es könnte zweifelhaft sein, ob die übereihstimmenden Üebersetzungen ,der, Septuaginta und des Onkelos eine, treue Verdolmetschung des נקב, oder blos einen euphemistisehen Ausdruck zu geben beabsichtigen. Letzteres nimmt Geiger , an־ (Urschrift 274). Dagegen spricht, jedoch,, dass auch Aben Esra und Aron b. Josef der Karäer die fragliche Auffassung des נקב als eine wahrhaft hermeneutische! anführen. Auch *wäre nicht ■;abzusehen, weshalb der Eufe'mismuS;beim palästinensischen Thargum keinen Eingang, fand. Wie Alexandriner und Babylonier, so vermieden auch die Samaritaner die Aussprache des Tetragrammatou, indem sie an dessen Stelle •״;,שמאNamen“ setzten, was ebenfalls auf externen Einfluss, oder auf das «fremde Element zurückzuführen ist, welches einen konstituirenden ' Theil der saraaritänisehen Bevölkerung bildete. Wie frühzeitig ..die in Rede stehende Sitte bei denselben Wurzel gefasst hat, erhellt aus ihrer Huldigungsadresse an Antiochus Epifanes, in welcher sie ihren Tempel auf Garizim als ein dem u n b e n an nten Gotte geweihtes 1Heiligthum bezeichnen (Jos? Arch? XIU 5• 5). ' Denn wenhauch die fragliche Adresse unterschoben ist, so hätte doch, wie Dr. Grünebaum mit Recht bemerkt, Josefus diesen Ausdruck nicht gebraucht, wenn nicht eine Berechtigung 1 dazu vorhanden gewesen wäre. ״Dieser Ausdruck“, fügt Df. dr; hinzu, ״scheint jedenfalls zu beweisen, dass damals die Samaritaner, zum Unterschied^ ־von den Juden, den Namen Jehovas nicht ausspraclien. Sie könnten also, anscheinend mit Rechtj auch d 6 n Unterschied hervorheben, dass der Gott ihrer Väter ein anderer sei, als der der Juden: der Gott der Juden heisst Jehova, unser Gott ist namenlos (Zeitschrift der DMG. '16; 396)“. Jedenfalls steht fest, dass die alexandrinischen und persischen Juden und ,die Samaritaner die Aussprache des Teträgraramaton früher vermieden haben, als die Juden im h; Lande. Aber auch die drei ersteren Gruppen lies1 sen Ausnahmen von der Regel zu. : v Den Ornat des jüdischen Hohenpriesters beschreibend, sagt Philo , dass auf dessen Stirnplatte (ntralov) die vier Buchstaben desjenigen Namens eiiigegrahen wären, welche nur das durch Weisheit geläuterte Ohr hören, und nur die durch Weisheit geläuterte Zunge aussprechen durfte, und dass Beides nur beim Gottesdienste (i» fc/ioig) zulässig war (De Vita Mos. 670, d): Es war also den Alexandrinern nicht unbekannt, dass es Personen und Gele1• genheiten gibt, auf welche die fragliche Be- Schränkung nicht ausgedehnt wird. — i;! Eine zweite, von Gesenius und Anderen hiehergezogene Lehre Philos würde missver- Standen. Philo sagt hier, dass; auch gegen heidnische Gottheiten keine Blasphemie! ausgesprochen werden dürfe, und fährt fort: ״Der Schüler ,Moses! gewöhne! sich! nicht , die Ber nennung Gottes gering zu schätzen, da di6r selbe allezeit etwas, Vorzügliches und Ehrwüvdiges ist.. Wenn daher Jemand den Namen des Herrn der Menschen und der~Götter-,.~ich sage nicht zu lästern, sondern auf׳ unanstän-. dige Weise (uxaiomq) auszusprechen wagt, ver- ,xfe,