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Ben Chananja · 1866-08-29 · 35 (29.8.1866) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
9 (1866)
Issue
35 (29.8.1866)
Date
1866-08-29
Page
– (sequence 6)
Language
German
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87 .88 serer Veranlassung־ fehlte, noch an innerer Nothwendigkeit. Eine solche Behandlung müsste natürlich von den göttlichen Namen im Talmud ausgehen, und merkwürdiger Weise wurde bisher nicht einmal der Versuch gemacht, dieselben zusammenzustellen. Aus der Miscbna dürften folgende Namen anzuführen sein: 1. הקדוש ברוך הוא, der Heilige, gelobt sei er (Joma 8, 9. Jebam. 6, 6. Sota 5, 5. Sanh. 4, 5. das. 11, 6. Ab. 3, 1. 2. das. 4, 22. Ukz. 3, 12). Diese Benennung ist in den talmudischen Quellen, besonders im Munde paläst. Lehrer, die gewöhnlichste. 2. מקום , der Raum (Schek. 3, 2. Joma 8, 9. Ta’an. 3, 8. Sota 8, 1. Ab. 2, 9. 13. das. 3, 3. 14. 5, 5. Midd. 5, 5). Diese Benennung ist griechisch-filosofischen Ursprungs. Auch Philo nennt das göttliche Wesen ronot,*, indem er sich gleich den alten Haggadisten י) auf 2 M. 23, 21. beruft, und sich dabei derselben Deduktion bedient. Dieser Deduktion zufolge heisst das höchste Wesen so, weil es ausserhalb der Welt, oder vielmehr gleichsam die Grenze derselben ist. ״Denn Gott umfasst Alles, werde aber von nichts umfasst. 2 *)“ 3. שמים, Himmel (Ber. 2, 2. 5. Nedar. 5, 6. Sanh. 11, 5. Ab. 2, 12. 4, 4. 11. 12. Menach. 13, 11). Die Benennung Himmel für Gott kommt schon im Daniel vor (4, 23), und sie findet sich auch in den christlichen Bekenntnissschriften (Matth. 21, 25. Luc. 15, 18). Dieselbe ist ohne Zweifel in der nachalexandr. Zeit von den Griechen zu den Juden gekommen, denn auch bei den griech. Eilosofen ist Himmel ein Ausdruck für die Gottheit.(י־ ׳) ßer. r 68.: הקב״ה מקומו של עולם וז^ין עולמו מקומו; dasselbe wird von מעון gesagt. Vrgl. Midr. Ps. 90.:עולמו תפל לו. ואין הוא חסל לעולמו S. Jalk. das. Nr. 881. Pessikta Rabb. ed. Breslau Abschn'. 21. 41. a). Schorn R. 36. Pirke de Rabbi Eliezer 35. 8. Aben Esra Einl. zu Esther. R. Lipmann Heller scheint diaso Stellen nicht gekannt zu haben (Middoth 5, 4). Dieselbe Anschauung findet sich bei den ältesten christlichen Kirchenlehrern. So Theophil, ad Autolyc. II. 3.: tfeo?. . . . , eöxi tonos xüv 6).0)v. Arnob., adv. gentes I. 31: locus rerum ac spatium. , t ג) De somniis 575, A.: ctvx0? o Qeos mXeixcti X0710<i, X(p 7tEQ1exsi ftev xct 011a, iti^iex^Ötai de 7tqos nrjdtvnc;, Vrgl. Legfi alleg. 48. 8. Frank's Kabbala 8. 221 der Hebers. Jellinek’s. Grünbaum in der Zfcschrft. d. D. M. G. 16, 399. SJ Cleanthes et Auaximenes Aethera dieunt 8u-. premurn este Deum (Lact, de. fals rel I. p. 8d. Aid. Vrgl. Lengerke’s Daniel 8. 184. und Hitzig’s Dan; 8.67:). Vrgl.auch:מן השמים ירחמו(Jebaw.42,a) לבו לשמים . (Pessach. 96, aj, טוב לשמים u. רע• 4. שם, Name (Joma 4, 1. Sota 7, 6. Sanh. 7, 5. 10, 1. Ab. 5, 9. Ta’an. 7, 2. Jadaj. 4, 8), wofür 1. Chron. 13, 6. die erste Spur vorkömmt, was jedoch vielfach bestritten wird.4 S. * * 8) Wenn Dr. Geiger sagt, dass sich die palästinensischen Juden dieser Benennung bedienten, wenn sie Gott nachdrucksvoll bezeichnen wollten (Urschr. 262), so stimmt dies mit den Quellen nicht genau überein, indem zur nachdrucksvollen Bezeichnung Gottes auch andere Ausdrücke, wie הקב״ה und מקום, gebraucht wurden. Ganz irrthtimlich ist die Behauptung Dr. Grünbaums, ״dass שם als Bezeichnung Gottes mit שם identisch sei und ursprünglieh das ״Dort“ habe bezeichnen sollen; dass z. B. das שם מצוי ראשין gleich zu Anfang in Maimonides Mischne Thora nicht שם, sondern שם zu lesen sei, und dass im Original wol תם gestanden (Ztsehr. d. D. M. G. 16, 406. Anm., 1).“ In dem hier Gesagten ist nur so viel wahr, dass bei Maim. שם gelesen werden müsse (8. ״B. Oh." IV. Nr. 46. S. 397. Anm. 116). Seltsam ist die Voraussetzung eines arabischen Originals für den Mischne Thora!! 5. אבינו שבשמים Unser Vater im_ Himmel (Joma 8, 9. Sota 9, 15). Als Vater wird Gott schon in der Thora und von den Profeten bezeichnet (5 M. 32, 6. Jesaj. 63, 16. 64; 7. Jer. 31, 9. Mal. 2, 10), Christliche Dogmatiker zeigen daher eine tendentiöse Befangenheit, wenn sie behaupten, dass sich zu der üblichen Benennung Gottes als Vater nur unvollkommene Parallelen im A. T. finden (8. z. B. De Wette, Dogm. '§. 234. Anm. a). Mit dieser Benennung hängt der Begriff der Lindschaft zusammen (5 M. 14, 1. Hos. 11, 1). Auch dem Philo und dem Josefas ist der Name ״Vater“, den allerdings auch die Griechen kannten, sehr geläufig. Philo sagt von Gott: Ov xvQavvog 6 0eo$ . . . . , ctXXn ßaaiXevg.ßacrdsi de ovxen nQOQQT/aig oixetoTeQa natQog (De provid. p. 1197);. Jo- SefllS: ,6n. navzoSv nax1]Q re xcu deanorrig 0' 0eog mv (Arch. Proöm. 4). Diesen Stellen entspricht genau das אבינו מלכנו , dessen sich R. Akiba — aber gewiss nicht zum ersten Male — bediente (TaSn. 25, b). Und wenn man dem אבינו אב הרחמן in der Eulogie vor dem Schema י) Lipm. Nizzach. Nr. 144 in Bezug auf B. Bathra 25, a,: גלוי השכינה יותר שמה אבל לא קאי על עצמות הש״י שהרי לא הזכיר שם העצם

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