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Ben Chananja · 1866-10-01 · 38 (1.10.1866) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
38 (1.10.1866)
Date
1866-10-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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701 fanden in folgender Ordnung statt: Lutetia 15. Nov. 1852; Pomone,26. Oktober 1854; Atalante, 5. Okt. 1855; Harm onia, 13. März 1856; Daphne, 22. Mai 1856; Nvta, 27. Mai 1857; Eugenia, 11. Juli 1857; Me l ite, 9. September 1857; Pal es und Doris, 19. September 1857;Europa, 6. Febr. 1858; A l e r a n d r a, 10. September 1858;Danae, 19. September 1860; Pauope, 5. Mai 1861. — Seine großen Verdienste fanden im ganzen Lande allgemeine Anerkennung; im Jahre 1859 äußerte sich AbbsMoigno im ״CosmoS" folgendermaßen über Goldschmidt: ״Er ist ein Astronom, .der von wissenschaftlichem Standpunkte Frankreich auf die erste Stelle unter den gebildeten Nationen erhoben hat." Auf Grund des Gesetzes vom Dezember 1849 erhielt Goldschmidt in Aufehung seiner Verdienste die Naturalisation, im Jahre 1857 aber wurde er vom Kaiser Napoleon auf den ausdrücklichen Antrag der gelehrten Akademie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Frankreich beweint einen seiner besten Söhne, das frauzösische Judenthum eine seiner größten Zierden. Möge dem großen Tobten leicht sein die Erde, in der er ruht! * (Nach den Slrch. Zsr.) p e lt e r .Kries e. 11;; Pest, 15. September. Gleichwie am Neujahrs-, feste hat man sich aus Rücksicht für die herrschende Epidemie veranlaßt gesunden, auch für den bevorstehenden Versöhuungstag eine Aenderung der Betstunden vorzunehmen. Es wird nämlich der Gottesdienst von Kol-Ntdre Abend blos sine Stunde dauern und am Feiertage selbst tritt um 11 Uhr eine fünfstündige Pause ein, während, welcher der Tempel gehörig gelüstet und gereinigt wird. In den älteren Betlokalen findet eine zweimalige Unterbrechung von geringerer Dauer Statt. Während des ganzen Gottesdienstes werden abwechselnd Aerzte anwesend sein, um in möglichen Fallen Hilfe zu leisten. In gleicher Absicht hat man auch für eine kleine Hausapotheke gesorgt. Auch trachtet man, die üblichen Bouquet- und anderweitigen Parfumspenden, mit de:1en man die ohnehin schwachen Nerven der Fastenden ganz unnützer Weise affizirt< nach Möglichkeit zu verhindern.' AmZ27.. d. Mhätte hier die Landes-Lehrerversammlung stattfinden sollen. Auf Anrathen der Aerzte jedoch wurde dieselbe verschoben, da in gegenwärtiger Zeit jeder größere Zusammenfluß von Personen aus verschiedenen Gegenden nur eine Verschlechterung und Verbreitung der Seuche nach sich ziehen kann. *) Es sind dies die Herren Doktoren: Äbelcs, Bcurer, Bleuer Feuer, Fuchs, Glück , Igu. Glück. Herrn. Goldstein, Hasenfeld, Hauser,' Herin. Helfer, Herzog, Hermann Ad., Hermann Sam., Knnewalder, Langer, Lvwy, Oesterreicher. Pvllak, Heinr. Rottberger, Schwarz, Singer, Miller, Steinberger, Tranb. Wahrmann. **Z «Diese Laitdeslöinnnssion besteht ans folgenden Mitgliedern: Se, Erz. der Taverniens, Präses; Georg v. Jankovieö, Vizepräsident; Prof. Balassa, Prof. Wagner, Protomedicns Holla«, Primarins Kovricö, Phi'silns Dr. Tornay , Primararzt .Dr. Hofmann, Primararzt Dr. Nüzsah, Schriftfnhrer: Statthalterei-Sekrctär Lcop. Gion. 70^ Pest, 23. Sept. Der — vom.sanitatlichen Standpunkte betrachtet — Heuer so kritische Tag des Versöhnungöfestes ist Überstunden und, Dank den in unserer letzten Korrespondenz erwähnten Anordnungenohne besondere üble Folgen himerlaffen zu haben. Anerkennend muß hierbei jener Herren Aerzte gedacht werden, die sich in jedem der Bet- Häuser dem Publikum als Sanitäts-Organe zur Verfügung stellten*). Besonderer Dank sei jedoch Herrn Dr. Rszsay gesagt, der nicht nnr die Einhaltung der sanitatlichen Vorschriften im großen Tempel auf das Strengste überwachte, sondern im Laufe desselben Tages auch noch zehn andere Betlokale inipizirte und daselbst auch rhatsächliche Hilfe leistete. Herr Dr. Nszsay wurde in Würdigung seiner ersprießlichen Wirksamkeit für das allgemeine Wohl auch zum Mitgliede der Landes-Sanitätskommission ernannt , und ist der einzige Jude in derselben**). Beim Beginne des Schuljahres können wir es nicht unterlassen, die Herren Lehrer und Schulvorstände, aus das bereits in zweiter Auflage erscheinende Elsö hdbei• bango׳/.- tat6 köDyv aufmerksam zu machen, welches im Verlage des Izraslita magyar egylet erscheint und von demselben auch zu beziehen ist. Es dürfte diesem Merkchen eine desto größere Verbreitung bevorstehen, als es auch Seitens des k. Statthaltereirathes ämtlich zum Schnlgebrauche anempfohlcn wurde . Wie wir vernehmen, hat der Gemeindevorstand ein Schreiben an Dr. Rszsay gerichtet, worin er in Herzliche!! Worten seinen Dank für dessen eifriges Wirken sowol in den Bethäuscrn, als auch im Spitale abstattet, ihn zugleich zu jener Auszeichnung beglückwünschend, deren er durch Ernennung zum Mitgliede der genannten Kommission thei!׳ hastig geworden. Zforrelpondenz. Lmanzipation und bürgerliche Verhältnisse. Hstd. Pest, im September. Wir haben in nnserer jüngsten Korrespondenz (Nr. 35. S. 627) das Resultat jübischen Strebend auf dem Gebiete des Handels und der Industric zusammenzufassen gesucht/ und wollen hier noch Einiges nachtragen , um daS Bild zu - vervollständigen, ohne jedoch hierbei irgend welchen Anspruch ans erschöpfende Darstellung zu machen. Auf anderem als auf dem Wege, genauer statistischer Erhebung ist es eben unmöglich, Vollstandigkeit -zn erreichen, und da uns solche Daten nicht vorlie-. gen, so müssen wir uns begnügen, ans gut Glück aus dem Gedächtnisse zu notiren. Was hierdurch Lückenhaftes entstanden, mögen Jene verbessern, die vre Lücke bemerken, Unsere Stadt har ihr fast beispiellos rasches Aufblühen, ihre Wohlhabenheit bekanntermaßen in erster Linie ihrem bedeutenden Handel zu verdanken. Hauptsächlich ist es der Handel mit Produkten, der in einem ackerbauenden Lande;wie, Ungarn von größter und eingreifendster Wichtigkeit sein muß. Dieser ruht nnn zum größten Theil in jüdischen Hänbeu. Firmeü wie C. Ullmann, Straßer und König, Jakob Gruder und Komp. August Hürfch, Gabriel und Jos. Deutsch, Igu. Deutsch und Sohn, Jak. Herzl, Beimel nndHerz,». A. erfreuen sich nicht nur des schmeichelhaftesten Rufes, sondern beeinflussen auch, wie gesagt, in vorragender Weise den Han-

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