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Ben Chananja · 1866-09-05 · 36 (5.9.1866) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
36 (5.9.1866)
Date
1866-09-05
Page
– (sequence 10)
Language
German
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651 652 Geschenke für die Bibliothek: Bericht über die Generalversammlung des Bene-Berith-Vereines in New- York; Luzzatto’s chaldäische und talmudische Grammatik; Luzzatto’s italienische Lebersetzung der Bibel. Eine Zuschrift meldet, dass die Vertreter der am6rikanischen Juden (Board of Deputies) zu New-York der Alliance die Summe von 100 Dollars votirt haben, indem sie zugleich ihr Bedauern ausdrücken, dass die Unzulänglichkeit ihrer Mittel ihnen nicht erlaubt, der Sache des Unterrichtes eine ergiebigere Unterstützung aiigedeihen zu lassen. Herr Beaumier, französischer Konsul zu Mogador, berichtet über einen Beschluss der angeseheneren Juden dieser Stadt in Sachen der projektirten Schule. Die Gemeinde gedenkt zur Erhaltung derselben die einzuführende Fleischtaxe und eine auf die Ein- und Ausfuhr zu werfende vierpermillige Steuer beizutragen. Mit diesem Einkommen sollen die Kosten der Lokalität und der Einrichtung der Klassen gedeckt und sollen ausserdem die armen Kinder bekleidet und der mit dem Repgionsunterrichte betraute Rabbiner besoldet werden. Der Ueberschuss wurde auf beiläufig 500 Franken geschätzt und für den Direktor bestimmt; den Rest der Kosten hofft die Gemeinde von der Alliance zn erhalten. Das Zentralkomite votirt eine Summe von 2500 Fr. Herr Bratkovsky, Präsident der polnischen Alliance, unterbreitet dem Komitö ein Manuskript, betitelt: ״Etüde historique sur l’ancienne legislation polonaise envers 168 Isra&itcs.“ Er sucht zur Veröffentlichung dieser Schrift um die Unterstützung der Alliance an. Da aber das Werk nur ein rein historisches Interesse bietet, ist es dem Zweck der Gesellschaft fremd, und wird in Folge dessen zur Tagesordnung übergegangen. Herr Schwab bittet um eine Unterstützung zur Veröffentlichung eines die nachbiblische Geschichte der Juden behandelnden Werkes. Das Manuskript wird einem Mitgliede des Komites zur Prüfung übergeben. Das Hegenheimer Lokal-Komite berichtet über einen Akt der Intoleranz des dortigen Pfarrers, der bei einer öffentlichen Prozession einen Israeliten iusultirte. Das Komitä verlangt, dass das Gesetz, welches die Prozessionen in Städten, deren Einwohner verschiedene Religionen bekennen, untersagt, respektirt werde. Es wird die Antwort ertheilt werden, dass nur das Konsistorium des betreffenden Departements berufen sei, bei der Regierung für die Ausführung dieses Gesetzes zu wirken. Das Zentralkomitß wird das Lokal- IComite beauftragen, gegen den Urheber der inkriminirton Tliat die gerichtliche Verfolgung einleiten zu lassen. Das rumänische Landes-Komitö berichtet, dass der Konstitutions-Entwurf den Israeliten, trotz der der Alliance gegebenen Versprechungen, nur illusorische Kon- Zessionen ertheilt; er behandelt die Israeliten wie Fremde und subordinirt die Emanzipation der Naturalisation derselben, die ihnen willkürlich bewilligt und abgescblagen werden kann. In Jassy hat sich, grösstentheils aus den Professoren der Universität, ein Komite gebildet, um die Massen gegen die Juden aufzuhetzen. Dasselbe lässt eine Petition zirkuliren, welche zu bewerkstelligen sucht, dass unseren Glaubensgenossen verboten werde, Grund und Boden zu pachten, industrielle Unternehmungen zu eröffnen, mit Ess- und Materialistenwaaren Handel zu treiben, Ehrenämter,oder besoldete Anstellungen anzunehmen, ein freies Gewerbe zu treiben, endlich eine gewisse Frist festzusetzen;bittet, während welcher sie Rumänien zu räumen hätten und das Bürgerrecht allen Individuen zu entziehen für geboten erachtet, die sich nicht zur christlichen Religion bekennen. Der Präsident des Zentralkomitö, der in wenigen Tagen in Bukarest eintrifft, wird sich daselbst direkt mit der Regierung ins Einvernehmen setzen und sich über die Thatsachen, bezüglich deren das Komitd zu Jassy Klage führt, genügende Aufklärungen erbitten. In Erwägung dessen wurde das Landes-Komitä gebeten, eine Antwort auf das erwähnte Pamphlet ergehen zu lassen, an die Kammer aber eine Petition betreffs der Emanzipation der Juden zu richten. Der Sekretär: Der Präsident: N. Leven. Adolf Crdmieux. Einladung zur Pränumeration auf den neunten J־alirgans des ״Jen dfkttmp“ ־ " " für Mische Theologie. Mit üefonberen homifetifchen, öirtulvtifrijcii iniil miffenfdjaftftdj-titfmitiitjdjeii tefajen. Prfummcr alioDsbcdmgüissc: Man pränumerirt bei der Redaktion, wie auch bei allen Postämtern und bei allen soliden Buchhandlungen (im Auslande bei Herrn Franz Wagner in Leipzig.) Ganzjährig mit .8 fl.—5 Thlr. 10 Sgr. Halbjährig.4 fl.—2 Thlr. 20 Sgr. Vierteljährig.2 fl.—1 Thlr. 10 Sgr. Der laufende Jahrgang ist um den Prännmeratiospreis noch vollständig zu haben. Die Jahrgänge 1858, 1859, 1860 sind um sechs Gulden, 1862, 1863,1864, 1865 (so weit der Vorrath reicht um sieben Gulden zu beziehen. Die Berichte der Pariser Alliance, welche im ״Ben Chananja" gleichzeitig mit dem Original erscheinen, können von der Redaktion gratis bezogen werden. PränumerationSgelder, Briefe und Pakete wolle man gefälligst adressiren an M HMMwü!ten Ben Cliananja in Szegedin. Von der Redaktion des ״Ben Chananja" kann bezogen werden: Xi on Chorin. Line kiographische Skizze. Von Du. ־Weil. Preis: 80 österreichische Währung._ Druck von S i g m 1t,u b: B u.r g e r irr Szeged!,! 1866. 5144

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