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Ben Chananja · 1866-10-01 · 38 (1.10.1866) · page 8

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Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
38 (1.10.1866)
Date
1866-10-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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695 696 liche mit dem 90. Tage beseelt wird75) j seine Angabe scheint er jedoch aus der Mischna 7״) geschöpft zu haben, welcher wol nichts Anderes zu Grunde liegt, als der biblische Unterschied rücksichtlich des ReinigkeitSgesetzes, wie dies in einer Baraitha ausdrücklich gesagt wird 77). Was ursprünglich Folge der biblischen Unterscheidnng war, wurde später in den Grund derselben verwandelt. Daß die Reinigung nach einer weiblichen Geburt einen längern Verlauf nimmt, als nach einer männlichen, hat zuerst Jehuda Hedessi und nach ihm Nachmanides behauptet, und ihm stimmt Abravanel bei. Michälis beruft sich zur Bekräftigung derselben Hypothese auf die alten Griechen. Grotius führt an, daß Hippokrates die Zeit der Reinigung nach einer männlichen Geburt auf dreißig, nach einer weiblichen dagegen auf 42 Tage bestimmt h§t. Aeltere christliche Theologen behaupten, daß die Reinigungszeit nach einer weiblichen Geburt deshalb verdoppelt worben, ״weil die Sünde durch ein Weib eingeführt wurde, und Eva eine zweifache Sünde gethan, einmal, daß sie sich selbst zu Falle bringen lassen, ferner baß sie Adam verführt hat." Die neuere christliche Orthvdorie zitirt folgende Aeußerungen des Physiologen Burdach: ״Man will bemerkt haben, daß die Geburt von Mädchen zwar leichter sei, als die von Knaben, aber doch langsamer verläuft, und der Abvrtus betrifft ungleich mehr weibliche, als männliche Embryonen 78).״ Anmerkungen. ') Die Borakten liegen mir nicht vor, da die Verordnung vom Gn- Lerninm und nicht vom Statsniinisterium, der ehemaligen Hofkanzlei, ausging. Dieselben werden wol bei der Statthalterci in Lemberg oder in Prag zu finden sein. Der Eins. 2) Strafgesetzbuch 8- 109. 145. a) Ohol. 7, 6. Ehosch. Mispat 425,2. 0 Arach. 7 , a. Or. Ehajj. 336, 5. vrgl. D. Mosche das. °) יוצא דופן btc zur Seite hinansgcgangene Leibesfrucht: Nidda 5, 1. (Das Nähere s. weiter unten. Red.) s) Nach Jerusalem. 1. Bd. ף m. Bl. d. Or. X. Nr. 42. IX.. Nr. 7., S. 102-105. ") Aerztl. Literatnrbl. (Beil, zur Allgem. Wiener Mediz. Zeitung) 1866. Nr. 3. S. 18. 19. הזרת וילדה ער שתצא ממקום שמזרעת פד.2!(׳-׳ ליוצא דופן (Sifra, Thazria 1, 4. Ker. 7, b. Nidda 40, a). In letzteren Stellen steht שתלד für שתצא. Nach beiden Lesearten geht die Schwangerschaft nicht dort vor sich, wo 1' n d e r Rege l die Foeeundatio geschieht. Hiermit stimint auch die Benennung Joze Dofan überein, denn unter letzterem versteht der Talmud nach W. ״denjenigen Theil des Unterleibes, weleher sich etwa in der Gegend der untersten Nippen bis zum äußersten Ende des Beckens herab befindet und vom Bauchfelle (Feritonaeuw) bedeckt wird." Der Ausdruck הודעת ist ans der Schrift geflossen : 3 M. 12, 1. Ueber die talmndische Theorie der Foecundatio siehe Kidd. 30, b. Nidda 31, a. Wajjikra R. XIV. Brgl.?1t. Jesaj. Berlin in Schell. Schal- Nr. 65. Was Abeit Esra 3 M. 12, 1. im lllamen ״Bieter" anführt, sindet sich im Talmud Nidda 25, b. und der Parallelstelle. St. ועל muß bei A. E., wie ich glaube, ואין gelesen werden. Zu dem Spruche: אין אשה מתעברת אלא סמוך לוסתה (Nidda 31, b.) vrgl. das Zeugmß der heutigen Aerzte, nach welchen! die Konzeptionsfähigkeit des Wcibeö 14 Tage nach und wenige TagHvor dem MenstruationSeintritt am größten, in der am meisten davon abstehenden Zeit aber am geringsten ist (Braun, Gebnrtshilfe S. 40). '״) S e a uzoni, die geburtshilflichen Operationen S.-27fi. 1י) Nidda, 5, 1 /. Geui. das. 40, a. Kerith. 1, 5. Ge!n. das. 7,b. Bechor. 8, 2. Gem. das. 47, b. Sifra, Thazria 1, 3. Sifre S M. Nr. 215. Ehnl. 51, b. Dr. Reich sagt, daß im Talmnd ״ein ganzer groß er Abschnitt verschiedenen gesetzlichen BcstimnlUngen über das Erbrecht, über Zulässigkeit zum Priestcrdienste (!) bei solchen Kindern gewidinet istciuc Behauptung, welche auf vollständiger Nnkcnntniß der Quellen beruht. >2) Zebach. 8, 1. 9, 3. 14, 2; Toßefta das. 8; Bechor. 2, 9. Gern. das. 19, a. b.; Tcniura 2, 3. Toß. das. 1.; Gem. das. 11, a. 17, a. Para 2, 3. Toß. das. 1.; Jeban!. 84, a; Ab. Zara 23, b; Ehnl. 38, b. 51, b. 69, b; Nidda 40, b. Vrgl. GA. d. N. Simon b. Zcmach Duran I, 110. N. Jcsaj. Berlin in Haflaah Art. ׳דמן ׳») Raschi Ehnl. 51, b.:דרך דופן, ע״י סס ובין הוא ובין אמו היין Nidda 40,«.:יוצא דופן ע״י סם נפתהו מעיה והוציאו את העובר לחוץ ונתרפאת Letztere Stelle fuhrt W. selbst an. Brgl. . Toß. Ker. 7, b.: ע״י סם פתחו לכוסה והוציאו הולד Mit grüttdliehen! Verständnisse N. Samuel EdelS zu Ehnl. 51, b.: דאמו היה ליכא לפרושי אלא על ידי סם. Naschi. Sabb. 135, b. oben rvird aber deshalb nicht als Iapsn8 calami zu betrachten sein, da Naschi wol an den Joze Dofan einer Verstorbenen gedacht hat. ׳׳) Raschi Ehnl. 38, b.:,שקרעוה והוציאוה, פעמים שסתר פעמים שהיה Hierauf bezüglich sagt Dr. Reich mit Recht: ״Letzteres (שהיה) kann nur ans das Mntterthier bezogen werden, da das Leben des Jungen von vornherein vorausgesetzt wird." Nur kann davon auf den menschlich e n Joze Dofan kein Schluß gezogen werden. Die Gelutrt des letzter» kan» im Sinne der germanofränkischeu Schule durch keinen Bauchschnitt an einem Lebenden bewerkstelliget werden. Doch spricht Raschi von der Anweudnng des Medikamentes auch dort, wo vom thierischen Joze Dofan die Rede ist: ]*001 תהלה ע״י 0ם (Ehnl. 69, b), was wol so verstanden werden muß: Anfangs durch ein Medikament oder ein Messer. '*) Ab. Zara 44, a. Sanh. 21, b., angeführt von Wunderbar a. a. O. S. 105. ׳«) Toßaf. Ker. 7, b. Schlgw. ץ־יצא דרך בית הרע׳ : יוצא Die dagegen angeführte Stelle aus Bechor. findet sich das. 7, b. '׳) Braun, Handbuch der Geburtshilfe §. 288. S. 563. IS) Geiger's Moses b. Maimon. 25. 58. Anm. 36. vrgl. Schorr im Ehalnz 5, 33. 55. 59. Nr. 26. '») Aboth 5, 6. über Schamir. S. Bnrtorf s. v. nnd Levysohns Zoologie 8 500. -°) Sabb. 6, 10. Die sympathetischen Heilmittel, deren archäologische Erklärung wir nnseren Freunden angelegentlich empfehlen. Main,.: Mischuakomm. יזמו בעלי סגולות Karo i» K. Mischne Sabb. 19, 13. liest יאמרו für יזמו. Jede talmndische Begründung entbehren die niaimonidischen?Worte das.:! והוא שיאמרו הרופאים שהוא מועיל י -) Peßach. 4, 10. Die Polemik gegen die herkömmliche. Auffassung des Salomonischen Arzneibuches (vrgl. Josef Altcrth. VIH. 2, 3). Sehr eigenthümkich ist die Deutung auf geheime Antidota gegen Vergiftung. Hiehcr gehört auch die Erklärung des קורדייקוס als einer Art von Epilepsic: Gittin 7, 1; s. Gem. das. 67, b. und Naschi. -*) Wir erinnern' nur an דרוסה (Ehnl. 3, 1). Die Geinara spricht von der Emission einer giftigen Materie ans den Nägeln der Raubthiere (Ehnl. 52, b. 53, a.: זיהרא , קורסי דמא; über letzteres vrgl. ״ זהרא דרכשאvenenum, animal VLQL008UW et lethifoium , Castelli s. v.״’, Boctticher vergleicht auch das Arabische nnd Marothische: (Rudim. p. 40. Nr. 98.), nnd Raschi hebt dies zu wiederholten Malen hervor. Maini. hütet sich sorgfältig, es zlt erwähnen. ך׳ Ehnl. 9, 6.: עכבר שחציו בשר והציו אדמה Da;» Main!.: ״Es ist dies etivaS Bekanntes, das mir von lmzähligeu Berichterflattern nach angeblicher Antopfie erzählt wurde, tvietvol die Entstehung von Thieren auf diese Weise etwas Abenteuerliches ist, wofür sich in keinen! Falle eine. Erklärung anführen läßt." Parallelen hierzu: Levhsohn Zoos. §. 494, wo jedoch das קדמות bei Heller mißverstanden ist. H. will sagen: die Entstehung des Organischen aus Anorganischen! spricht gegen diejenigen, die an die Ewigkeit der Welt glauben, inde»! sie die Möglichkeit einer solchen Entstehnug (geaentfio aequivoca) in Abrede stellen. Auch 14 steht das Wort ״organischen" irrthümlich. ") Bechor. 2, 9; 8. 2; Nidda 5, 1. ״) Mischnakomm. Bechor. 8,2.:-^איני יודע לו סעם והו עני ן זר מאוד Bergl. Bertinoro und Lipm. Heller a. a. O.

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