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Ben Chananja · 1867-01-01 · 1 (1.1.1867) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
10 (1867)
Issue
1 (1.1.1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Methode seiner subjektiven Arbeitskraft zu asfiiniliren. Wenn man noch be- ״denkt, wie es namentlich bei der Festpredigt leichter gewünscht, als gethau ist, -HA MM'Stoffe 'dnrH eine gewisse Neuheit der Anwendung oder Benutzung aüszilschmücken; wenn man ferner in Erwägung zieht, daß hiebei selbst der reiche-Schatz unserer Haggada weniger zugänglich ist, als in allen andern Fällen : so wird man tnir beipflichten, wenn ich unter allen Arten von Kanzelredeu der Festpredigt die meiste Schwierigkeit in der Abfassung zuspreche. Das refferive Element des rednerischen Schaffens tritt hier fast ganz in'׳iien''Hintergrund, und es könintt da zumeist auf die sogenannte Inspiration des Predigers an. Möglich, daß dies die Ursache ist, warum wir auf dem . Gebiete der jüdischen Kauzelbcredsamkeit für die Spezies ״Festpredigt" sogar wenig klassische Muster aufznweisen haben. "Beurtheilen wir die uns vorliegende kleine Sammlung von dem eben eingenommenen Standpunkte aus, so gewinnt sie uns den ehrlichsten Beifafl ab. Schon die originelle Idee, die in dem verflossenen Jahre so erschütternd vorübergegangcnen kriegerischen Ereignisse zuin Stimmungsgrunde der''in'den jüngst verlebten Feiertagen abgehaltene» Festvorträgen zu machen, worüber sich der Herr Verfasser in einem passenden Vorworte besonders er- :klärt, verdient die gerechteste Anerkennung. Ueberdies sind die acht Kanzelvorträge-in einen so klaren Zusammenhang gebracht, daß schon deren einfache Lesung uns einen Maßstab für das lebhafte Interesse und den nachhaltigen Eindruck bketet> welche sie Lei ihren Zuhörern hervorgebracht haben müssen. Der geehrte Redner spricht'sich in diesen seinen Predigten über die vielen Kämpfe'und Anfechtungen des Menschenlebens ans, und entwirft uns, indem-er uns auf die Höhe der religiösen Anschauung erhebt, ein Totalbild jener - Herzens- und Gcisteskämpfe. Die Ueberschristen dieser Kanzelvorträgc werdenden Gedankengang des Autors an! besten kennzeichnen. Er nennt sie : ''• Äü-f-r'uf, am■'Vorabend, 2. unsere Feinde, am ersten, 3. uüsere Freunde, am zweiten der Nenjahrstage, 4. die Wahlst'Ü't t am Eingänge, 5. den ״-Kampf-' -am Vormittage, 6. den Si sg, - -am Schluffe des VcrsöhnuugstageS, 7. d a s L a g e r f c st, am ersten-Hüttenfesttage, 8. die Heimkehr, am Schlnßfeste."! ::׳D^ Letzte' dieser Reihe, ״die Heimkehr" vereinigt die Vorzüge der An- Hern-, die in einer streng logische» Gliederung der einzelnen Theile, in einer edlen, ungeschminkten Diktion und einer zu Gemüthe sprechenden Art der vorgetragenen Moral zu finden sind , am schönsten in sich. Denn bei den >MidÄen״-M»itzte' - sich'-'uns zuweilen ein leiser Tadel über die zu stark in den 'Bördechrnuö-'-treteUdeil strategischen Terminologien auf, die, wenn sie auch in!M-Behandlung solcher ätt Pnlverdämpf und Schwertgeklirr mahnenden Themata ihren Entschnldigungsgrnnd haben, nichtsdestoweniger zu stark an das reflerive Element anklingcn. Der S. 62. znm Abdruck gekommene Satz: Wie ganze -Erde hat er (Gott) zu einer Schenkstnbe hergerichtet", ist gewiß nur ein vom Herril Autor übersehener Lapsus eninml. Wir wünschen dem geehrten Freunde, den ich bei meiner jüngsten Anwesenheit in Prag von« Grunde des Herzens liebgewonnen, noch recht -oft änf -homiletischem Gebiete im ״kritischen Feldzüge" zu begegnen! WalmSdiu-, H8.׳>-Dezember.- Literatur. Wien, Mitte November. Als neue Erscheinungen auf dem Gebiete der jnd. Theologie registriren wir vor Allem die Geschichte und Darstellnn g des jnd. E nl tu6 von M. D u sch ak, Rabbiner in Gaya (Mannheim, I. Schneider); das Werk ist der erste Versuch einer umfassenden Dachellnng der bibl., sowie der rabbinischcn Liturgik, und verdient schon ihres Gegenstandes wegen wohlwollende Beachtung und Aufnahme, was leider auf jndisch-theologischein Boden nicht jede, noch so mühvolle Arbeit findet. Ferner, sind zu erwähnen: ״d i e' I n d e n während des Mitteln l- :terö in poli ti sch er, sozialer-» nd rechtlicher Beziehung von O tto Stobb'e", (Braunschweig, Schwetschkc); sodann ,,das Iu- Henthum in Palästina zur Zeit Christi von Prof. I o s e f Langen." Letzteres ist das Werk eines Bonner Proffcssors der kath. Theologie und schon deshalb beachtenöwerth, weil es die einschlägigen Werke Mischer, Gelehrten keineswegs ignorirt. Frennden biblischer Wissenschaft überhaupt, und Än Lesern von Dozy'S Werk: Die Israeliten in Mekka insbesondere, Edäs jungte Werk von Graf, Die historischen Bücher des A. T. aufs beste empfohlen. Es ist -dies eine Monografie über den Namen Simeon, durch Dozi's Buch angeregt, aber frei von -der allzuge- I wagten Eoujccturalkritik des genialen Arabisten. Schließlich' machen wir auf das ״Ausführliche Lehrbuch der hebr. Sprache" des vor drei Jahren verstorbenen Gymnasialprofeffors Dr. F r i e d r i ch B ö kt che? aufmerksanr, dessen frühere Schriften (״Proben alttestainentlicher Schrifterklä-J rnng", 1833, ״Vs iofsris oder über die, alttestamcntl. Vorstellungen vom, Jenseits" 1846 (unvoll.) und ״eregetisch-kritische Aehrenlese"- 1849) außerordentlichen Sprachsinn und vielseitiges Sprachwisscn bekunden. Seine hebr. Sprachlehre, ein opus poktkuwum, welches Dr. Ferdinand Mühlau, Böttchers Schüler vom Gymnasium her und ein junger Orientalist/ aus Fleischers Schule, herausgibt, verspricht den Werken der großen Meister Gesenius, Hupfeld, Ewalds und Justus Olshausen würdig und die Wissenschaft weiter fördernd an die Seite zu treten. Bis jetzt sind 20 Bogen, als die erste Hälfte des ersten Bandes erschienen: das ganze, unr die Formenlehre behandelnde Werk wird etwa 80 Bogen unifassen. Von Geiger's jüd. Zeitschrift für Wissenschaft und Leben liegt der 4. Bd. vollendet vor. Die Zeitschuft ist eigentlich ein Tagebuch der bewunderungswürdigen Fruchtbarkeit ihres Herausgebers, der als Rabbiner einer großen Gemeinde, Zeit genug hat, die Literatur mit zahlreichen Arbeiten von bleibend wissenschaftlichem Werthe zu bereichern. Berichtigungen. Wie der Hr. Redakteur dieser Blätter (S. B. Eh. 9, S. 805) richtig bemerkt, ist die Stelle in זכוח ארם S. 24. wo von der Verödung der Jeschiba's die Rede ist, belehrend über des Ver-fassers Zeitalter. Da neben- Spanien und Frankreich Deutschland nicht ausdrücklich genannt ist, so ist wol dieses Land durch die Worte הכנענים אשר הם האשרורים וגלוח ירושלים אשר בארצות העברים bezeichnet wie a. a. O. vermnthet wird.' Daß dies wirklich so ist, lässt sich dnrch eine Stelle in Schalsch. .Hakab ed. Zolkiew p. 76, a belegen וישקבלה שיושבי אשכנז הם שברה(ו) מלסני יהושע vrgl. Zunz zn Benjamin v. Tndela cd. ׳Ascher Note 391, wo benierkt wird, daß mit )בנע die slavischen Länder bezeichnet werden und S. Eassel hist. Versuche S. 8. ff. nach dessen wölbegründeten Ansicht unter Kenaan Ostdeutschland vciitanden wird. ״Der-Name Slave" sagt E. ״war mit dem eines Knechtes identisch nnd ging als solcher in alle Sprachen über." □ארצות ה^ברי sind also wahrscheinlich die Länder der Slaven; sonach dürften unter כנענים hier die Deutschen/ im engem Sinne zu verstehen sein; da dieses Wort aber nicht die eigentliche Bezeichnung hiefür ist, so sah sich der Autor zur Specification durch den' Relativsatz genöthigt. ^אש^^ו Hut einen gewissen Anklang an t 6 iftonicus. Dr. Neh. BrülÜ ' Zur Beachtung. Diejenigen, die den 4. und 5. Jahrgang des ״Ben. Ehananjä" zu veräußern gedenken, werden ersucht, dies der Red. des B. Ch. mittheilen zu wollen.? - ' - Bemerkungen. Auch Hr. Back hat den Artikel über Füufkirchen Nr. 42. v. I. nicht geschrieben. Er und Hr. Dr. Schulhof versichern , daß es daselbst keine Nabbinerfrage gibt. — Herrn Dr. St—l in Br. Sehr verbunden. Erscheint nächstens. Ich Ulte um die Forts. —_ Hr. Lehrer Mosenmeyer ist ans Versehe» in der Reihe der Mitarbeiter nicht genannt worden. — Ans Mangel an Raun: mußten mehrere Korr.-Art. fiir die nächste Nummer zurückgelegt werden. ®*1IC ^eiye von acht Kanzel- Vorträgen an den Tischri-Feiertagen des Jahres 5687 von Dr. Ä. Stein, Rabbiner. Preis 1 fl. öst. W. Zn beziehen voin Verf. von der Pascheles'schcn nttd Ehrmann'schen Buch- Handlung zu Prag. _ Inhalt. Pränumerations-Einladung. — Zur Jnangnrirnng des zehnten Jahrganges. Vom Herausgeber. — Die Ethik des ZudenthnmS anderen/ Bekenntnissen gegenüber. Von Dr. Grünebanm. — Znm neuen Jahre. Von Hf. — Briese ans der Residenz. — Zn den Vorstandswahle». — Pester Briefe. — Korrespondenz. Wien. Kv.morn. Pest. Papa. Aßod. Losonz. Mohol. Neutra. Erlau. Vercelli. Paris. Magdeburg. Breslau. Pest.. Pest. Pest. Ofen. Ofen. Brünn. Jrsa. S.-A.-Ujhely. Pest. Kakchan. Temesvar. Paris. Nekrologie. Wien. London. — Protokoll der Konferenz isr. VertranenSmänner in Siebenbürgen. — Li terä rische Anzeige. ״Der Feldzug." Besprochen von Dr. Souneschein. — Literatur. Wien. — Berichtigung. — Zur Beachtung. — Bemerkungen. — Inserat. Szegedin, Sclbflvrrlag drr vedalrttou. Leipzig, üommissums-vrrlag von Franz. Vagurr. . . Druck von Sigmund Burger in Szcgedin. , Hiepzu ein Bogeu Forschungen deS wiffenfchgftlich-talmndifchen Vereins und ein halber Bogen homiletische nnd didaktische Beilage.

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