Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 39 (15.10.1866)
- Date
- 1866-10-15
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2542917-2543175-2543214--5030-2549081- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
111 112 halber vom Volke den Spottnamen ״Kamza“ erhalten, da dieses Wort einerseits ״Sammler" (Ketuboth p. 77.) bedeutet und ebenso mit einer priesterliehen Funktion in Verbindung steht (HL M. 2, 2.), anderseits aber in Syrisch- Aramäischen die Heuschrecke, das Bild der Zerstörung der Feldfrüchte (Joel I.) so benannt wird. (Onkeles IV. M. 13, 33.) Kamza und Bar-Kamza würde also bedeuten: Geldsammler oder ״Heuschreck" sammt dem Sohne. Die Angabe des Talmud mit der Mahlzeit kann auch richtig sein, dass nämlich eine hochgestellte, römischgesinnte Person ein Gastmahl gab Und dazu ' Ananias einladen lies, aber aus Misverständniss der politische Gegner Eleasar gerufen wurde. "(Schluss folgt.) Zur talmudisclieii Geographie. Von Kreisrabb. J. Wiosner. קטרזיא. (Megilla 21; b) Katarsene eine , Landschaft in Armenien. Am nordwestlichsten gegen die moschisChen Gebirge und den Cyrusfluss hin setzt Ptolomeus K at a r z e n e, also nördlich über die Stadt Arzenrum und die Quelle des Euphrates hinauf (Männert 5. B. 2. Abth S. 216). ' הלה זה חלמן (Jebamot 16; b) Akilisene. Akilisene bestimmt Strabo (11, 14.) sehr genau als die Gegend, welche zwischen dem Antitaurus und dem Flussgebiete des nördlichsten Euphrats liegt, und Akilisene nebst dem südliehen Sophene machten zur Zeit der syrischen Könige ein abgesondertes westarmenisches Reich längst den Ufern des Euphrats aus, bis es endlich von Tigranes, dem Besitzer des ostarmenischen Reichs bezwungen und mit dem Ganzen vereinigt murde. In dieser Gegend, deren NameEgkilis sich bis auf die- 80n Tag erhalten hat, war die heiligste Verehrung der Göttin Amaitis (Männert 5. b. 2. Abth. S. 220).; זו :יהר וחברותיה (das.) In der Parallelstelle (Kiduschin 72; a) heisst es richtiger: זו נהוו נ ך' וכד. Drei Tagreisen südlich von Hamadan wird die Stadt Nahawend an geführt, die in das höchste Alterthum hinaufgerückt wird, da Kazwin sagt, sie sei von Noah selbst gegründet, (dessen Enkel schreiben die Orientalen die Erbauung von Hamadan zu,) der dort seine Wunder verrichtet, wie dies schon der Name des Ortes zeige, der eigentlich Nouh-Awend heisse (Ritter IX. 8. 95), והא הריב ההיא תמוד הזאי (Jebamoth IT; a). Thamud ein Volkstämm im steinigtem Arabien. Die arabische Sage erzählt: zum Stamme Thamud ist der Prophet Saleh (Sehelach, Genes. 11, 13) gekommen, um ihn vom Götzendienste zum Glauben an Gott zu bekehren. Die Thamudier verlangten von dem Propheten ein Wunder, Gott gab diesem Wunsche nach, und liess vor den Augen des Volkes einen Felsen bersten, und aus seinem Busen ein junges Kameelweibchen hervorkommen. Aber dieses Wunder machte den erwarteten Eindruck nicht, und der grösste Theil der Thamudier verharrte nach wie vor in seinem Aberglauben. Der Prophet hatte Geduld mit ihrem Eigensinne, aber er. trug ihnen auf, das , Kameelweibchen, welches Gott zu. ihrer Belehrung auf so wunderbare Weise enstehen liess, sorgfältig zu pflegen, damit sein Anblick ihnen die Allmacht Gottes in Erinnerung bringe. — Die Thamudier gingen, jedoch in ihrer Gottlosigkeit und in ihrem Trotze so weit, dass sie dem heiligen Thiere Speise und Trank missgönnten und es endlich in grausamer, Weise tödteten. Da ergriff sie ein furchtbares Erdbeben und man fand sie des Morgens in ihren Wohnungen todt auf dem Angesichte liegen (8. Koran Sure 7.. Herbelot bibl. Orient, p. 740. a. 8: v. Salah). Jedenfalls . war es ein tragisches Naturereigniss, das den Thamudiern den Untergang gebracht, und dieses liegt auch der hier angebrachten Bemerkung der Gemara zu Grunde. - צוה ה״ליעקב סביביו צריו א״רב כגון ה ו מ נ י א לסום נהרא (Jebamot 16; b). Der Geschieht- Schreiber Isidor kennt Edessa unter sehr verstellter Benennung. Er sagt: ״Fünsch Schön! rechts von Karrä liegt Mannu-orra Avirer, eine Festung und Quelle zum Genuss der Einwohner.“ Die Lage, der Weg und die angeführte Quelle, zeigen sogleich auf Edessa hin; aber den Namen erkennt man erst bei näherer Aufmerksamkeit.. Arra ist die alte, einheimische Benennung!und Mannu ist der Name des zeitigen arabischen Besitzers. Mannus war einer׳ von den kleinern arabischen Fürsten, die sich .dem Trajan ergaben, sobald er über den Euphrat nach Mesopotamien gekommen war. Also trifft die Lage und auch die Zeit zusammen, denn Isidor schrieb im zweiten Jahrhunderte. . Doch meint er wohl eher einen Jüngern Mannus, welcher zur Zeit des Kaisers L. Vprus auf Münzen vorkommt. Avirer weiss ich nicht' zu erklären, es müsste denn gleich bedeutend mit Kalirrhoe sein."— So weit Männert (5. b 2.. Abth. S. 279). Es scheint daher nicht unwahrscheinlich, dass הוכלניא eine Abkürzung von Mannu-orra sei, und׳ um so mehr, da ungefähr 25׳ römische, oder 4—5 geogr. Meilen von Edessa sich der Flecken Bemmara (סיס נקרא) findet (Männert a; a. 0). Bei den .Christen stand Edessa im Gerüche einer besonder!! Heiligkeit wegen des