Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 9 (1866)
- Issue
- 25 (20.6.1866)
- Date
- 1866-06-20
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2542917-2543175-2543200--4859-2548895- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
81 Raschi führt eine etwas sagenhaft klingende Erflrte* rung an, indem er erzählt.... יש הקורות L'2 d. h. im Meer gibtssolche Stellen, tvo man mit ScliifTen, die io ihren Bestundiheilen Metalle haben, nicht iahren kann (etwa irdischer Magnetismus?;. Aus diesem Grunde werden jene Schiffe, statt mit Metallen, mit Tauen befestigt. Damit aber das Wasser nicht durch die Löcher eindringe, haben leztero dieselben Diihensieben wie die Dicke der anzubringrnden Taue; daher es sehr schwierig sei, diese Taue in die Löcher anzubringen. Dass פיטורי Stricke bedeutet, glaubt Raschi dadurch zu beweisen, dass das Tara um für ופטורי ציצים (! köu. 4,181 אטונין hat. wir thun dem grossen Commentator gewiss nicht Unrecht, wenn wir behaupten, dass dieser Vergleich hinkend sei; denn abgesehen davon dass an allen angeführten 3 Stellen פיטורי mit Jod nach dem Pe ge?eh,i׳.׳beu ist , also nicht wie das biblische, hat Isaaki den Umfitiind ausser Acht gelassen, dass lezteres im stat constr. steht. Wieso ושט, das gewöhnlich im Talmud' SpeisöiÖhre bezeichnet, liier die Bedeutung als Löbli erhalten, geben weder Arueh noch Raschi an. Bustorf sucht es in seinem Lexic. , Chald. Talmud, etj Bab. 8. v. durch foramen angustum instar giilao zu:: rechtfertigen. Die Unzu’üriglklikeit davon bewog wahrscheinlich Mussafi.1 und Landau (Maarciu! Lnsclion ». v.) סיטזרי für das griech. סיעיף(»(», was verdorbene Speisen bedeuten soll, zu erklären, was aber Weniger haltbar, als die Annahme des Aruch und Raschi ist; denn nirgens findet man durch <pO-01> t verdorbene Speisen bezeichnet. Ich glaube, dass man diesen Schwierigkeiten answeichen und der Wahrheit näher j treten könne, wenn man unser פיטורי für das griech. *pttQpx, plur. von vtr^of—Baumstamm, Block, Klotz annimmt. Durch diese Annahme wird das Gleichniss klar und leichtverständlich: beim Tode durch אסכרה nämlich geht die Seele mit solchen Schmerzen aus dem Körper ,ל als wären Blöcke in der Speiseröhre angebracht. (Vrgl. die gezw. Erkälrung in ha Maschbir); ז 1—־־־־-r Zur talmudisclieii Texteskritik. Von Prof. Lolio della Torrc. ־ Der Talmud erzählt, dass ein Sadduzäer, der *ich mit R. Jehuda I. in eine Kontroverse eingelassen hatte, genöthigt war, zum Behüte seiner Replik tun drei Tagev Bedenkzeit zu bitten. Nach Veilauf dieser Fi ist meldete sich ein anderer Sadduzäer» —' R. Jeli. meinte, es wäre sein Gegner,— zur Zeit: ,בי■.:הוד בעי ר2י 2ןי So losen unsere Ausgaben, aber gewiss unrichtig, wie schon aus Raschi erhellt. Da. XL J h. den Ueberbringer der Botschaft zur Tafel lud, so hatte er offenbar noch nicht gespeist; er koijnte mithin nicht im Begriffe stehen, das Tischgebet zu sprechen. Im En Jakob steht היברא von ,ברד־ speisen. Im Talmud wird aber dieses Wort nicht von einem Mahle überhaupt, sondern mir vöm Mahle der L ödtragenden gebraucht * und ist es aus 2 Saiiu 3, 35. geflossen. Zu dieser iinkritischeu Korrektur gab wahrscheinlich der Vers Veranlassung, welcher dom R. Jehtlda bibfidl , 814 Mb Gaßk gemeldet :Wüt׳d«r? ויל1נ1* בבלוחי ראי^ז• tifie riebtigo Leseart ist, wie ich glaube, מיכרך, abgekürzt von -<?מיכרך רפת (Taan. 23, bl. ברובו ohne Biftha (». a. Ol. Dieselbe Ellipse ttömtattt aticti sonst Vöif •(B. Katüä Ö2( b).; בית והעד לכמים. .;;;י י. ׳ , ״; יעי ־4' Wie ich aus der Notiz des Um. PIneieS; fFVinfc Nr. 4' 8p. 66) ersehe, soll 11 r. J. 8. NüMMihü Scholien zur Mischna veiöffentiicht haben, W'o'ör nueft auf die Forschungen der מחחבטי׳ Rtickäicht nimmt. Wir können ihm dazu vom Herzet! grafü'iren, und behalten Uns vor1, attf dieselbeb gelegentlich^ ztirtibkzukommnn. Was die Erklärung des Wortes רעי' 20, 4) betrifft, so scheint Hrn. N. die von der gewöhn•? liclion Auffassung abweichende Erklärung aus Ben Poratli 812 ל bekannt geworden zii‘ sein; da8S: flr. Ni in seinem' ersten Dobtit gegen die '2!תהבטי m<ilik sehr gliibkiicli war, zeigt 11 r. Pineies aus jeniselialnii (zur Stelle)- der dieselbe Erklärung gibt. Auf diesen J11V habe ich bereits im 5. Chalüzbelto 8. 50. aufmerksam־ gemacht, was aber Ür. Pineles entgangen zu seid tclieinf, sonst hätte er daraus auch den Umstand hervorgehoben:, dass der Maasso. Rokeach diese Erklä- Hing ausdiiiöklich im Namen des MaimonideiJuu führt. Der Maimönides bin התחכם; auch gut! — ' Scharr. . ■ i Neuer £011)0 (כלבו).;VI. Der ״Scliulklopfer“.; Von Nehem. Brüll. ■ Es gibt mancherlei culturgeschichtliehe Momentan im Jiulenihumo, von den eh5 keine' schriftliche Auf* Zeichnung1 der Nachwelt Kunde bringt, 8b dass .sie* uns mir duiclf Erinnerung Und UeberlidferUng libcföj1 ■j halb bekannt sind. Zu diesen gehören verschiedene' Volkssitteii ,׳ Veraltete Gbuieindeiristitutiöne״ und S’ynägog< nbiäucho, Bezeichnungen filr Funktionäre! ihre Funktionen und Utensilien, die in jenen G:■ge11d׳׳n, wo noch keine den Anforderungen der Gegenwart entsprechende Umgestaltungen vor sich gineen, furtlehen, uns aber, d»e wir m t dem raschen Wechsel der Zeit ' selbst in andere Phasen gedickt wurden, mir - noch : Jugenderinneiungen sind, mit denen die poetischen i Gestalten und Eiseheiiiungmi des Ghetto icrwaclieni In den neu crganisirtim Gemeinden weiden־ wir ׳üiisl z. B. vergebens nach einem \mn der Getn׳;i״do, b1‘8i»l-, : de.teif ״Schulkloptbia 011*1• ״Lihrür4, (vun dein Iranzv 1 i!vi er), Umsehen, dageg• n kannten die Juden des Mittelalters keine ״Todfeiigiäber״. Dieses Gesc äfit 'hatte der ״Librer*, d״r g< w<׳hniich׳^ auefn bei Huchzeitsmalen sei virte und in: dieser Funktion ׳^Saiwer“ (servil) hiess Leine eigentliche Bestimmung wadabbr da« 8״clmlkl<»pfen^ d. b. aii jeden, Morgen und:ao jedem Abende die Judoiignsse zu tlu chschreiten: iiiul: *durch drei , ־ und wenn « in Todtör it» der;Gasse*‘- war, zwei Üatn!11er8cb ägo an jeder Uaustbiire ' zu: mditi m, dass׳;es Zeit sei, ׳/um Gebete;iu Schui׳‘ zu gehen. Dl 8er G braiicii datii t sich scliou von ׳alte!• Ze׳t hör; doch lässt sich das Alter der BenVImung ״Schalk op e;•:*‘, nicht leicht literaHsch uaeiiwe seu. ׳.Es;dürfte daher nicht ohiie Interesse sein; dirss fsieh; dieseiho schön :■im Jahre 1410 in einer Chronik find t. In der ״Anzeige für Kunde der deu sehen Vorzeit“ Jahrg. 1862 8 36f׳ ff in B«advr's Mitteilungen ״Zur Ciimmaijustiz der Nürnbeiga“ lautet eiue Stelle toi-