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Ben Chananja · 1866-09-05 · 36 (5.9.1866) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
36 (5.9.1866)
Date
1866-09-05
Page
– (sequence 7)
Language
German
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645 646) zudrticken, und um die Theilnahme aller Israeliten für diese Subskription anzurufen. ״Die Statuten der Alliance gestatten nur, an einem Theile dieser Subskription, an der zur Veröffentlichung der Werke Luzzattos, theilzunekmen. Dieser berühmte Gelehrte hat sich durch seine Werke über unsere Literatur und unsere Geschichte um das Judenthum wohl verdient gemacht. Sein ganzes Leben war der Wissenschaft des Judenthums gewidmet, um darzulegen, dass die Glaubens- und Sittenlehre des Judenthums der höchste Ausdruck der Wahrheit sei. Der Zentralausschuss der Alliance israölite universelle fühlt sich glücklich, nach Massgabe seiner Hilfsquellen dem Andenken dieses vorztiglichen Mannes den Tribut der Anerkennung zollen zu können, und hofft, dass alle Mitglieder unserer Ge- Seilschaft persönlich demselben sich anschliessen werden. Er bewilligt fünfhundert Franken für die Drucklegung der!unterlassenen Schriften Luzzattos.“ Herr Rabbinowicz sucht an, dass das Komitö der Veröffentlichung seines Werkes: ״Le röle de Jesus — Christ et des Apötres“ die Unterstützung von 240 Fr. zuwenden möge, die es bereits im verflossenen Jahre zu Gunsten eines andern Werkes desselben Verfassers: ״Le Talmud ätudiä dans 868 rapports avec l’Eglise primitive“, welches jedoch nicht erschien, bewilligte. Die Bitte wird von den Herren Lassen und Oppenheim, Mitgliedern des belgischen Konsistoriums unterstützt. Das Komite bewilligt die Subvention. Das Subkomite für Schulangelegenheiten stattet Bericht ab betreffs der Schulen zu Volo, Tetuan und Damaskus: Herr Weisskopf, Schuldirektor zu Volo, und das Komitö dieser Stadt drücken ihre Zufriedenheit mit dein Resultaten der Anstalt aus, und bezeichnen die Stadt Larissa als eine, die gleichfalls eine Schule benöthiget. Das Komitö wird gebeten, in Betreff dieser Bitte uns ausführlichere Auskunft zukommen zu lassen. Herr Gogmann, Schuldirektor zu Tetuan, macht auf die Nothwendigkeit der Wiedereröffnung der Mädchenschule aufmerksam. Auf Antrag des Subkomitös für Schulangelegenheiten wird beschlossen, dass dem Frl. Gogmann der Unterricht der Mädchen übertragen und hiefür eine Subvention von 600 Fr. bewilligt werde. Herr Heimann, früher Lehrer zu Damaskus, wird der Sitzung vorgestellt, um seine Abreise aus dieser Stadt zu erklären. Er sagt, dass trotz der Anweisung, die das Komitö ihm zukommen liess, daselbst zu bleiben, die Gemeinde sich geweigert hatte, die kontraktlicken Verpflichtungen ihrerseits zu erfüllen, und dass er genöthigt war, die Verwendung des französisehen Konsuls in Anspruch zu nehmen, der für ihn Schadenersatz erwirkte. Der Brief, in welchem das Komitä ihn aufforderte, seine Funktionen fortzuführen, wofür er seinen unverkürzten Gehalt beziehen würde, ist ihm nur im Augenblicke, als seine Abreise bereits beschlossen war, zugekommen. Das Komitö erklärt, künftighin zwischen den Schuldirekteren und den Gemeinden, die sie fordern, ein wechselseitiges Abkommen treffen zu lassen, welches beide Parteien mindestens auf drei Jahre binden würde. Herr Oberrabbiner Kalischer in Thorn, Präsident des Vereins für Kolonisation des heiligen Landes, beantragt, den Verein, welchem er präsidirt, mit der Alliance zu vereinen, und dieser ein Kapital von 12,000 Fr. zuzuführen, falls dieselbe die Ausführung seines Programmes übernehme. Das Komitö nimmt das Anerbieten an, mit der Bedingung, das Kapital für die Kolonisation nur dann zu verwenden, wenn es durch andere Summen vergrössert würde; es beantragt, bis dahin die Interessen dieses Kapitals zur Hebung des Ackerbaues unter den Israeliten Palästinas — sei es als Prämie für junge Landleute oder auf anderen Wegen — zu verwenden. Herr Arbeit fordert zur Gründung einer jüdischen Schule in einer Vorstadt von Paris auf. Die Aufforderung wird dem Konsistorium des Departements übermittelt. Sitzung vom 22. März. Präsident: Herr Ad. Cr&nieux. Neue Mitglieder sind der Gesellschaft beigetreten: 1 aus Algier, 2 aus Bonn, 19 aus Chalcis, 3 aus Corfu. 1 aus Luneville, 8 aus Metz, 3 aus Mailand, 7 aus Paris, 41 aus Rockester und 5 aus Sötif. Das Lokal-Komitö zu Metz übermittelt das Protokoll der Sitzung, in welcher es seine Wahlen vorgenommen. Das Bezirks-Komite zu Corfu meldet die Neuwahl seines Ausschusses. Die Herren Strauss und Dr. Jaques in Wien schreiben, dass das provisorische Komitö, welches sich zur Organisation der Alliance in Oesterreich gebildet, sein Vorgehen verschiedenen Bedingungen unterwirft, welche besprochen und zum Theil angenommen wurden. Das Bezirks-Komitö zu Bukarest schreibt, dass die Israeliten von der nationalen Landwehr ausgeschlossen wurden, obwol sie bereits ihre nationalen Gefühle durch die volle Theilnahme an dem jüngsten Nationalanlehen an den Tag gelegt. Indem eben jetzt eine neue Konstitution in der Kammer ausgearbeitet werden soll, meint das Bezirks-Komitö, dass der Moment gekommen sei, die vollständige Emanzipation der Juden zu fordern. — Es wird beschlossen, an die französische Regierung und die europäische Konferenz, welche sich mit der Regelung der rumänischen Frage befasst, ein Memorandum zu richten, welches die so legitime Forderung unserer Glaubensgenossen auseinandersetzen soll. Herr Lehren aus Amsterdam übersendet einen Brief des Oberrabbiners von Minsk, welcher die Verhaftung von sieben angesehenen Juden aus dieser Stadt unter der schweren Anklage der Legung des Brandes, welcher die umliegende Gegend verwüstet hatte, meldet. Der eine derselben wurde durch ein Kriegsgericht zum Tode verurtheilt. Der Herr Präsident bringt den Brief zur Verlesung, den er an den Kaiser von Russland zu richten beabsichtigt, um die Revision des Prozesses zu fordern Frau Level, Vorsteherin eines Mädchenpensionates zu Hagenau, zeigt die NothWendigkeit der Gründung einer Normalschule für junge jüdische Mädchen an, weleher sie vorzustehen wünschte. Es wird ihr geantwertet, dass die Gründung dergleichen Schulen der ausschliesslichen Kompetenz des Zentralkonsitoriums unterliege und dass, falls dieselbe bewerkstelligt werde, die Gesellschaft bereit wäre, nach Massgabe ihrer Mittel dazu beizusteuern. Herr Nerson meldet, dass er entschlossen sei, die Direktorstelle an der Schule zu Bagdad niederzulegen. Das Komitö hält es für wichtig, ihn auf seinem Platze zu erhalten, es erhöht seinen Gehalt um 600 Fr. und verspricht ihm eine abermalige Erhöhung, wenn die Schule blühen werde. Herr Gogmann, Schuldirektor zu Tetuan, schreibt, dass nahezu 60 arme Kinder gehindert sind, die Schule zu besuchen, da ihre Eltern nicht im Stande sind, die Kosten der Bekleidung zu tragen, und bittet, die Alliance

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