Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 29 (18.7.1866)
- Date
- 1866-07-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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533 534 schiedettheit in der Strafe bei den verschiedenen Individuen. Ja, wenn wir genau betrachten, finden wir die סתומה groß« rentheilS zur Trennung des dem allgemeinen Inhalte nach Zusammengehörigen nnd nur durch einige, oft geringe Modifikationen Geschiedenen; wahrend die פתוחה größtentheils vor einem ganz neuen Inhalte zu stehen kömmt. Als Beispiel des Gesagten können die סתומות und סתוהוח int Abschnitte Noah dienen; wir finden Setumoth, so lange die Geschichte der Sündfluth, der Arche nnd des damit im Zusammenhänge Stehenden erzählt wird; hingegen bei Kap. 9, 16. eine D, weil ein ganz neuer Inhalt deginnt, ebenso Kap. 10 und Kap. 11 am Anfänge und Vers 10 des Kap. 11; während in den Völkertafeln dieser Kapitel zur Trennung der Individuen und der Familien nur סתומות angewendet werden. Ebenso finden wir zwischen den einzelnen Geboten des Dekalogs und den einzelnen Gesetzen im Abschnitte משפטים, nur mit einzelnen, etwa nur als Schreibfehler aufzufassenden Ausnahmen, immer Setumoth angebracht. Nicht minder halte ich die Frage über פסקא באמצע פסוק nicht gelöst, sondern gerade durch die von Herrn Dr. H. gegebene Antwort noch verwickelter. Herr Dr. H. glaubt dies durch die in מערבא von der unserigen abweichenden Versabtheilung erklären zu können; allein jetzt tritt die Frage umgekehrt auf: War hier eine ״uralte" Pesuchah, wie konnte sich bei uns der Gebrauch entwickeln, die beiden, durch eine Pesucha getrennten Verse als Einen VerS zu betrachten? Kann hieraus nicht das Gegentheil geschlossen werden, daß die פסקא באמצע פסוק wenigstens jünger als unsere Versabtheilung sein müsse? Die Midraschdeutung zu allen diesen Parschioth läßt nur zu sehr schließen, daß die Parschioth gerabe zum Zwecke der Deutung geschaffen wurden, wie dies ja bekanntlich mit den großen und kleinen, punktirten und verkehrten Buchstaben der Fall ist. Der Wortlaut des Midrasch Bamidbar Rab. 13 über die פסקא in Gen. 35, 22 unterstützt diese Behauptung הפסיק הענין והניח שם פרשה לומר שנתרחק ראובן ולכך אותה פרשה פתוחה לומר אע״פי שנתרחק ידיו של הקב״ה פתוחות לקבל שבים, Was von dieser Art Parschioth fast mir Evidenz behauptet werden 'kann, dürfte vielleicht auch auf Andere angewendet werden können. Können nicht auch manche Pesuchoty und Sethumoth durch den Sidra-Schluß des drei- und besonders des einjäheigen CykluS entstanden sein? Wo aus irgend einem Grunde der Abschluß des Wochenabschnittes festgestellt war, konnte von selbst ja eine Pesuchah oder Sethumah entstehen. Aus den Worten Raschbamö zu Anfang ויחי ist fast dasselbe zu entnehmen; er sagt nämlich: עיקר התחלת הפרשה מן וישב ישראל ^א שלא רצו הקהלות לסיים פרי ויגש בותהי הארץ לפרעה וסיימוה בוישב ישר^ Und doch ist hier eine traditionette Parscha Sethumah? Ja aus der Midraschdeutung dieser Sethuma werden wir fast zu obiger Annahme gezwungen; denn nur dann verstehen wir die Frage למה פ׳ וו סתומה מכל פרשיות וב׳. Da der Abschnitt Wajechi an den vorhergehenden so eng angeschlossen ist, daß nicht einmal, wie bei einer gewöhnlichen סתומה ein kleiner Zwischenraum כרי ט׳ אותיות gelassen ist; so fragt eö sich, wie konnten die Rabbitten auf den Einfall kommen, daß hier überhaupt eine Parscha schließen soll? Nur durch obige Annahme, daß der Abschluß des Wochenabschnittes auch einen Abschluß einer Parschah, Peßucha oder Sethumah, herbeigeführt hatte, oder daß die beabsichtige Deutung erst die Sethuma geschaffen habe, läßt sich die Veranlassung zu dieser Frage vollkommen erklären. So schlagend dieser Beweis zu sein scheint, so muß ich im Interesse der nur Wahrheit suchenden Wissenschaft; bemerken, daß man mit Gewißheit doch nicht darauf bauen kann. Raschbant scheint hier geirrt zu haben. ^וישב ישר am Ende von ועש spricht nicht von Jakob, sondern von Israel, als Familie, daher folgt darauf der Plural 1 ויאהזוc., während ויהי speziell von Jakob spricht; nach dem Geiste der Erzählungsweise in der Thora soll mit וישב וכוי der Einzug der Israeliten in Egypten, welcher durch die Episode über die Größe der Hungersnoth rc. abgebrochen wurde, zum Abschluß gebracht worden, um in Wajechi sich speziell mit Jakobs Ende zu beschäftigen; hierauf haben die Rabbinen mit Recht eine Parschah Pesuchah sogar erwarten können, nnd ihre Frage למה פ׳ וו סתומה מכל פרי ist demnach nicht UNbegründet. Wenn aber durch diese Erklärung mein Beweis entfällt, so ist doch wenigstens aus den Worten Raschbamö eine Unterstützung meiner Annahme, daß manche Pesuchah und Sethumah durch den Schluß der Sidrvth entstanden, nicht zu verleugnen. — Im Interesse der über Alles gehenden Wahrheit muß ich noch eine andere, im ersten Anblicke wol sehr bedeutende Frage zuruckweisen. Als ein starker Ein- Wurf gegen das behauptete ״Uralter" der Pesnchoth tc. erscheint der Ausspruch des Midrasch Rabba und Jalkut zum Abschnitte Korach, welcher lautet: כל התורה כלהרע״הפר׳. Unter den 275 Parschioth können offenbar blos die Pesuchoth gemeint sein; da aber die Zahl der Pesuchoth in der Thora jetzt 290 ausmacht: sollte dies nicht als ein Beweis gelten können, baß die Zahl der Pesuchoth selbst noch nach Abfassung des Midrasch theils absichtlich,theils irrthümlich vermehrt wurde? Wenn man aber diese Stelle mit einer andern im Traktat Lopherim Kap. 15. 10, wo statt רעה קעה steht nnd die 175 Parschioth mit den 175 Lebensjahren Abr.'s verglichen werden, erkennt man alsbald, daß die Stelle int Midrasch korrigirt werden müsse und daß durchaus nickt von den Pesuchoth, sondern von den Sedarim des dreijährigen Cyklus die Rede ist, welche 154 an der Zahl und für die Festtage und für die sonst üblich gewesenen 17 הפסקות!'> ausmachen dürften. Herr Dr. H. unterstützt und schützt seine Ansicht durch eine, wre er meint, nur durch seine Annahme ermöglichte einfache Lösung des Widerspruches, welcher im Deuteron. Kap. 15 zwischen den Versen 4, 7 und,11 obwaltet. Indessen halte ich diese Erklärung für unrichtig und anderseits glaube ich, eine noch viel einfachere Erklärung gefunden zu haben. Sie ist unrichtig, denn Vers 1—16 haudeln nicht, wie Herr Dr. H. annimmt, von der Zurückerstattung der Immobilien, sondern von der Prolongation der früheren Schulden und zwar aus dem Grunde, weil durch die שמטה der nur vom Bodenerträgnisse lebende Landmann zahlungsunfähig geworden ist; wenn man aber Jemandem wegen Zahlungsnnsähigkeit die Schulden prolongirt oder gar erläßt, hat man ihn deswegen schon zum reichen Manne gemacht, daß hierdurch das אפס כי?א יהי־ בך אביון schon gerechtfertigt wäre? Meine einfachere Erklärung zu dieser Stelle ist: אביון ist ursprünglich ein Abstraktum, sowie הגיון rc. und heißt also: Armuth; erst später ist es eoncr. pro abstr.f gebraucht worden und bedeutet ״Armer, Dürftiger", und -somit ist der Widerspruch gelöst. (Schluß folgt.) K o r r e s p o n - e u j. Emanzipation und bürgerliche Verhältnisse. M. Szegeditt, iß. Juli. Die hiesige isi. KuttliSge.ncinde Hai 6 Betten ihres Spitals verwundeten und kranken Krieger», deren Ber- Psirgung sie übernimmt, zur Diepvsiiion gesiellt. Der jüd. Fkane,,verein hat ein bedeutendes-Quantum von Chaipie und vv» Verbaudstücke» geliefert. 29*