Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 40 (1.11.1866)
- Date
- 1866-11-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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771 772 französischen oder englischen Sprache ist unerläßlich. Dre mit empfehlenden Dokumenten versehenen Anmeldungen sind in der kürzesten Zeitfrist an das Sekretariat der Alliance israölite universelle in Paris, rue d’Enghien 23 einzusenden *). . |)cß:, 14. Oktober. Im Verlage von Khor und Wein ist soeben erschienen: Deutsche Elementar-Stilistik für die Unterklassen der gehobenen Volksschule. Von L. M. Bauer, öffentlichem Hauptschullehrer in Pest. 1. Th. Vorkenntnisse und Beschreibungen auf Grundlage des Wissenswerthesten ans der Naturgeschichte und Naturlehre. (8. 150). Das .Werkchen, daS dem großherzigen Herrn Ignaz Deutsch und feinem edlen Sohne, Herrn Bernhard Deutsch, gewidmet ist, wird von Sachkennern als eine zweckmäßige und sehr brauchbare Arbeit gelob.t Hoffentlich wird dasselbe weite Verbreitung finden. Die Ausstattung ist vortrefflich. 'S. Hh. Prag, 1. Oktober. Oie Ordnung der Vorlesungen an der hiesigen Universität für das Wintersemester 1866—1867 ist bereits erschienen. Prof. Petri hält Nepetitionen über arabische und äthiopische Sprache aus der Muallaqua des Amrul-Quais, über Laut-, Wort- und Satzlehre der aramäischen Idiome mit Berücksichtigung des Neusyrischen, sowie über Laut-, Wort- und Satzlehre der biblischhebräischen Sprache. — Prof. Wessely setzt die vorjährigen Vorträge über hebräische und rabbinische Sprache und Literatur (2. Theil des Werkes über ״׳More Nebuchim" von Rabbi Moses den Maimon) fort, und a. o. Prof. Kämpf verspricht, über däS Buch ״Koheleth" in sprachlicher und eregetischer Beziehung zu lesen. Daß wir mit Ungeduld den Beginn dieser interessanten Vorlesungen erwarten, ist durch di'e Beliebtheit unserer Lehrer leicht erklärlich. Breslau, im Oktober. Unter den zahlreichen Elementarbüchern für den ersten Unterricht im Hebräischen und in der Neligionslehre zeichnet sich das ראשית הלכלור von Mor. Herzberg durch Reichthum des Materials und durch zweckmäßige Anordnung ganz vorzüglich aus. Dasselbe ist hier im Verlage der Schletter'schen Buchhandlung erschienen, (8. 95) und ist vor Kurzem eine zweite Auflage uothwendig geworden. Ladenpreis: gebunden 5 Sgr. ׳■ A. E. Berlin, im September. Eine Verfügung des Kultusministers vom 1. v. M. beantwortet die Frage, ob Rabbiner zu Inspektoren der jüdischen Societäts-Schule ernanul werben können, dahin, daß sie sie verneint. Die Organe, deren sich die königliche Negierungen bei der ihrer obliegende Leitung und Beaufsichtiguug des Schulwesens zu bedienen haben, müssen zur Ausübung der ihnen übertragenen Funktionen ebensowol befähigt altz dienstlich verpflichtet sein. Darf auch die Befähigung der jüdischen Rabbiner vor Schulaufsicht in einzelnen Fallen vorausgesetzt!. werde«, so ist sie doch nicht festgesetzt, nur kann durch den Nachweis der Ablegung irgend einer der bis'jetzt angeordneten Prüfungen als uachgewiesen nicht erachtet werden. — Eine Verpflichtung der jüdischen Rabbiner zur Führung der Schulinspektion ist ferner durch kein Gesetz ausgesprochen, ihre Unterordnung unter die königliche Regierung ist daher . nur eine freiwillige, welche im Fall der Störung nicht zu disciplinarischen Zwangs« und Strafmaßregeln führt, sondern lediglich die Lösung des Verhältnisses zur Folge haben kann. Hiernach entbehrt die Schulaufsicht durch die Rabbiner der gesetzlichen Grundlagen. *) Ich bitte den verehrten Herrn (Einsender, mir nach erfolgter Wahl das Resultat derselben, foivie die Adresse des (4'e>vählten gefälligst ^nittheilen zu wollen. Red. Nen-Berbast, im Oktober. Die von dem hiesigen öffentlichen Lehrer Joachim Blum verfaßte und jüngstens in zweiter verbesserter Auflage, nebst einem zweiten Theile, erschienene hebräisch-deutsche Fibel אזר למוד הקריאה והלשון Das ״anschauliche Hebräischlesen" wurde von dessen Sohne, dem ebenfalls an der hiesigen Schule angestellten Hauptschullehrer Sal. Blum für Schulen mit ungarischer Unterrichtsfprache bearbeitet und verläßt in wenigen Tagen die Presse. WolMMgkeit und Wohlthätigkeitsanstalten. 82. Szegedin, 28. Oktober. Am vergangenen Donnerstage gab der hiesige Theaterdirektor, Herr Justin Kocsisovßki, eine Vorstellung zu Gunsten des hiesigen israelitischen Frauenvereins. Die Vorstellung war stark besucht und brachte dem Vereine eine nicht unbedeutende Snmme ein. ' Die Vorsteherin des genannten wohlthätigen Vereines, Frau Jo- Hanna Kohen, spricht hierfür in der heutigen Nummer deS ״Szegedi Hiradö“ dem Herrn Direktor im Namen des Vereines ihren Dank aus׳ M. Pest, 17. Oktober. Der Konkordia-Verein verösfentlicht soeben in ungarischer und deutscher Sprache: Bericht und Ausweis über die auf Vereinskosten geschehene Verpflegung verwundeter k. k. Soldaten nebst der Liste der zu diesem Behufe eingeflossenen Spenden. Der Verein übernahm am 5. Juli 12 verwundete Krieger in Verpflegung, für zwei derselben trug der Vereinspräses, Herr C. L. Posner, die Auslagen. Die Verwundeten wurden bei den barmherzigen Brüdern iu Ofen untergebracht. Zehn derselden wurden vollkommen geheilt, zwei sind aus dem Miltärverbände getreten, indem sie dienstunfähig wurden. Bei der Entlassung aus dem Spitale erhielt jeder 2 fl., die Dienstunfähigen 3 fl. und ein Paar Wäsche. Gespendet wurden 193 fl. und diverse Gegenstände. Auslagen 328 fl. 38 kr. Die Doktoren Traub und. Helfer haben sich durch ihre nneigennützige Mühewaltung ausgezeichnet. 8. Wien, 25. Oktober. Der ״Verein zur Unterstützung mittelloser isr. Studirender in Wien" bat soeben seinen fünften Jahresbericht der Oeffentlichkeit übergeben. Der Verein hat im abgelaufenen Jahre über 2000 fl. an Stndidirende verausgabt. Von den 167 eittgereichten Bittgesuchen, haben 122 Berücksichtigung gefunden. Unter den Unterstützten waren 65 aus Ungarn, 18 aus Böhmen, 17 auö Mähren, 16 ans Galizien, 2 aus der Bukowina. Der Vereinsvorstand besteht ans den Herren Rabb. Horowi , Em. Biach, Ed. Mannheimer, v. Wertheimsteim, v. Goldschmidt, Dr. Schiffmann, Dr. G. Wolf. Möge es diesen edlen Freunden der studirenden Jugend gegönnt sein, den Verein in reicherem Maße unterstützt zu sehen, um dessen gemeinnütziges und ersprießliches ,Wirken von Jahr zu Jahr mehr anszudehnen! Szerdahely, im Oktober. Unser Gottseliger Seelen- Hirt, R. Juda Aßod, hat seine Familie in Armuth zurückgelassen. Einige Verehrer des Verblichenen haben sich die Aufgabe gestellt, das Porträt desselben feilzubieten, um die bedrängte Familie zu unterstützen. Preis des Porträts 2 fl. österr. Währ. Literatur. T. Pest, 14. Oktober. Die gestern erschienene Nummer bcö ״Magyarorszäg 68 a nagy vlläg« (Ungarn und die große Welt) bringt das Porträt und die Biografie deö- Drs. Josef Rözsäy, in welcher die Verdienste dieses-